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Vier 3,5-Zoll HDD-Gehäuse für USB 2.0, eSATA und NDAS (LAN) - 9/17
Silverstone MS01: Einbau und Software Danach steckt man den Molex-Stecker und das Datenkabel auf die Festplatte, schraubt diese mit sechs Schrauben (vier reichen eigentlich auch, aber Silverstone ist großzügig) am Tray fest und schiebt dieses zurück in das Gehäuse. Nun wird die Vorderseite wieder festgeschraubt und der Inbetriebnahme steht nichts mehr im Wege. Beim Einstecken der Kabel entdecken wir den ersten Schwachpunkt der Konstruktion: Da die Buchsen nicht mit der Rückseite des Gehäuses verbunden sind, sind sie etwas wackeliger als bei den anderen Kandidaten. Die beiden LEDs machen eine hübsche Lightshow, sind aber - insbesondere die blaue - ein wenig zu hell. Auf der CD finden sich Treiber für Windows 98, 98SE sowie Mac OS. Beim Einlegen startet die Installation der Software automatisch und ohne Auswahlmenu. Man kann das Setup zwar beenden, bevor etwas auf dem PC installiert wurde, doch das Setup gibt leider keine Auskunft darüber, was es eigentlich installieren will. Es handelt sich um zwei ominöse Programme namens "USB Button" sowie "BackupKingX". Letzteres ist die Backup-Software, welche wir uns gleich näher ansehen möchten, doch zunächst benötigt BackupKingX noch Microsofts .Net - und zwar .Net 1.x, nicht etwa .Net 2.x! Wohl oder übel spielten wir das gewünschte .Net Paket auf. BackupKingX unterstützt leider nur die englische Sprache und das graphisch überfrachtete Interface reagiert etwas träge. Im Vergleich zu Backup4all wirkt BackupKingX umständlicher. Abermals richten wir unser Backup ein, die Optionen sind nicht ganz so umfangreich wie bei Backup4all, dennoch wird ein breites Spektrum an Einstellungen geboten. Als wir dann den Testlauf starteten, scheiterte das Programm an geschützten Dateien. Zunächst meldete Windows eine Zugriffsverletzung, danach meckerte BackupKingX, da es die nicht kopierte Datei nicht finden konnte. Für jede geschützte Datei waren zwei Bestätigungen nötig - viel zu umständlich! Solche Meldungen gehören in eine Log-Datei und sollten am Ende des Backups aufgelistet werden. Doch es gab noch mehr Probleme: Zwei unserer Testrechner verwenden Intels i915 Chipsatz (915P sowie 915G). Auf diesen Maschinen wurde die Festplatte im Silverstone MS01 nur dann erkannt, wenn der Rechner zunächst gebootet wurde, danach die ausgeschaltete Festplatte am USB-Port angeschlossen und erst danach eingeschaltet wurde. Hing die Festplatte schon beim Bootvorgang am USB-Port, sahen wir lediglich ein nicht funktionierendes USB-Massenspeichergerät. An einem PC mit NVIDIAs nForce4 Ultra und einem weiteren mit nForce 6150 gab es solche Probleme hingegen nicht. Und es kommt noch schlimmer: Nachdem wir die Software wieder entfernt hatten, starteten die beiden i915P Rechner nicht mehr. "STOP: 0x0000007B INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE" lasen wir auf dem Bluescreen und trauten unseren Augen nicht: Wir spielten ein ganz frisches Windows XP mit SP2 auf und installierten die Silverstone Software. Danach booteten wir den PC neu und entfernten die Software wieder. Das Resultat: Wieder ein Bluescreen. Nähere Untersuchungen zeigten, daß die Treiber USBButton.sys und USBSync.sys sowie die Bibliothek USBButton.dll zwar aus dem Verzeichnis "windows\system32\driver" entfernt wurden, aber weiterhin in den LowerFilters eingebunden blieben. Um einen betroffenen PC wiederzubeleben muß man folglich dessen Festplatte an einen anderen PC anschließen und die Dateien USBButton.dll, USBButton.sys und USBSync.sys von der Treiber-CD in das Verzeichnis "windows\system32\driver" kopieren, dann startet die Maschine wieder. Wir haben Silverstone am 25. Mai kontaktiert und Silverstone Deutschland konnte den Fehler kurze Zeit später bestätigen. Der Hersteller der Software wurde informiert und arbeitet derzeit an einer Fehlerberichtigung. Da der Fehler allerdings nur im Zusammenspiel mit deutschsprachigen Windows-Systemen auftritt, blieb eine neue Version der Software bisher aus. Nach zwei Monaten Wartezeit müssen wir unseren Test allerdings abschließen, da ja auch andere Hersteller in diesem Vergleich antreten. Sobald es neue Informationen oder ein Software-Update gibt, werden wir das an dieser Stelle bekannt geben.
UPDATE 04.08.2006: Kleiner Schönheitsfehler am Rande: Der Fix von Silverstone beläßt die Treiber USBButton.sys und USBSync.sys sowie die Bibliothek USBButton.dll einfach auf dem PC, um den Bluescreen zu umgehen. Das Silverstone MS01 bietet eine hochwertige Verarbeitung und eine bessere Kühlung der Festplatte als die beiden Modelle von Revoltec, die Software ist allerdings mangelhaft und führt zu einer Abwertung des Produktes.
1. Einleitung und Übersicht |
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