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Review: ASUS P4C800 Deluxe mit Intel Canterwood - 1/19
18.05.2003 by holger
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Am 14. April 2003 begrüßten wir den Canterwood mit Beifallsstürmen. Die Performance des Gespanns aus Chipsatz und FSB800-CPU wusste zu gefallen, beim genaueren Betrachten entpuppte sich das technische Konzept der gesamten Plattform als wahrer Leckerbissen: Mit PAT stellt Intel eine Technologie vor, die die Speicheradressierung um satte zwei Takte verkürzt. Dies erreicht man durch ein verbessertes logisches Design (oft wird von einem „Bypass“ in Verbindung mit einem „Faster Path“ gesprochen), gleichzeitig kommt ausschließlich für den i875P das schnellste zur Verfügung stehende Silizium zum Einsatz.
Durch die gigantische Bandbreite von sage und schreibe 6.4GB/s, die dem Speicher als auch dem Prozessor synchron zur Verfügung steht, können Diskussionen um Engpässe in diesem Bereich getrost ad acta gelegt werden. Insbesondere der Entlastung des PCI-Busses ließ Intel besondere Sorgfalt angedeihen. In Verbindung mit CSA können Gigabit-Ethernet-Controller mit einer Bandbreite von 266MB/s direkt an den MCH angedockt werden, wodurch Traffic-Bursts ihren Schrecken völlig verlieren. Gleichzeitig steht mit der ICH5R ein integrierter Raid-Controller zur Verfügung, der nunmehr keinen Traffic über den PCI-Bus schicken muss. Gleichzeitig wollen wir an das bereitgestellte SATA-Interface erinnern, das zumindest theoretisch bis zu 150MB/s, im Raid-Verbund sogar 300MB/s, bereitstellt.
Herrlich, dieser Innovations-Cocktail zeigt richtige und wichtige Ansätze, wie mit vertretbarem Mehraufwand Engpässe aufgelöst werden können.
In diesem Test lassen wir das Asus P4C800 gegen das Intel Referenzboard 875PBZ antreten und werden analysieren, was von Intels innovativem Gesamtkonzept übrig geblieben ist.
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Das Asus P4C800 Deluxe im Detail
Das Mainboard lag uns in der frühen Revision 1.03 vor.
| Asus P4C800 Deluxe | |
| DDR-RAM | 4 (Dual-Channel A, B) |
| AGP, PCI, ISA, ACR | 1 (4x), 5 x PCI 32 Bit/33 MHz |
| COM, LPT, USB 2.0 | 1, 1, 4 |
| IEEE 1394 | VIA 6307 1 Anschluss über Back Panel |
| ICH5: UDMA100/SATA Promise PDC20378: PATA/SATA |
2 / 2 1 / 2 |
| Sound | ADI AD1985 |
| LAN | 3Com 3C940 Gigabit PCI LAN Controller |
| Hardwaremonitor | Ja |
| Lüfteranschlüsse | 3 |
| Besonderheiten | Asus WIFI Wireless-Connector |
Das P4C800 gehört zur neuen Ai-Serie, Zitat:„The World’s First Moatherboards with Integrated Artificial Intelligence Technology“. An anderer Stelle will Asus unter „Ai“ „Asus-intelligence Technology“ verstehen. Wirft man einen Blick auf den Retail-Karton des Mainboards, so wird der User in Anbetracht des doch arg ähnlichen Logos des Steven Spielberg Films „AI“ unweigerlich seine Schlüsse ziehen. Mal sehen, über welches Ausmaß an „Artificial Intelligence“ das Mutterplatinchen verfügt ;-) Asus nennt in der Produktbeschreibung vier Punkte, die man als AI-würdig ansieht:
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Unter AI Audio versteht Asus die „Audio-Sensing Technology“, wodurch der verbaute 6-Kanal ADI AD1985 in der Lage ist, selbständig zu erkennen, welcher Gerätetyp an den jeweiligen I/O-Anschlüssen angeschlossen wurde. Außerdem wird der User informiert, falls eine Konfiguration gewählt wird, die wenig Sinn macht (z. B. Mikrophon an Line-Out). Wird ein Gerät an einem Port angeschlossen, meldet sich sogleich ein Wizard, um nachzufragen, welchen Geräte-Typ man angeschlossen hat. Nachdem diese Einstellung vorgenommen wurde, erkennt der Analog Device-Chip das jeweilige Gerät bei erneutem Anschluss.
