![]() |
||
![]()
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Preview: AMDs Spider Plattform mit dem Phenom Prozessor - 1/3
UPDATE: 26.11.2007 Was dem Phenom Prozessor derzeit fehlt, ist eine ausreichend hohe Taktrate. Statt wie angekündigt mit 2,4 GHz, arbeitet die derzeit schnellste Version Phenom 9600 lediglich mit 2,3 GHz, während Intels Core 2 Extreme QX9650 bereits 3,0 GHz erreicht und zudem mehr Leistung pro MHz bietet. Für den Phenom 9500 und 9600 hat AMD die Preise in letzter Sekunde nach unten korrigiert: Der mit 2,3 GHz getaktete Phenom 9600 kostet laut AMD 283 US-Dollar, dies entspricht zur Zeit 192 Euro. Für den Phenom 9500, welcher mit 2,2 GHz taktet, veranschlagt AMD 251 US-Dollar, umgerechnet sind dies 170 Euro. Im Handel werden beide Prozessoren aktuell ca. 40 bis 50 Euro teurer angeboten, damit liegt ihr Preis deutlich über dem des Intel Core 2 Quad Q6600, der bereits unter 200 Euro zu finden ist und der in Leistungstests zumeist besser abschneidet. Ein Grund für den vorläufigen Verzicht auf schnellere Modelle ist ein Fehler, der sich anscheinend insbesondere bei höheren Taktraten und steigender Abwärme zeigt. Wie Dave Everitt von AMD erklärte, kann dieser Fehler das System zu Einfrieren bringen, allerdings konnte das Problem bisher nur unter Laborbedingungen reproduziert werden. Eine neues CPU-Stepping mit der Kennung "B3" soll das Problem in Kürze beheben, doch der 2,4 GHz schnelle Phenom 9700 wird wohl nicht vor dem ersten Quartal 2008 auf den Markt kommen. Intel wird bis dahin seine 45 nm Baureihe im Desktop-Segment deutlich ausgebaut und zugleich die Taktrate auf 3,2 GHz angehoben haben. Statt des Phenom 9700 soll vor Weihnachten noch eine Black Edition des Phenom 9600 erscheinen, deren Multiplikator freigeschaltet ist - so kann sich der Benutzer zumindest auf eigenes Risiko an 2,4 GHz versuchen. AMD weist gerne darauf hin, dass beim Stromverbrauch nicht nur der Prozessor betrachtet werden darf. Verständlich, denn während bei den Texanern der Speichercontroller in der CPU sitzt und somit in die TDP miteinfließt, platziert Intel diesem im Chipsatz. Im Test von Anandtech finden sich Stromverbrauchsmessungen der kompletten Testsysteme, welche dennoch zu Gunsten Intels ausgehen. Ohne Last verbrauchte das Phenom 9700 basierende Testsystem nur 8 Watt mehr als die Plattform mit Intels Core 2 Quad Q6600, unter Last sehen wir hingegen einen Vorteil von 29 Watt zugunsten der Intel Plattform. Da der Phenom 9700 bei gleicher Taktrate weniger Rechenleistung bringt und dennoch mehr Strom verbraucht, kann Intel ausgerechnet in AMDs Lieblingsdisziplin "Leistung pro Watt" deutlich punkten. Ein weiteres Problem besteht darin, dass AMD vorerst nur zwei Quad-Core Modelle des K10 für das Desktop-Segment anbieten kann, Varianten mit zwei oder drei Kernen werden erst für das zweite Quartal 2008 erwartet. Insbesondere Spiele, aber auch die Mehrzahl der aktuellen Anwendungen, können aus vier Kernen gar keinen oder zumindest keinen deutlichen Leistungsgewinn ziehen. Daher ist eine höher getaktete CPU mit nur zwei Kernen für den Heimgebrauch zumeist die bessere Wahl. Es ist dem K10 leider nicht gelungen, neue Akzente zu setzen. AMD muss diese Architektur nun so schnell wie möglich auf eine konkurrenzfähige Taktrate hieven und zugleich den Stromverbrauch senken, um mit dem Phenom und dessen Server-Pendant Barcelona Geld verdienen zu können.
