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Asrock 939Dual-SATA2 Rev. 1.04 im Test - 6/12
08.09.2005 by doelf; UPDATE: 11.09.2005
Der komplette Artikel als Druckversion

Asrock 939Dual-SATA2: Resourcen, Stabilität und Auffälligkeiten
Wir bestücken das Asrock 939Dual-SATA2 und betrachten die IRQ-Vergabe:

IRQ Gerät
16 AGP
17 LAN
18 Audio
20 USB / PCI #1
21 USB / PCI #2
22 USB / PCI #3
23 USB
25 PEG
29 PCI zu PCI Brücke
34 PCI zu PCI Brücke
39 PCI zu PCI Brücke

IRQs über IRQs! Was auf dicken Serverboards recht ist, ist bei Asrock billig: Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt.

Cool'n'Quiet
In Zeiten steigender Strompreise ist Cool'n'Quiet ein sehr sinnvolles Feature, welches viele Kunden von der AMD Plattform überzeugen konnte. Wir installierten den AMD Athlon 64 Processor Driver 1.2.2.2 und stellten in der Systemsteuerung von Windows XP unter "Energieoptionen" das Profil "Tragbar/Laptop" ein. Cool'n'Quiet funktionierte auf Anhieb und taktete die CPU auf 1000 MHz (5 x 200 MHz) herunter:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die Spannung wird bei unserer Test-CPU mit Winchester-Kern allerdings statt auf 1,10 Volt nur auf 1,30 Volt verringert. Wenn man Cool'n'Quiet im BIOS deaktiviert, lassen sich allerdings auch niedrigere Spannungen einstellen. Ob die 1,30 Volt-Schwelle eine Vorsichtsmaßnahme von Asrock oder lediglich ein BIOS-Fehler ist, können wir derzeit nicht beantworten. Der Mehrverbrauch ist jedenfalls gering und wird - abhängig vom Netzteil - zwei Watt wohl kaum überschreiten.

Speicherkompatibilität
Der Speichercontroller des AMD Athlon 64 erlaubt derzeit den Einsatz von vier doppelseitigen Speicherriegeln nur im DDR333-Betrieb. Sollte dies mit DDR400 gelingen, wie bei unserem Test des Asus A8V-E Deluxe, so liegt das irgendwo zwischen Glücksfall und Zufall. Das Mainboard sollte beim Einsatz von vier doppelseitigen DDR400 Riegeln bei automatischer Erkennung somit auf DDR333 zurückschalten.
Werden nur zwei Speicherriegel eingesetzt, so sollte das Mainboard die 1T Command Rate aktivieren, um den Speicherdurchsatz zu verbessern. Werden vier Speicherriegel verwendet, von denen zumindest ein Paar nur einseitig bestückt ist, so sollte das Mainboard DDR400 sowie die 2T Command Rate wählen.
Soviel zur grauen Theorie, schauen wir mal, was das Asrock 939Dual-SATA2 so macht:

  • 2x Single Sided: DDR400 2T - falsch, 1T wäre richtig
  • 2x Double Sided: DDR333 2T - falsch, DDR400 1T wäre richtig
  • 4x Single Sided: DDR400 2T - richtig
  • 2x Double Sided + 2x Single Sided: DDR333 2T - falsch, DDR400 2T wäre richtig
  • 4x Double Sided: DDR333 2T - richtig

Sobald wir doppelseitige Speichermodule einsetzen, wählt das Mainboard DDR333 und verschenkt damit Leistung. Gleiches gilt für die 1T Command Rate, die nur manuell aktiviert werden kann. Asrock setzt auf maximale Stabilität und den problemlosen Betrieb, verschwendet dabei aber viel Performance, welche der unversierte Benutzer nicht unbedingt nachkonfigurieren kann. Wir stellen die erzkonservativen Einstellungen gemäß AMDs Spezifikationen um und machen uns an den Stabilitätstest.

24-Stunden-Volllasttest
Einen Tag lang quälen wir das Mainboard mit Dauerschleifen von Prime95 (Stresstest) und 3DMark2001SE durch jede einzelne Speicherkombination. Wenn alle Tests durchlaufen, ist schnell eine Woche ins Land gegangen. Folgende Speicher-Kombinationen kamen bei unserem Test zum Einsatz (es wurde jeweils die automatische Speichererkennung des Mainboards verwendet):

  • 2x Corsair DDR500@400 512 MB Double Sided, 1T: stabil
  • 2x TakeMS DDR400 512 MB Double Sided CL3, 1T: stabil
  • 2x TakeMS DDR400 256 MB Single Sided CL3, 1T: stabil
  • 2x TakeMS DDR400 512 MB Double Sided CL3 + 2x TakeMS DDR400 256 MB Single Sided CL3, 2T: stabil
  • 2x TakeMS DDR400@333 512 MB Double Sided CL3 + 2x Corsair DDR500@333 512 MB Double Sided, 2T: stabil

Asrock hätte sich die konservativen Speichertimings sparen können, denn das 939Dual-SATA2 läuft vorbildlich stabil!

Grafikkartenkompatibilität
Wir haben das Mainboard mit folgenden Grafikkarten getestet:

Unsere Asus V9950 Ultra lieferte zwar ein perfektes Bild im 2D-Betrieb, bei 3D-Anwendungen lief sie jedoch mit angezogener Handbremse. Dieses Problem hatten wir bereits mit dem Chaintech S1689 im Zusammenspiel mit einem AMD Athlon 64 X2 3800+ und älteren ULi-Treibern feststellen können. Während damals ein Treiber-Update auf die aktuelle Version 2.964 für Abhilfe sorgte, konnten wir auf dem Asrock 939Dual-SATA2 weder mit dem Treiber 2.0964, noch mit der Version 2.10 für diese Grafikkarte eine Lösung finden. Ein Gegentest auf dem Chaintech S1689 und Albatron K8Ultra-U Pro - beide mit ULi 1689 Chipsatz - zeigte, daß mit unserer Asus V9950 Ultra alles in Ordnung ist.

Die Kombination von AGP und PEG Grafikkarten erwies sich als unproblematisch, so konnten wir den ersten Bildschirm mit unserer Radeon 9800 Pro ansteuern und das Desktop auf den zweiten Bildschirm erweitern, der an der Radeon X700 Pro hing. Bei dem Versuch die GeForce 6600 GT mit der Radeon 9800 Pro zu kombinieren, scheiterten wir jedoch. Die ForceWare ließ sich zwar klaglos installieren, dann wurde jedoch nur ein Monitoranschluß bei der GeForce 6600 GT erkannt.

Weiter: 7. Setup, Audio, USB, IDE, Taktraten

1. Chipsatz und Lieferumfang
2. Das Layout #1
3. Das Layout #2
4. Das Layout #3
5. BIOS und Overclocking
6. Stabilität und Auffälligkeiten
7. Setup, Audio, USB, IDE, Taktraten
8. Benchmarks: CPU und Speicher
9. Benchmarks: 3D-Spiele
10. Benchmarks: 3D-Anwendungen
11. Benchmarks: Encoding
12. Fazit

Service:
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