Dem Bereich Musikwiedergabe ist ebenfalls die „Instant Music“-Funktion zurechenbar, die es ermöglichen soll, den Rechner - ohne ein Betriebssystem zu booten - als CD-Player zu nutzen. Doch leider ließ sich das Board nicht zum Abspielen eines entsprechenden Tonträgers überreden, sondern bootete brav Windows XP. Aufgrund der Tatsache, dass sich beim Start des Rechners kein Menü zu „Instant Music“ auswählen ließ, vermuten wir, dass Asus das Tool in den frühen Bios-Versionen noch nicht integriert hat.
AI Net bezieht sich auf den verbauten 3COM 3C940 Lan-Controller, der die Entfernung eines defekten Netzwerkkabels in Relation zum eigenen Bezugspunkt erkennen will – das Messverfahren soll bis zu einer Kabellänge von 100 Metern zuverlässig funktionieren. Eigentlich wollten wir kein Lan-Kabel zerschneiden, um den Cable Tester auszuprobieren. Die Entscheidung wurde uns vom P4C800 relativ leicht gemacht, denn das Software-Tool konnte keine kompatiblen Netzwerkadapter finden und verweigerte deshalb den Dienst. Auch diesmal müssen wir auf die frühe Testphase verweisen, „AI“ ist das Ganze jedoch keinesfalls.
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AI Overclocking will automatisch das System optimieren, d.h., genau die maximalen Werte selbständig einstellen, ohne jegliche Instabilitäten hervorzurufen. Im Bios findet sich unter „AI Overclock Tuner“ die Möglichkeit, folgende Werte einzustellen: Manual, Standard, Overclock 5%, 10%, 20%, 30%.
Ein Praxistest zeigte relativ schnell die Grenzen der künstlichen Intelligenz: Nachdem wir absichtlich einen zu hohen Parameter (30% bei einer 3.0 GHz CPU und FSB800) gewählt hatten, blieb Windows XP bereits beim Bootscreen hängen. Stellten wir einen Wert von 10% ein, wurde lediglich der FSB um besagte 10% übertaktet. Unterm Strich kann man also nicht von großartiger Intelligenz sprechen, da hilft ausschließlich das manuelle Einstellen der einzelnen Parameter, um sich an die individuellen Grenzen des jeweiligen Systems vorzutasten.
An konventionellen Overclocking-Möglichkeiten bietet Asus wahrlich reichlich Auswahl:
| Auswählbare Optionen: | |
| AI Overclock Tuner | Manual, Standard, Overclock 5%, 10%, 20%, 30% |
| CPU External Frequency (MHz) | bis 400 Mhz; in 1 MHz-Schritten |
| CPU Ratio | Falls CPU unlockt |
| AGP/PCI Frequency (MHz) | Auto; 66.66/33.33; 72.73/36.36; 80.00/40 |
| DRAM Frequency | 266, 320, 400 MHz, Auto |
| VCore | Auto; 1.5500-1.9500V in 0.0125V-Schritten |
| DDR Reference Voltage | Auto; 2.55-2.85V in 0.1V-Schritten |
| AGP VDDQ Voltage | 1.50-1.80V in 0.1V-Schritten |
Das AI-Bios bietet die Möglichkeit, ein beschädigtes Bios von der beigelegten Support-CD wiederherzustellen. Geht also ein Bios-Update schief, wird das sich auf der CD befindliche Bios rekonstruiert – eine feine Sache!
Das bekannte Q-Fan-Feature regelt selbständig die Drehzahl des angeschlossenen CPU-Lüfters in Abhängigkeit der Temperaturentwicklung. Zum Schluss bleibt der Asus Post-Reporter zu erwähnen, der Warnmeldungen bei System-Fehlern wiedergibt.
