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A.C.Ryan Tanky passiver HDD-Kühler im Test - 2/4
15.08.2005 by doelf
Der komplette Artikel als Druckversion

Konstruktion und Kompatibilität
Das Konzept des XTOR Tanky ist recht simpel: Man nehme einen massigen Block Aluminium und fertige daraus einen 5 1/4-Zoll Einbaurahmen mit Kühlrippen an der Front und dem Deckel.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Dann schleife man die Unterseite des Deckel möglichst glatt, bestreiche die Oberseite der Festplatte mit Wärmeleitpaste und bringe diese in Kontakt mit der glatten Unterseite des XTOR Tanky. Festplatte verschrauben, XTOR Tanky einbauen: fertig.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Allerdings gibt es hier ein paar Feinheiten zu beachten: Nicht jede Festplatte hat eine glatte Oberfläche. Ein vollständiger Kontakt ist bei keiner Festplatte möglich, dennoch eignen sich einige Festplatten besser und andere schlechter für die Wärmeabführung über ihre Oberseite. Zudem kleben dort Herstelleraufkleber, die man aus Garantiegründen nicht entfernen darf. Die glatte Kontaktfläche des XTOR Tanky in Ehren, aber diese Aufkleber sind ziemliche Wärmedämmer und die Wärmeübertragung kann daher nicht optimal funktionieren.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wir haben einige Festplatten mit dem Tanky ausprobiert - Wärmepaste wird reichlich mitgeliefert - und kommen dabei zu folgenden Resultaten:

  • IBM IC35L040A - 40GB PATA: Ungeeignet!
    Die Festplatte hat zwar eine glatte Oberfläche und nur einen kleinen Aufkleber, auf der Oberseite befindet sich allerdings auch ein kleines Loch, welches nicht verdeckt und nicht mit Wärmeleitpaste zugeschmiert werden darf.

  • Maxtor DiamondMax Plus8 6Y040LO - 40GB PATA: Bedingt geeignet.
    Recht unebene Oberfläche, der Kontaktbereich ist leider komplett überklebt.

  • Maxtor DiamondMax Plus9 6Y120MO - 120GB PATA: Geeignet.
    Die Oberfläche ist recht glatt, aber von einem Aufkleber komplett bedeckt.

  • Maxtor DiamondMax 10 6L250S0: Geeignet.
    Die Oberfläche ist recht glatt, aber von einem Aufkleber komplett bedeckt.

  • Samsung SP1614C - 160 GB SATA: Ungeeignet!
    Der Rahmen der Festplatte steht über die Oberfläche hinaus, hier muß zuviel Wärmeleitpaste aufgetragen werden, um die Lücke zuzuschmieren, so daß die Wärmeübertragung nicht effektiv funktioniert.

  • Seagate Barracuda 7200.7 3160023AS - 160 GB SATA: Geeignet.
    Die glatte Oberfläche wird teilweise von einem Aufkleber überdeckt.

  • Seagate Barracuda 7200.8 ST3250823AS: Geeignet.
    Die glatte Oberfläche wird teilweise von einem Aufkleber überdeckt.

Der XTOR Tanky nutzt natürliche Konvektion sowie den Luftanzug des Netzteiles. Wenn sich die Kühlrippen auf der Oberseite erwärmen, steigt die warme Luft auf und kühle Luft strömt von der Gehäusefront durch drei Lochreihen in der Vorderseite des XTOR Tanky nach. Die oberste dieser Lochreihen wurde entsprechend zu den Kühlrippen angeordnet, so daß die Zuluft von der Front durch die Rippen zum Netzteil geführt wird. Hat das Gehäuse eine Tür auf der Vorderseite, ver- oder behindert diese im geschlossenen Zustand natürlich die Luftzufuhr.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die Verarbeitung des XTOR Tanky kann sich sehen lassen, einzig die Lackierung auf der Rückseite war nicht ganz gelungen. Eine Chance zur besseren Kühlung vergibt A.C.Ryan unserer Meinung nach, da seitlich nur an den Schrauben Kontakt hergestellt wird. Dabei könnte man über die metallenen Seiten der Festplatte die Wärme sehr effektiv abführen. Zudem werden die Chips, welche sich auf der Unterseite der Festplatte befinden, nur indirekt gekühlt (da sich die Festplatte nicht so stark erwärmt).

Weiter: 3. Temperaturmessungen

1. Einleitung und Eckdaten
2. Konstruktion und Kompatibilität
3. Temperaturmessungen
4. Fazit

Service:
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