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GeForce 4 Ti Roundup Juni 2002 - 9/13
01.09.2002 by holger und staedler
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Albatron Ti4200P 128MB
Die nächste Karte unserer Testreihe ist die Albatron GeForce 4. Wie in der Produktbezeichnung schon zu erkennen ist, arbeitet die Karte mit der GeForce4 Ti 4200 GPU von nVidia. Die Karte ist mit 128 MB DDR RAM ausgestattet, wird zurzeit für ca. 150 Euro verkauft und ist im Moment eine der günstigsten Karten mit der TI4200 GPU auf dem Markt. Der Hersteller „Albatron“ ist in Europa noch recht unbekannt und möchte auch hier Fuß fassen. Ob dieser neue Grafikkartenhersteller das Zeug hat, der sehr starken, etablierten Konkurrenz (ASUS, MSI, Gainward usw.) Paroli zu bieten, muss sie in dem nachfolgenden Test beweisen.


Die Ausstattung ist nicht schlecht

Der Lieferumfang:

  • Motocross Mania (Spiel)
  • Serious Sam (Spiel)
  • Ein englisches Handbuch
  • Adapter (S-VHS/Composite)
  • Ein Composite Kabel
  • Intervideo WinDVD
  • Utility CD
Man sieht, dass man trotz des günstigen Kaufpreises ein gutes Ausstattungspaket schnüren kann. Rätsel gab der beigelegte und insgesamt nur 10 cm lange Adapter auf, der das S-VHS-Signal der Grafikkarte auf ein qualitativ schlechteres Composite-Signal wandelt, das von einem 1,80 m langen Composite-Kabel zum Fernseher gelangt – ein zwei Meter langes S-VHS-Kabel wäre uns lieber gewesen. Das englische Handbuch ist dünn, aber von guter Qualität.

Und nun zum Layout der Albatron:
Die blaue Karte (mal sehen, ob blau glücklich macht ;-) lag uns in der Revision 1.0 vor, man muss schon genau hinsehen, um den winzigen Aufdruck neben dem Kühler zu finden. Das silberne Kühlorgan der Karte ist mit einem transparenten Lüfter bestückt - kommt euch die Konstruktion nicht bekannt vor? Richtig, auf der kleinen ASUS findet man den gleichen Kühler in goldener Farbgebung. Warum im Zentrum des Lüfters ein schwarzer Punkt prangte und nicht das Firmen-Embleme, können wir uns nicht erklären – auf der ASUS sah das jedenfalls besser aus. Eine Drehzahlüberwachung des Lüfters ist leider nicht möglich, da er nur über einen 2-Pin Anschluss verfügt. Von der Lautstärke des Lüfters gibt es nichts Negatives zu berichten: Der Propeller hält sich vornehm zurück, daher kann die Albatron durchaus in einem Silent-PC eingesetzt werden.


Die Karte von oben...


...und von unten

Die Karte ist mit 128MB DDR RAM von Samsung bestückt. Die acht in TSOP-Ausführung (Thin Small Outline Package) hergestellten Speicherbausteine sind mit einer Zugriffszeit von 4,0 ns spezifiziert. Eine passive Speicherkühlung sucht man hier vergebens, diese ist angesichts der von nVidia vorgegebenen Speichertaktung von 222 MHz auch nicht nötig – wenn überhaupt, dann erscheint eine passive Kühlung bei Overclockingprojekten vertretbar. Die Qualität der Platine ist sehr gut, die Bauteile sind sauber verarbeitet, die Lötpunkte sind gleichmäßig verzinnt. Die Leiterbahnen sind im Gegensatz zu denen qualitativ hochwertiger Ti4600/4400-Karten nicht vergoldet, was aber bei den kurzen Signalwegen über das kleine Kärtchen keinen Nachteil darstellt. Positiv überrascht waren wir über die gekapselten und vergossenen Spulen, wodurch Schwingungen erst gar nicht entstehen können – eine solch hochwertige Ausführung sucht man bei der von uns getesteten Konkurrenz vergeblich.

Video In-Funktionen sind nicht vorhanden, der verbaute CONEXANT CX25871-14 ist nur für die TV-Widergabe zuständig und trägt daher zu Recht die Bezeichnung „VIDEO Encoder“. Die technischen Daten des Chips lesen sich auf dem Papier gut, da eine Auflösung von immerhin 1024*768 bei 60 Hz auf dem Fernseher möglich ist. Zunächst muss der User allerdings eine kleine Hürde überwinden, da das blaue Kärtchen nicht auf den PAL-Standard eingestellt wurde – man sollte sich daher nicht wundern, dass der Fernseher nur ein Schwarz-Weiß-Bild liefert. Die entsprechende Option findet ihr im Treiber unter den „erweiterten Einstellungen, nView“, dort muss der zweite Bildschirm ausgewählt werden, um dessen Einstellungen bearbeiten zu können. Die Darstellungsqualität des CONEXANT konnte indessen nicht überzeugen. Das ausgegebene Bild trägt einen schwarzen Trauerrand – das können die Karten mit Philips-Chip wesentlich besser. Abhilfe schaffen hier Freeware-Tools wie zum Beispiel TV-Tool. Zudem macht die matschige Ausgabequalität keinen Spaß: Kleine Schriften waren kaum zu entziffern.


Im Detail...

Dem steht die ausgesprochen gute Qualität am CRT gegenüber, die selbst bei hohen Auflösungen (ab 1280*1024 bei 100 Hz) voll und ganz überzeugen konnte. Bei diversen Spielen liefert die Karte ein schönes Bild mit kräftigen Farben.

Am Slotblech sind 3 Anschlüsse herausgeführt: DVI-I, 9-Pin-VGA und S-VHS-Out. Einen VGA-Adapter, mit dem der Anwender zwei CRT’s betreiben könnte, wurde nicht beigelegt. Das gleichzeitige Arbeiten mit zwei DVI-Flachbildschirmen ist ebenfalls nicht möglich, da nur ein Konverterchip von Silicon Image aufgelötet wurde.

Kommen wir nun zum größten Minuspunkt, dem Support. Ein deutschsprachiges Service-Center befindet sich erst im Aufbau (wahrscheinlich in den Niederlanden;-) Support erhält der User über die Site www.albatron.nl, leider handelt es sich lediglich um eine englischsprachige Kopie der internationalen Site www.albatron.com.tw – wohl aus diesem Grund existieren momentan eine Reihe von toten Links, hoffen wir auf Besserung.

Schauen wir uns noch die Karte im Alltagsbetrieb an:
Aufgrund der kurzen Bauform der Karte sollte es auch in engen Gehäusen keine Einbauprobleme geben. Sogar mein EPoX 8K3A+ freundete sich gerne mit der Albatron an, es waren alle drei RAM-Bänke zugänglich, ohne die Grafikkarte ausbauen zu müssen.

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