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Das Layout
Starten wir unseren Platinenrundgang im Uhrzeigersinn und beginnen dabei mit dem Back Panel: Neben den üblichen Sound-Anschlüssen findet man einen koaxialen SPDIF-Out, digitale Eingänge sind nicht vorhanden. Den zweiten COM-Port hat Asus eingespart, in Zeiten von Firewire und USB2.0 ein durchaus tragfähiger Kompromiss. Etwas ärgerlich finden wir die Tatsache, dass lediglich 4 USB-Konnektoren und ein Firewire-Anschluss ausgeführt sind/ist; zusätzliche Brackets, über die die übrigen Anschlüsse hätten zugänglich gemacht werden können, finden sich nicht im Karton – auf dem Mainboard sind die nötigen Ausgänge jedenfalls bestückt.
Unter dem linken Rahmen des Retention Moduls wurde der Analog Device multiphase Controller ADP3180 verbaut, die drei zugehörigen Driver vom Typ ADP 3418 (das Intel 875PBZ ist hingegen „nur“ mit zwei ADP3418 ausstaffiert) lassen sich am oberen Platinenrand lokalisieren. Durch die vorgefundene Anordnung kann die im Betrieb entstehende Abwärme durch den evtl. vorhandenen zweiten Fan des Netzteils abgeführt werden. In unmittelbarer Nähe findet sich der 12V-Anschluss; insbesondere durch diese Platzierung muss das Anschlusskabel nicht mehr um den CPU-Sockel herumgeführt werden.
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Üblicherweise wird das Retention Modul, das den CPU-Kühler aufnimmt, per Push-Pins am PCB befestigt. Asus lässt es sich hingegen nicht nehmen und verschraubt das Modul mit einem Verspannungsrahmen aus Kunststoff, der sich auf der Platinenrückseite befindet. Die Hilfskonstruktion soll zu starkes Durchbiegen der Platine und damit feine Haarrisse in einer Schicht des PCBs beim Einsatz von stramm sitzenden Kühlern verhindern. Intel sieht solcherlei Maßnahmen ausgesprochen ungern, da die Retention Module oder der Kühler selbst in Mitleidenschaft gezogen werden können - die Platine kann ja nicht mehr genügend nachgeben. Beim Einsatz des neuen Intel Referenz-Lüfters brach das Verspannungskreuz an einer Stelle, sodass wir das Retention Modul ohne den Kunststoffrahmen verschraubten.
Vorbildlich wurde/wurden der ATX-/Floppy- sowie die IDE-Anschluss/Anschlüsse am rechten Platinenrand untergebracht, so dass die entsprechenden Kabel die Luftzirkulation im Gehäuse-Inneren wenig beeinträchtigen. Die Speicherbänke sind beim Asus P4C800 in „Canterwood-Manier“ angeordnet, um die zweikanalige Ansteuerung zu visualisieren.
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Um möglichst kurze Leiterbahnen zu den Speicherbänken, CPU und AGP-Interface zu gewährleisten, wurde der MCH entsprechend Intels Vorgaben um 45° gedreht. Glücklicherweise ziert ein passiv gekühlter Aluminium-Kühlkörper die Northbridge.
Am unteren rechten Platinenrand tummeln sich die Zusatz-Controller von Promise (PDC20378) und VIA (Firewire-Controller VT6307). Der PATA-Anschluss wurde zum Platinenrand gekippt ausgeführt, sodass das angeschlossene IDE-Kabel die Luftzirkulation der evtl. im unteren Gehäuse-Bereich verbauten Festplatten nicht stört. Die SATA-Anschlüsse sind in direkter Nachbarschaft zum Promise zu verorten. Diese onboard Promise-Lösung kann sich durchaus sehen lassen: Zum einen können die Festplatten in den Raid-Modi 0,1 und 0+1 betrieben werden, zum anderen kann der PDC20378 als konventioneller IDE-Controller ansteuert werden.
Aufgrund der Tatsache, dass Asus lediglich die ICH5 (nicht die ICH5R mit integriertem Raid-Controller) einsetzt, müssen die hohen Datenraten also über den PCI-Bus transportiert werden und nicht über das Hub-Interface des Chipsatzes. Tatsächlich ist der User bei der Verwendung des Promise-Controllers flexibler, bietet die ICH5R bis jetzt nur den Raid-Level 0 (Raid 1 soll durch ein Bios-Update nachgereicht werden), dennoch hätten wir die Verwendung der ICH5R begrüßt, dann hätte der User selbst entscheiden können, welche Alternative genutzt werden soll.
