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ASUS AX800 Pro/TD im Test - 1/5
05.12.2004 by doelf
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Auch heute möchten wir euch wieder eine aktuelle Grafikkarte vorstellen und nach den beiden NVIDIA angetriebenen Karten von MSI (MSI NX6800Ultra T2D256 und MSI NX6800LE TD128) ist es höchste Zeit für ein wenig Abwechslung. Wir wechseln heute den Hersteller der Grafikkarte (zu Asus) und der GPU (zu ATi) und betrachten ein Modell, das in Punkto Leistung zwischen den beiden Grafikkarten von MSI anzusiedeln ist: Die ASUS AX800 Pro/TD verwendet ATis Radeon X800Pro GPU und tritt somit gegen Grafikkarten mit NVIDIAs GeForce 6800 GT an.


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Lieferumfang und technische Daten
Um sich von den anderen Herstellern abzusetzen, die das gleiche PCB-Layout und die gleichen Kühler einsetzen, hat sich Asus viel einfallen lassen. Da wären zunächst einmal die bekannten Extras zu nennen, die wir seit einiger Zeit bei allen Grafikkarten von Asus antreffen:

Zudem legt man der ASUS AX800 Pro/TD ein beeindruckendes Ausstattungspaket bei:


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Um auch den letzten unentschlossenen Modder auf den richtigen Weg zu führen, benutzt Asus zudem einen blau beleuchteten Lüfter und verwendet ein orange-farbenes PCB. Während zum PCB anzumerken wäre, das Asus bisher keine farblich passenden Mainboards anbietet, können wir den Leuchtelüfter der Karte nur loben, denn er arbeitet auch unter 3D-Last vorbildlich leise und ist kaum hörbar.


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Testsystem
Die ASUS AX800 Pro/TD wurde auf folgendem Setup getestet:

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ASUS AX800 Pro/TD im Test - 2/5
05.12.2004 by doelf
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Layout und Kühlerdesign
Seit der Einführung der GeForce 4Ti GPU durch NVIDIA gibt es einen Trend, der sich auch bei der aktuellen Grafikkartengeneration nicht ändert. In der Oberklasse setzen Grafikkarten mit einem Chip von NVIDIA auf sehr große PCBs, die in einigen Gehäusen für Platzprobleme sorgen und den Luftstrom weitgehend blockieren. Zudem befindet sich auf den Spitzenmodellen mit Referenzdesign seit der GeForce FX-Serie ein Kühler im 2-Slot Design. Bei Grafikkarten mit ATi GPU sind die Platinen kleiner und der Kühler kommt mit einem 1-Slot Design aus. Dies wird sich erst bei den Spitzenmodellen der gerade erst vorgestellten Radeon X850-Generation ändern, die ebenfalls auf ein 2-Slot Design setzt.


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Die Größe des Kühlers sagt nichts über seine Lautstärke aus, bei NVIDIA sind die Kühlerdesigns der letzten Jahre jedoch weder besonders clever noch besonders leise gewesen. Asus setzt auf ATis Referenzkühler, der einen großen Lüfter mit Kupferlamellen kombiniert. ATi kann hier punkten und setzt mit dem Kühler der Radeon X800Pro eine hohe Messlatte für das Verhältnis Leistung/Lautstärke. Das gilt auch im eigenen Stall, denn bei 3D-Last ist sowohl die Kühlung der Radeon X800XT als auch die der X800SE lauter. Auf der NVIDIA-Seite konnte nur die MSI NX6800-TD128 mit einem MSI-eigenen Kühlerdesign in Punkto Laufruhe mithalten, alle anderen getesteten Modelle arbeiteten deutlich lauter als die ASUS AX800 Pro/TD.


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Die ASUS AX800 Pro/TD bietet einen VGA-, einen DVI- sowie einen S-Video-Ausgang. Um die Grafikkarte mit ausreichend Strom versorgen zu können, muß ein Molex-Stromstecker in die Buchse am Ende der Platine gesteckt werden.


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ASUS AX800 Pro/TD im Test - 3/5
05.12.2004 by doelf
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Overclocking
Zur X800XT fehlen der X800Pro nicht nur 25 MHz GPU- und 50 MHz Speicher-Takt, es fehlen auch vier Pixelpipelines. Aus diesem Grund wird es sehr schwer, die Performance des nächstgrößeren Modells zu erreichen. Angeblich lassen sich auf dem Chip mit einem Bleistift Brücken schließen - wie man es von den alten Sockel A Athlons her kennt -, welche die fehlenden Pipelines zuschalten. Wir haben dies jedoch nicht ausprobiert und können aus diesem Grund auch nichts über diesen Mod berichten.

