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Festplatten und Flashdrives im 2,5-Zoll Format - 4/11
07.06.2006 by doelf
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Praxisbetrieb
Kaum hatten wir die Super Talent FLHIDE-8G Flashplatte in unser Notebook eingebaut, gab es das erste Aha-Erlebnis: Das Gerät arbeitete auf einmal völlig lautlos! Nicht nur die Festplattengeräusche waren verschwunden, auch der CPU-Lüfter verzichtete darauf anzuspringen. Wir gingen ins BIOS und fanden die FLHIDE-8G als primären Master mit 8 Gigabyte vor. Wunderbar. Noch immer arbeitete das Notebook völlig lautlos. Nun starteten wir die Windows Installation von CD und nachdem Windows die Daten auf die Flashfestplatte kopiert hatte, startete es den PC neu. Und abermals sahen wir die Installation. Wir entfernten die Installations-CD und starteten das System erneut, es wurde aber kein Datenträger gefunden, von dem gestartet werden konnte. Wir warfen einen Blick ins BIOS, hier wurde die FLHIDE-8G weiterhin richtig erkannt. Abermals starteten wir die Installtion von CD, doch diesmal formatierten wir die Festplatte neu und nun gelang der Neustart.
Während der Windows-Installation lief das Notebook deutlich kühler als üblich, die Installation zog sich allerdings arg in die Länge und dauerte am Ende mehr als dreimal so lange wie auf den 80 GByte Festplatten von Samsung und Western Digital. Grund hierfür sind die zahlreichen Schreibzugriffe, die beim Kopieren der kleinen Dateien auftreten - bei Flash-Speicher wird nämlich immer Blockweise gelöscht. Doch warum reden wir immer vom Löschen, wo wir doch schreiben wollen? Hierzu müssen wir zunächst die Funktionsweise von Flashspeicher genauer betrachten.
Zugriffe auf Flashspeicher
Die Daten können zwar byte- oder wordweise in den Flashspeicher geschrieben werden, allerdings nur in zuvor gelöschte Blöcke. Wurde die Schreiboperation beendet, können die einzelnen Bytes des Blockes nicht mehr verändert werden, hierzu muß zunächst der komplette Block gelöscht und wieder neu geschrieben werden. Dies bremst nicht nur unsere Windows-Installation deutlich aus, auch die Lebensdauer der Chips leidet darunter, wenn der selbe Block mehrmals gelöscht und neu programmiert wird. Auslagerungsdateien, Virenscanner aber auch die Art des verwendeten Dateisystems entscheiden über die Lebensdauer eine Flashfestplatte. Man sollte hier grundsätzlich zu FAT/FAT32 greifen und auf NTFS verzichten, da die erweiterten Sicherheitsfunktionen von NTFS zu mehr Schreibvorgängen führen.
Temperaturen
Da die Super Talent FLHIDE-8G so gut wie keine Wärme abgibt, verfügt die Flashfestplatte auch über keinen Wärmesensor. Bei unserer Messung mußten wir daher mit einem Wärmefühler arbeiten, der uns das zu erwartende Ergebnis zeigte: Die Umgebungstemperatur im Inneren des Gehäuses heizt die Flashfestplatte minimal auf, dennoch fehlt eine entscheidende Wärmequelle im Notebook und das Gerät arbeitet deutlich kühler. Auf den Temperatursensor der CPU wirkt sich das nicht aus, da höhere CPU-Temperaturen durch höhere Drehzahlen des CPU-Lüfters kompensiert werden.
Die Festplatten mit 5400 U/min brauchen etwas mehr Strom als das Modell von Hitachi mit 4200 U/min, hierdurch sinkt die Akkulaufzeit und der CPU-Lüfter dreht öfter hoch.
Stromverbrauch
Angesichts des geringen Stromverbrauches der Notebookfestplatten, sind hier nur minimale Unterschiede festzustellen. Bei dauerhaften Lesezugriffen (Video-Wiedergabe) ergaben sich im Durchschnitt 3 bis 4 Watt Vorteil für die Flashfestplatte, im IDLE-Betrieb waren keine Unterschiede zu erkennen. Die Festplatten erreichten - abgesehen von Messtoleranzen im Bereich von weniger als einem Watt - identische Verbrauchswerte.
Wenn die Festplatten nur lediglich 2,1 bis 2,5 Watt im Lesebertieb verbrauchen, wie kommt es dann zu Abweichungen von 3 bis 4 Watt? Die Festplatten sind schneller und arbeiten im ATA100 Betrieb, daraus resultiert eine höhere CPU-Last. Zudem dreht der Lüfter des Notebooks mit höheren Drehzahlen, da die Festplatten das Gehäuse deutlich aufheizen. In der Summe macht dies 3 bis 4 Watt aus, was gut 10 Prozent der Leistungsaufnahme unseres Notebooks bei dauerhaften Lesezugriffen auf den Datenträger darstellt.
Die logische Folgefrage wäre nun, wie sich dieser Minderverbrauch auf die Akkulaufzeit auswirkt. Von einem solchen Test haben wir abgesehen, da unser Akku täglich beansprucht wird und bereits drei Jahre auf dem Buckel hat. Die Ergebnisse, welche wir aus einem solchen Test gewonnen hätten, wären alles andere als repräsentativ.
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