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Unterhalb der fünf PCI-Steckplätze wurde ein propitärer Anschluss für Wireless-Lan-/Bluetooth-Lösungen verbaut.
In Höhe des zweiten und dritten PCI-Slots befindet sich am linken Platinenrand der AC97-Chip AD19985 von Analog Device – dessen musikalische Fähigkeiten werden wir weiter unten beleuchten.
Der 3Com Lan-Controller 3C940 verfügt zwar über ein Gigabit-Lan-Interface, kann jedoch nicht mittels CSA (durch CSA hat der z.B. der Intel P82547EI-Gigabit Adapter mit einer Bandbreite von 266MB/s zum Memory Controller Hub (MCH) direkten Zugriff auf den System-Speicher) an den MCH andocken, sondern muss konventionell an den PCI-Bus angeschlossen werden.
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Zwischenstand:
Mit Ausnahme des ungeliebten Kunststoff-Verspannungskreuzes müssen wir das ansonsten gelungene Layout an zwei Stellen kritisieren. Insbesondere die Architektur des Canterwood-Chipsatzes schaffte durch die Implementierung von CSA und durch die Einführung der ICH5R entscheidende Vorteile bei der Entlastung des arg strapazierten PCI-Busses. Doch genau diese Punkte ignoriert Asus bei seinem Konzept, indem man auf konventionelle Lan-/Raid-Adapter setzt, die per PCI-Bus angebunden werden müssen.
Ressourcen
Ein Blick auf den WCPUID-Screenshot zeigt, dass Asus den Systemtakt mit 200,50 MHz im Rahmen der Spezifikationen eingestellt hat, daraus resultiert ein CPU-Takt von 3007,44 MHz. Bei den Benchmarks müssen wir demnach einen MHz-Vorteil des Asus von 14.39 MHz gegenüber dem Intel 875PBZ im Auge behalten!
Probleme bereitete jedoch der AGP- und PCI-Takt. Wurde im Bios der Performance Mode auf „Auto“ (per default) eingestellt, konnten wir anhand des PC-Geigers einen korrekten Takt von 33.34 bzw. 66.68 MHz messen. Wurde dahingegen die Option „Normal“ gewählt, ermittelten wir einen überhöhten Takt von 36.3 bzw. 72.6 MHz; die Auswahl von „Turbo“ ließ das Board schließlich abstürzen. Zur Sicherheit stellten wir den AGP/PCI Takt auf 66.66 bzw. 33.33 MHz fix ein und überprüften nochmals unsere Ergebnisse: Unter „Auto“ lagen jetzt 33.4 bzw. 66.8, unter „Normal“ 36.3 bzw. 72.6 MHz an; bei Auswahl von „Turbo“ war erneut kein Start möglich.
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IRQ-Routing
| Int A | Int B | Int C | Int D | Int E | Int F | Int G | Int H | |
| PCI 1 | - | - | - | - | - | shared | - | - |
| PCI 2 | - | - | - | - | - | - | shared | - |
| PCI 3 | - | - | - | - | - | - | - | shared |
| PCI 4 | - | - | - | - | shared | - | - | - |
| PCI 5 | - | - | - | - | - | shared | - | - |
| AGP | shared | - | - | - | - | - | - | - |
| USB Controller HC0 | shared | - | - | - | - | - | - | - |
| USB Controller HC1 | - | - | - | used | - | - | - | - |
| USB Controller HC2 | - | - | shared | - | - | - | - | - |
| USB Controller HC3 | shared | - | - | - | - | - | - | - |
| USB 2.0 Controller | - | - | - | - | - | - | - | shared |
| NIC 3Com | - | - | - | - | - | - | shared | - |
| SATA ICH5 | - | - | shared | - | - | - | - | - |
| SATA Controller Promise | - | - | - | - | - | - | - | shared |
| Onboard Sound | - | used | - | - | - | - | - | - |
| Firewire | - | - | - | - | shared | - | - | - |
Da PCI 1 aufgrund der heutigen, hitzigen Grafikmonster (oder es wird eine GeForceFX betrieben, die ohnehin den ersten PCI-Steckplatz blockiert) zumeist frei bleibt, sollten kritische Karten in PCI 5 betrieben werden.
