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A.C.Ryan Tanky passiver HDD-Kühler im Test - 1/4
15.08.2005 by doelf
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Als uns der Modding-Spezialist A.C.Ryan im Juni kontaktierte, einigten wir uns schnell, statt reiner Modding-Utensilien lieber Komponenten für die Kühlung zu testen. Den Anfang machten unlängst die A.C.Ryan Blackfire4 UV LEDFans mit 80, 92 und 120 mm, heute folgt mit dem "XTOR Tanky" ein weiteres Produkt aus dem Hause A.C.Ryan.


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Bei dem XTOR Tanky handelt es sich um einen passiven Kühler für 3,5-Zoll Festplatten, welcher im 5 1/4-Einschub des Gehäuses eingebaut wird. Hier die Eckdaten:


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Moderne Festplatten bieten nicht nur viel Speicherplatz, durch ihre hohen Drehzahlen von 7.200 bis 10.000 U/min geben sie auch viel Wärme ab. Das ist an sich nichts Neues - im professionellen Umfeld wurden SCSI-Festplatten schon immer gekühlt - doch im heimatlichen Rechner kamen Laufwerke mit 5400 U/min auch lange Zeit noch ohne zusätzliche Kühlung aus. Die Gehäusehersteller sind sich der Problematik bewußt und planen die Montage von Lüftern vor den Festplatten ein, doch wenn diese nicht mitgeliefert werden oder zu laut sind, bleiben sie oft ungenutzt.


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Da moderne Computer aufgrund der gestiegenen Leistungsaufnahme ein Lüftungskonzept vorraussetzen, stellt es zumeist kein Problem da, die Festplatten hinter dem Lüfter anzuordnen, welcher an der Gehäusefront Frischluft anzieht. Wer jedoch ein Silent-System mit extrem niedriger Abwärme konzipiert, eine weitere Festplatte in den schlecht gelüfteten 5 1/4 Zoll Schächten unterbringen will oder aber mit einer Wasserkühlung arbeitet, für die Festplatte jedoch auf den Einsatz von Wasser verzichten möchte, kommt als potentieller Kunde für den XTOR Tanky in Frage.

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A.C.Ryan Tanky passiver HDD-Kühler im Test - 2/4
15.08.2005 by doelf
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Konstruktion und Kompatibilität
Das Konzept des XTOR Tanky ist recht simpel: Man nehme einen massigen Block Aluminium und fertige daraus einen 5 1/4-Zoll Einbaurahmen mit Kühlrippen an der Front und dem Deckel.


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Dann schleife man die Unterseite des Deckel möglichst glatt, bestreiche die Oberseite der Festplatte mit Wärmeleitpaste und bringe diese in Kontakt mit der glatten Unterseite des XTOR Tanky. Festplatte verschrauben, XTOR Tanky einbauen: fertig.


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Allerdings gibt es hier ein paar Feinheiten zu beachten: Nicht jede Festplatte hat eine glatte Oberfläche. Ein vollständiger Kontakt ist bei keiner Festplatte möglich, dennoch eignen sich einige Festplatten besser und andere schlechter für die Wärmeabführung über ihre Oberseite. Zudem kleben dort Herstelleraufkleber, die man aus Garantiegründen nicht entfernen darf. Die glatte Kontaktfläche des XTOR Tanky in Ehren, aber diese Aufkleber sind ziemliche Wärmedämmer und die Wärmeübertragung kann daher nicht optimal funktionieren.


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Wir haben einige Festplatten mit dem Tanky ausprobiert - Wärmepaste wird reichlich mitgeliefert - und kommen dabei zu folgenden Resultaten:

Der XTOR Tanky nutzt natürliche Konvektion sowie den Luftanzug des Netzteiles. Wenn sich die Kühlrippen auf der Oberseite erwärmen, steigt die warme Luft auf und kühle Luft strömt von der Gehäusefront durch drei Lochreihen in der Vorderseite des XTOR Tanky nach. Die oberste dieser Lochreihen wurde entsprechend zu den Kühlrippen angeordnet, so daß die Zuluft von der Front durch die Rippen zum Netzteil geführt wird. Hat das Gehäuse eine Tür auf der Vorderseite, ver- oder behindert diese im geschlossenen Zustand natürlich die Luftzufuhr.