AMDs Spider Platform
Am 10. September 2007 stand nun auch bei AMD der Generationswechsel an und mit dem Barcelona wurde der erste Prozessor auf Basis der K10 Architektur vorgestellt. Diese vierkernige CPU aus der Opteron Baureihe ist allerdings nur für Workstations und Server gedacht, für das Desktop-Segment hat AMD die Phenom Prozessoren vorgesehen, welche heute offiziell vorgestellt werden. AMD hat, wie zuvor auch Intel bei den Core Mikroprozessoren, die Gleitkomma-/SSE-Einheiten auf eine Breite von 128 Bit ausgebaut, das Energiemanagement verbessert und, hier hat Intel derzeit das Nachsehen, ein echtes Quad-Core Design umgesetzt. Während Intel zwei Dual-Core Prozessoren auf einer Platine verbaut, fertigt AMD komplette Quad-Core Kerne, die auf einen gemeinsamen Level 3 Cache zugreifen können. Bei Intels aktueller Quad-Core Generation, dies gilt auch für die neuen 45 nm Penryn Modelle, teilen sich je zwei Kerne einen gemeinsamen Level 2 Cache, während der Austausch mit den beiden anderen Kernen über den Frontsidebus stattfinden muss. Was AMDs K10 Architektur beim Start des Barcelona noch fehlte, war eine zu Intels Angeboten vergleichbare Taktrate. Obwohl die Barcelona Prozessoren in Bezug auf ihre Rechenleistung pro MHz mit Intels Angeboten problemlos mithalten können, erlaubt die Taktung zwischen 1,7 und 2,0 GHz keine neuen Bestleistungen. Intels Xeon MP mit Tigerton Kern wurde zum damaligen Zeitpunkt bereits mit 2,93 GHz angeboten und mit der Vorstellung seiner 45 nm Penryn Prozessoren konnte Intel die Taktschraube sogar auf 3,20 GHz anziehen.
Der Phenom Prozessor #1
AMD verzichtet vorerst auf den teuren DDR3-Speicher und setzt weiterhin auf den DDR2-Standard. Neben DDR2-800 wird nun auch DDR2-1066 offiziell unterstützt, wobei diese Geschwindigkeitsstufe von der JEDEC noch nicht spezifiziert wurde und die aktuellen DDR2-1066 Module außerhalb der erlaubten Spannung arbeiten (zumeist mit 2,0 bis 2,3 Volt). Mit DDR2-1066 erhöht AMD die Speicherbandweite von 6,4 GB/s auf 8,5 GB/s, nach unseren Informationen können im DDR2-1066 Betrieb allerdings nur zwei Speicherriegel, einer pro Kanal, verwendet werden. AMDs größter Vorteil bei den Speicherzugriffen ist jedoch auch weiterhin der integrierte Speicher-Controller, welcher Intels Chipsatzlösung deutlich überlegen ist: Da bei Intels Core Mikroarchitektur die Bandweite des Speichers zumeist größer ist als die des Frontsidebus, kann das Potential der teuren DDR3-Module gar nicht vollständig ausgeschöpft werden.
Eine weitere Neuerung betrifft den Takt des Arbeitsspeichers. Dieser war bei AMDs K8 vom Prozessortakt abhängig, so dass nicht immer der volle Speichertakt erreicht werden konnte. Beim Phenom hat AMD nun einen anderen Weg gewählt und wird die jeweiligen Taktstufen wieder voll ausnutzen. AMD stellt jedem Kern 512 KByte L2-Cache zur Verfügung, alle vier Kerne können zudem auf einen gemeinsamen, 2 MByte großen L3-Cache zugreifen. Hier hat AMD einen weiteren Architekturvorteil, denn bei Intels "doppelten Dual-Core" liegen Daten mitunter doppelt in den beiden L2-Caches vor oder müssen zunächst über den Frontsidebus aus dem Arbeitsspeicher geholt werden. Den deutlichsten Leistungsschub sollten allerdings die 128-Bit breiten Gleitkomma-/SSE-Einheiten bringen, da die für solche Operationen benötigte Rechenzeit halbiert werden konnte. |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
| |||||||
![]() |
![]() |
© copyright 1998-2009 by Dipl.-Ing. Michael Doering
www.Au-Ja.de / www.Au-Ja.org / www.Au-Ja.com / www.Au-Ja.net ist eine Veröffentlichung von Dipl.-Ing. Michael Doering.
Alle Marken oder Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Alle Inhalte spiegeln die subjektive Meinung der jeweiligen Autoren wieder und sind geistiges Eigentum der Autoren. Alle Angaben sind ohne Gewähr! Die Veröffentlichung aller Inhalte (auch auszugsweise) ist nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung erlaubt. Die Verwendung von kurzen Ausschnitten für Nachrichten-Ticker und Ähnliches ist hiervon ausdrücklich ausgenommen!
Haftungsausschluss: Wir distanzieren uns ausdrücklich von den Inhalten fremder Webseiten, die via Hyperlink von unserer Veröffentlichung aus verknüpft sind. Obwohl wir bei der Erstellung derartiger Verknüpfungen den Inhalt der fremden Webseiten auf seine Rechtskonformität hin prüfen, unterliegen sowohl die Inhalte von Internetveröffentlichungen als auch die Rechtsauffassung der Gerichte in Deutschland und Europa einer fortwährenden Veränderung und Überarbeitung. Obwohl wir viele dieser Verknüpfungen regelmäßig überprüfen, kann es dennoch zu einer Verknüpfung auf Inhalte kommen, die mit der deutschen oder europäischen Rechtssprechung in Widerspruch stehen. Bitte weisen sie uns auf eine solche Verknüpfung hin, wir werden sie dann umgehend entfernen [Kontakt]. Für den Inhalt verknüpfter Seiten sind alleine deren jeweilige Betreiber verantwortlich, wir haben keinerlei Einfluß auf diese Inhalte! Bitte lesen sie hierzu auch unser Impressum! |