USB2.0 Performance
| SiSoft Sandra 8.59 | Punktzahl | Sequential Read | Sequential Write |
| Intel D875PBZ | 15414 | 21 MB/s | 25 MB/s |
| Asus A7N8X Deluxe | 15226 | 20 MB/s | 27 MB/s |
| SOYO SY-KT400 | 10799 | 16 MB/s | 16 MB/s |
| MSI KT3 Ultra2 | 8007 | 11 MB/s | 18 MB/s |
| ASUS A7V8X | 9216 | 13 MB/s | 14 MB/s |
| ASUS P4C800 | 6159 | 3,2 MB/s | 25 MB/s |
Da sind sie wieder, die unerklärlichen USB-Probleme, mit denen wir immer wieder zu kämpfen haben. Ungläubiges Staunen rief die Tatsache hervor, dass lediglich ein USB-Port (linker Port zum PCB hin unter dem Firewire-Anschluss) korrekt funktionierte, an den übrigen Anschlüssen wurden sämtliche USB2.0-Geräte nicht erkannt.
Die obigen Messwerte des P4C800 sind reproduzierbar und somit kein Einzelfall, auch diverse Bios-Updates, die allerdings Beta-Status hatten, brachten keine Abhilfe. Erstaunlicherweise scheint ausschließlich die Lese-Leistung einzubrechen, die Schreib-Wertung wird dagegen mit voller Geschwindigkeit absolviert.
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PCI- und IDE-Performance
Bei den SATA-Messungen attestierte uns HDTach in Verbindung mit den SATA-Platten von Seagate einen satten Read-Burst von 1.5MB/s. Erst als im Bios die IDE-Configuration (IDE-Configuration->Onboard Operate Mode->Enhanced Mode Support On [S-ATA; P-ATA+S-ATA]) geändert wurde, war wieder alles in Butter.
An der ICH5 zeigte unsere WD800JB bei einer CPU-Auslastung von 2.6% einen Read-Burst von 85,9 MB/s.
Per SATA erreichten wir an der ICH5 mit der Seagate bei einer CPU-Auslastung von 2.4% einen Read-Burst von 83.5 MB/s.
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Wie sehen die Messwerte im Vergleich nun am Promise aus?
Die WD800JB liefert am PDC20378 bei einer CPU-Auslastung von nur 1.4% einen Read-Burst von hervorragenden 87,1 MB/s. An der ICH5 konnten wir einen kontinuierlichen, unterbrechungsfreien Datentransfer feststellen, am Promise zeigte die Messkurve hingegen zahlreiche kurzfristige Einbrüche.
Die oben genannten Einbrüche traten am SATA-Interface des Promise wesentlich seltener auf. Die Seagate kam bei einer CPU-Auslastung von nur 1.3% auf einen Burst von immerhin 80.0 MB/s.
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RightMark Audio Analyzer
| RightMarkt 5.0 | ASUS P4C800 |
| Frequency response, dB Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz (geringere Abweichungen sind besser) |
+0.15;-0.84 |
| Noise level, Eigen-Rauschpegel, dBA (niedrigere Werte sind besser) |
-78.7 |
| Dynamic range, Dynamik-Bereich, dBA (größere Werte sind besser) |
78.4 |
| Total Harmonic Distortion (Klirrfaktor) %(niedrigere Werte besser) | 0.015 |
| Intermodulation distortion, % (kleinere Werte sind besser) |
0.067 |
| Stereo crosstalk (Übersprechen), dB (niedrigere Werte besser) |
-77.3 |
Die Abweichungen zur Bezugsfrequenz von 40Hz und 15Khz sind für eine onboard-Sound-Lösung recht gering, da insbesondere die Abschirmung gegen Störsignale auf Mainboards erheblich schwieriger zu realisieren ist als auf separaten Soundkarten; sehr gute Werte liegen bei +- 0.15dB. Der Eigen-Rauschpegel ist mit -78.7dBA erhöht, Werte unter -85dBA sind erstrebenswert. Der Dynamik-Bereich umfasst 78.4dBA und ist somit als befriedigend zu bezeichnen. Der gemessene Klirrfaktor sowie die Intermodulationsverzerrungen liegen mit 0.015 sowie 0.067% im grünen Bereich. Die ermittelten -77.3dB in der Bewertung des Übersprechens zwischen linken und rechten Kanal fallen recht hoch aus, hier wären Werte um -85dB wünschenswert.
