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Preview: Intel 975X Chipsatz und Pentium 4 672, 662 mit Intel Virtualization Technology - 2/2
14.11.2005 by doelf
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Doch Intel stellt heute nicht nur den 975X Chipsatz vor, sondern führt auch die Intel Virtualization Technology, vormals als Vanderpool VT bekannt, auf dem Desktop-Markt ein. Intel ist damit der weltweit erste Hersteller, der eine solche Technologie auf den Desktop-Markt bringt, AMDs Pacifica wird erst für das zweite Quartal 2006 erwartet. Die Virtualisierung der CPU erlaubt es, auf einem PC gleichzeitig mehrere Betriebssysteme unabhängig und abgeschottet voneinander zu betreiben. Jedes Betriebssystem arbeitet innerhalb seiner eigenen Partition (bzw. Container).

So kann beispielsweise ein Container zum Surfen im Internet genutzt werden, während ein zweiter der Bearbeitung wichtiger Daten vorbehalten bleibt und keinerlei Internetzugriff erlaubt. Im Geschäftsbereich kann ein Container für kritische Sicherheitsprogramme und Management-Dienste genutzt werden, während der Angestellte davon abgekoppelt ungestört arbeiten kann und dabei keinerlei Zugriff auf den ersten Container hat. Denkbar wäre auch der Einsatz von Spam-Filtern, Virenschutz- und Firewall-Programmen, welche Netzwerkdaten filtern, bevor sie an den Arbeits-Container weitergereicht werden.

Die ersten Desktop-Prozessoren, welche die Intel Virtualization Technology beherrschen, sind die Pentium 4 Prozessoren 672 und 662. Beide Prozessoren werden im 90 nm Prozess gefertigt, verfügen über 2 MB Level 2 Cache, 800 MHz Frontsidebus, HyperThreading und EM64T. Der Intel Pentium 4 672 taktet mit 3,8 GHz, das Modell 662 mit 3,6 GHz. Die Preise liegen bei einer Abnahme von 1000 Einheiten bei 401 bzw. 605 US-Dollar. Erste Komplettsysteme mit diesen CPUs sind ab sofort von Acer, Founder, Lenovo und TongFang erhältlich.

Für den Serverbereich hatte Intel bereits am 1.11. die Dual-Core Xeon Prozessoren der 7000er Serie (vormals als "Paxville MP" bekannt) vorgestellt, welche ebenfalls die Intel Virtualization Technology bieten. Diese CPUs sind mit Taktraten von bis zu 3,0 GHz erhältlich. 2006 sollen dann Dual-Core CPUs für den Geschäftsbereich (Plattform-Codename "Averill") und Mobil-CPUs der Pentium M Reihe mit Intels Virtualization Technology ausgestattet werden. Mitte 2006 wird diese Technologie dann auch die Itanium-Plattform erreichen.

Fazit
Der 975X Chipsatz unterscheidet sich kaum von seinem Vorgänger 955X. Die wesentliche Neuerung ist die Möglichkeit, zwei PCI-Express Grafikkarten mit jeweils 8 PCI-Express Lanes zu betreiben. Dies verspricht eine bessere Leistung als die Kückenlösung mit einem PCI-Express x16 und einem PCI-Express x4 Steckplatz, wie sie einige Mainboard-Hersteller mit dem 955X und 945P verwirklicht haben. Ob Mainboards mit 975X Chipsatz jedoch auch offiziell CrossFire und/oder SLI unterstützen werden, ist am heutigen Tage noch völlig unklar.

Wichtiger erscheint uns heute Intels Virtualisierungs Technologie. In Bezug auf Stabilität und Sicherheit eröffnen sich hier völlig neue Möglichkeiten, die sich vor allem an Geschäftskunden richten. Zwar kann auch der Privatnutzer von dieser Technik profitieren, doch hier entscheiden meist Preis und Leistung und nicht Sicherheit und Stabilität. Dennoch: Wir sind uns sicher, daß die Virtualisierung der Computerplattformen in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen wird.

1. Intel 975X Chipsatz
2. Intel Pentium 4 672, 662 und Fazit

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