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Die Verarbeitung des XTOR Tanky kann sich sehen lassen, einzig die Lackierung auf der Rückseite war nicht ganz gelungen. Eine Chance zur besseren Kühlung vergibt A.C.Ryan unserer Meinung nach, da seitlich nur an den Schrauben Kontakt hergestellt wird. Dabei könnte man über die metallenen Seiten der Festplatte die Wärme sehr effektiv abführen. Zudem werden die Chips, welche sich auf der Unterseite der Festplatte befinden, nur indirekt gekühlt (da sich die Festplatte nicht so stark erwärmt).

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A.C.Ryan Tanky passiver HDD-Kühler im Test - 3/4
15.08.2005 by doelf
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Temperaturmessungen
Betrachten wir nun in der Praxis, was der XTOR Tanky leisten kann. Für unseren Test verwenden wir eine Maxtor DiamondMax 10 6L250S0, eine moderne 250 GByte SATA Festplatte mit 16 MByte Cache. Wir betreiben diese Festplatte:

Temperaturen: 60 min IDLE, Raum (niedriger ist besser)
120mm Lüfter
intern
34°C
23°C

XTOR Tanky
extern
35°C
23°C

XTOR Tanky
intern
35°C
23°C

ungekühlt
extern
41°C
23°C

Im IDLE-Betrieb sehen wir einen Unterschied von immerhin 7°C zwischen dem ungekühlten Betrieb und dem Einsatz im Festplattenschacht des Gehäuses mit 120 mm Lüfter im Silent-Betrieb. Aber auch mit dem XTOR Tanky wird die Festplatte nur 1°C wärmer.

Temperaturen: 60 min Zugriffe, Raum (niedriger ist besser)
120mm Lüfter
intern
38°C
23°C

XTOR Tanky
extern
40°C
23°C

XTOR Tanky
intern
41°C
23°C

ungekühlt
extern
49°C
23°C

Die Maxtor DiamondMax 10 6L250S0 ist nicht mehr so ein Heizer wie ihre Vorgänger, auch ungekühlt bleibt die Temperatur der Festplatte knapp unter 50°C. Zwischen der Kühlung mit Lüfter und dem Einsatz mit XTOR Tanky liegen nur 2° bzw. 3°C, die passive Kühlung arbeitet also recht effektiv. Daß die Temperatur im Gehäuse höher ist, liegt u.a. an der höheren Temperatur im Inneren des Gehäuses und der geringen Umdrehungszahl des Netzteillüfters. Dieser Wert ist auch nicht sonderlich repräsentativ, sondern sollte als ein Fallbeispiel betrachtet werden.

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A.C.Ryan Tanky passiver HDD-Kühler im Test - 4/4
15.08.2005 by doelf
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Fazit
Mit dem XTOR Tanky liefert A.C.Ryan ein solides Produkt, welches allerdings nicht universell eingesetzt werden kann. Nicht jede Festplatte ist für den Einsatz mit diesem passiven Kühler geeignet, zudem hängt die Wirksamkeit des Kühlers stark vom jeweiligen Gehäuse und Netzteil ab. Die besten Ergebnisse kann man mit einem Netzteil erzielen, welches Luft aus Richtung der Gehäusefront anzieht. Zudem sollte das Gehäuse keine Fronttüre haben, da diese im geschlossenen Zustand die Zuluft versperrt.

Im Praxistest kann die Kühlleistung überzeugen, der Einbau ist unproblematisch und die Verarbeitung gut. Weitere Funktionen, wie z.B. Schalldämmung oder Vibrationsentkopplung, bietet der XTOR Tanky nicht - hier müßte man zum Modell Xtor Xsilencer greifen, welches allerdings auch deutlich teurer ist: 59,90 €.

Die Verwendung von Wärmeleitpaste ist bei gutem Kontakt zwar überlegen, bei unebener Oberfläche ist ein großflächiges, wiederverwendbares Pad jedoch sinnvoller. Leider wurde die Chance vertan, die beiden Seiten der Festplatte für die Wärmeübertragung zu nutzen.

Der A.C.Ryan XTOR Tanky ist nicht billig, dennoch fällt der Preis im Vergleich zu anderen Lösungen dieser Art noch recht fair aus: 29,90 €

.


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Unser Dank gilt A.C.Ryan für die Teststellung des A.C.Ryan XTOR Tanky.

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