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Stabilität
Gerade bei einer neuen Plattform lassen wir es uns nicht nehmen, den Kandidaten durch unseren kompletten Stabilitäts-Parcours zu scheuchen.
Weiter oben haben wir bereits einige Worte zu den USB-Problemen des Testkandidaten verloren. Mit dem Bios 1004.005 stellten wir ähnliche Startschwierigkeiten fest wie die, die wir mit VT8235 basierenden Via-Boards feststellen mussten. War beim Kaltstart ein USB2.0-fähiges Gerät angeschlossen, wollte das Board nicht booten, sondern blieb beim Post-Screen stehen. Das Bios 1006.001 brachte in dieser Disziplin Abhilfe; nachdem das neue Beta-Bios aufgespielt war, bootete das Board ohne Probleme. Die weiter oben genannten Anomalien beim Erkennen der angeschlossenen USB2.0-Peripherie an drei von vier USB-Ports wurden jedoch nicht behoben, ebenso wenig wie die außerordentlich niedrige Lese-Rate bei Verwendung von externen Massespeichern an dem einen funktionsfähigen Anschluss.
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Die Benchmarks
| BAPCO SYSmark2002 | Internet Content Creation | Office Productivity | |
| P4 2.53 GHz PC1066 | 262 | 344 | 200 |
| P4 2.8 GHz PC1066 | 283 | 373 | 215 |
| P4 3.06 GHz ohne HT | 293 | 402 | 213 |
| P4 3.06 GHz mit HT | 305 | 418 | 223 |
| P4 3.00 GHz FSB800 ohne HT |
313 | 416 | 236 |
| P4 3.00 GHZ FSB800 mit HT |
321 | 433 | 238 |
| Asus P4C800 ohne HT | 315 | 419 | 237 |
| Asus P4C800 mit HT | 322 | 431 | 241 |
Dieser Benchmark ist für viele Tester ein Plage: Sobald das System nur ein Millimeter vom Pfad der Tugenden abweicht, quittiert dies der SYSmark mit einem Abbruch – dies dem Bechmark selbst anzulasten, trifft jedoch nicht den Sinn einer solchen Applikation: Wir wollen nicht nur einen quantitativen Aufschluss über das Systemverhalten (Performance-Ratings), sondern (vor allem) eine qualitative Bewertung. Anders ausgedrückt: Wie stabil verhält sich ein System eigentlich unter Extrembedingungen?
Das P4C800 übertrifft das Intel 875PBZ in der Gesamtwertung um gerade einmal einen Punkt, die Einzelwertungen zeigen jedoch ein differenzierteres Bild: Bei Internet Content Creation verliert das Asus zwei Punkte, bei Office Productivity gewinnt es mit einem knappen Vorsprung von drei Punkten.
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| MAGIX mp3 maker platinum (Patch 3.03d) | |
| P4 2.53 GHz PC1066 | 31,23 |
| P4 2.8 GHz PC1066 | 32,27 |
| P4 3.06 GHz ohne HT | 33,49 |
| P4 3.06 GHz mit HT | 39,57 |
| P4 3.00 GHz FSB800 ohne HAT |
33,08 |
| P4 3.00 GHZ FSB800 mit HT |
45,19 |
| Asus P4C800 ohne HT | 34,66 |
| Asus P4C800 mit HT | 42,24 |
(Nur in Verbindung mit dem Patch 3.03d ist das Programm benchmarkfähig!)
Mit aktiviertem HT encodet das P4C800 den Testfile mit 42,24-facher Geschwindigkeit, das Intel 875PBZ absolviert den Test
sogar mit 45,19-facher Geschwindigkeit.
| Sandra 2002.1.8.59 |
Dhrystone | Whetstone | INT/SSE | FPU/SSE | Mem/INT | Mem/FPU |
| P4 2.53 GHz PC1066 | 4677 | 1316/3093 | 10009 | 12209 | 3277 | 3274 |
| P4 2.8 GHzPC1066 | 5529 | 1512/3491 | 11005 | 13578 | 3290 | 3275 |
| P4 3.06 GHz ohne HT | 5981 | 1665/3847 | 12080 | 14882 | 3365 | 3357 |
| P4 3.06 GHz mit HT | 7055 | 2478/5797 | 14316 | 22765 | 3371 | 3364 |
| P4 3.00 GHz FSB800 ohne HAT |
5794 | 1644/3776 | 11861 | 14640 | 4864 | 4873 |
| P4 3.00 GHZ FSB800 mit HT |
6904 | 2425/5883 | 14066 | 22337 | 4853 | 4913 |
| Asus P4C800 ohne HT | 5905 | 1659/3791 | 11905 | 14652 | 4941 | 4907 |
| Asus P4C800 mit HT | 7024 | 2432/5934 | 14135 | 22052 | 4966 | 4928 |
Bis auf die FPU/SSE-Wertung kann sich das Asus gegenüber dem Intel-Board durchsetzen.
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| MadOnion | PCMark2002/CPU | PCMark2002/MEM | 3DMark2001SE |
| P4 2.53 GHz PC1066 | 6191 | 6448 | 11861 |
| P4 2.8 GHz PC1066 | 6850 | 6494 | 12418 |
| P4 3.06 GHz ohne HT | 7419 | 6559 | 12723 |
| P4 3.06 GHz mit HT | 7475 | 6382 | 13831 |
| P4 3.00 GHz FSB800 ohne HT |
7455 | 9147 | 14762 |
| P4 3.00 GHZ FSB800 mit HT |
7450 | 9132 | 14715 |
| Asus P4C800 ohne HAT | 7350 | 9505 | 14878 |
| Asus P4C800 mit HT | 7499 | 9455 | 14941 |
Die Future-Mark-Fraktion attestiert dem Asus ebenfalls einen knappen Vorsprung vor dem Intel-Referenz-Board.
| OpenGL & DirectX | Vulpine GL 1024x768x32 |
Codecreatures 1024x768x32 |
Cinebench Shading |
Cinebench Raytrace Single CPU |
Cinebench Raytrace Multi CPU |
| P4 2.53 GHz PC1066 | 82,7 | 28,4 fps / 9,9 Mio. | 21,13 | 25,39 | - |
| P4 2.8 GHz PC1066 | 83,2 | 28,9 fps / 10,1 Mio. | 22,09 | 28,42 | - |
| P4 3.06 GHz ohne HT | 83,8 | 29,3 fps 10,2 Mio. | 25,00 | 31,25 | - |
| P4 3.06 GHz mit HT | 83,9 | 29,5 fps/ 10,3 Mio. | 25,22 | 31,06 | 34,71 MP-Factor:1.12 |
| P4 3.00 GHz FSB800 ohne HT |
100,5 | 30,3 fps/ 10,8 Mio. | 26,37 | 30,28 | - |
| P4 3.00 GHz FSB800 mit HT |
100,2 | 30,3 fps/ 10,8 Mio | 26,37 | 30,37 | 35,20 MP-Factor: 1.16 |
| Asus P4C800 ohne HT | 100,8 | 30,6 fps/ 10,8 Mio | 25,76 | 31,15 | - |
| Asus P4C800 mit HT | 100,7 | 30,7 fps/ 10,8 Mio | 25,50 | 31,15 | 35,32 MP-Factor: 1.13 |
Nur in der Cinebench Shading-Wertung kann sich das 875PBZ gegenüber dem P4C800 behaupten, in den übrigen OpenGL-Disziplinen gewinnt das Asus.
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| Video | TMPEG ohne Hyper Threading |
TMPEGmit Hyper Threading |
| P4 2.53 GHz PC1066 | 31,62 fps | - |
| P4 2.8 GHz PC1066 | 35,55 fps | - |
| P4 3.06 GHz PC1066 Single Threaded |
38,26 fps | 38,86 fps |
| P4 3.06 GHz PC1066 Multi Threaded |
- | 46,45 fps |
| P4 3.00 GHz FSB800 Single Threaded |
37,88 fps | 36,95 fps |
| P4 3.00 GHz FSB800 Multi Threaded |
- | 45,45 fps |
| Asus P4C800 Single Threaded |
39,47fps | 39,68 fps |
| Asus P4C800 Multi Threaded |
- | 48,06 fps |
Jetzt wird es verrückt! Das Intel-Referenz-Mainboard kann sich gegenüber dem Rambus-Renner nicht durchsetzen – zu diesem Zeitpunkt schoben wir die Messwerte auf den CPU-Taktunterschied von 60 MHz. Das Asus widerlegt unsere These eindrucksvoll und rückt den Dual-DDR-Renner in ein gänzlich anderes Licht: Die Encoding-Krone geht an den Canterwood.
| Video | Mainconcept 1.3.1 AVI-to-MPEGConverter ohne Hyper Threading |
Mainconcept 1.3.1 AVI-to-MPEG Converter mit Hyper Threading |
| P4 2.53 GHz PC1066 | 2372 Sekunden | - |
| P4 2.8 GHz PC1066 | 2148 Sekunden | - |
| P4 3.06 GHz PC1066 | 1987 Sekunden | 1773 Sekunden |
| P4 3.00 GHz FSB800 | 2085 Sekunden | 1878 Sekunden |
| Asus P4C800 | 1891 Sekunden | 1692 Sekunden |
Mainconcept bestätigt die Ergebnisse von TMPEG: Auch in dieser Disziplin lässt das Asus die Muskeln spielen und demonstriert eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit des Dual-Channel-DDR400-Interface.
Review: ASUS P4C800 Deluxe mit Intel Canterwood - 19/19
18.05.2003 by holger
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Fazit und Empfehlung
Ohne Zweifel ist das Asus P4C800 Deluxe ein sehr, sehr schnelles Canterwood-Board. Teilweise müssen wir die Vermutungen bezüglich der Benchmark-Ergebnisse des Intel 875PBZ revidieren: Der neue FSB 800-Prozessor konnte sich zum Launch gerade bei Encoding-Aufgaben nicht gegenüber dem „alten“ 3.06 GHz-Prozessor mitsamt Rambus-Plattform durchsetzen. Insbesondere diese Applikationen verlangen nach einem hohen CPU-Takt, daher vermuteten wir, dass der geringe Taktvorsprung des alten FSB533-Boliden diesem den Sieg in dieser Disziplin eingebracht hatte. Auf dem Asus P4C800
scheint der sprichwörtliche (Encoding-) Knoten geplatzt zu sein, Instabilitäten aufgrund des Performance-Vorsprungs konnten wir jedenfalls nicht ausmachen. Erinnern wir uns an die Pressemitteilung zur Wiederauslieferung der FSB800-CPU, da war von einem Bios-Update die Rede, um manche, nicht erwartete Ergebnisse wieder zurechtzurücken. Tatsächlich wissen wir vom Beta Bios1003.004, dass es ein MCH-Update in der Revision 1.3 enthält.
Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass wir das Intel 875PBZ demnächst noch einmal durch unseren Benchmark-Parcours schicken müssen – insofern besagtes MCH-Update verfügbar ist. Apropos Bios-Updates, die gab es im Laufe der Testphase bis Redaktionsschluss tatsächlich zu Haufe. Die Performance-Wertungen wurden mit dem Bios 1004.005 absolviert; das zuletzt getestete Bios 1006.003 brachte keine signifikanten Veränderungen zu Tage – es wurde
ausschließlich getestet, um evtl. integrierte Fixes zu verifizieren. Trotzdem müssen wir die abschließende
Bewertung des Asus aussetzen, die während des Testlaufs festgestellten Probleme (nicht funktionsfähiger Virtual Cable Tester, Instant Music sowie die oben genannten USB-Probleme) sind eindeutig atypisch und sind unter anderem auf die sehr frühe Testphase zurückzuführen. Auf der anderen Seite verfügt das Board über ein derart hohes Performance-Niveau, dass man einen solchen Vorsprung kaum für möglich hält.
Checkliste Asus P4C800:
Unser Dank gilt Asus Deutschland für die Bereitstellung des P4C800 sowie Corsair für die Bereitstellung des TWINX- und PC3500-Speicher.
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www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-asusp4c800-print.phtml