ASUS bestückt seine AX800 Pro/TD mit Speicherchips von Samsung in der FBGA Bauform. Der verwendete Typ K4J55323QF-GC20 ist bis 500 MHz spezifiziert, somit sollte zumindest der Speichertakt einer Radeon X800XT erreicht werden können:

3DMark2003: 4xAA + 8xAF
Connect 3D X800XT
256MB; Catalyst 4.11
6998
Asus X800Pro
@500 MHz GPU/MEM
6109
Asus X800Pro
256MB; Catalyst 4.11
5740

3DMark2005, 4xAA + 8xAF
Connect 3D X800XT
256MB; Catalyst 4.11
4289
Asus X800Pro
@500 MHz GPU/MEM
3767
Asus X800Pro
256MB; Catalyst 4.11
3539

Doom III, ultra quality, 1600x1200, 4xAA + 8xAF
Connect 3D X800XT
256MB; Catalyst 4.11
31.9
Asus X800Pro
@500 MHz GPU/MEM
24.1
Asus X800Pro
256MB; Catalyst 4.11
22.1

Unsere Asus AX800 Pro/TD erreicht zwar problemlos den Takt des Radeon X800XT Chips (500 MHz Chip- und 500 MHz Speichertakt), doch bei anspruchsvollen Benchmarks sind eher 16 Pixel-Pipelines von Vorteil. So liegt auch die übertaktete Karte näher an der X800Pro als an der X800XT GPU. Wer auf die Leistung einer ATi Radeon X800XT spekuliert, sollte gleich zu einer solchen Karte greifen!

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ASUS AX800 Pro/TD im Test - 4/5
05.12.2004 by doelf
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Alltagsbetrieb
An allen Ausgängen der Grafikkarte sahen wir ein scharfes Bild, welches auch in der Auflösung 1600 x 1200 Pixel auf einem Röhrenmonitor noch ordentlich aussah. Die Asus AX800 Pro/TD arbeitete leise, schnell und völlig problemlos. In keinem Setup gab es Inkompatibilitäten, sowohl mit dem Intel Pentium 4 als auch mit AMDs Athlon XP und Athlon 64 arbeitete die Grafikkarte klaglos zusammen - so wünschen wir uns das!


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Mit Verwunderung stellten wir fest, daß unserer Testkarte im Vergleich zu der Radeon X800Pro von Sapphire 6 SMD-Kondensatoren fehlen:


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Warum dies so ist, können wir uns nicht erklären. Die Testmuster anderer Redaktionen verfügen über diese 6 Kondensatoren.

Benchmarks
54 Benchmarks der Asus AX800 Pro/TD im Vergleich mit 22 weiteren Grafikkarten finden sich in unserem 3D-Performance-Guide Q4/2004:

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ASUS AX800 Pro/TD im Test - 5/5
05.12.2004 by doelf
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Fazit
Für ca. 440,- Euro schnürt Asus ein pralles Paket, dem lediglich ATis Rage Theater fehlt. Dieser Chip hätte unsere Testkarte um ViVo-Funktionalität erweitert, Asus bietet für etwa 20 Euro Mehrpreis mit der AX800 Pro/TVD eine derart ausgestattete Karte an.
Es gibt nur wenige Punkte, die gegen die Anschaffung der AX800 Pro/TD sprechen. Da wären zum einen Menschen, die den ganzen Tag nichts anderes machen als Doom 3 zu spielen. Solchen Zeitgenossen legen wir eine Grafikkarte mit GeForce 6800 GT ans Herz, denn auch wenn Doom 3 flüssig mit unserer AX800 Pro/TD läuft, so ist eine GeForce 6800 GT in diesem Test klar überlegen. Die zweite - und klar größere - Gruppe von potentiellen Kunden dürfte der hohe Preis abschrecken. Für 440,- Euro kann man auch einen kompletten PC kaufen, einen Monat Warmmiete für eine kleine Wohnung bezahlen oder einen Kurzurlaub machen. Es wird Zeit, daß die Hersteller auch den Massenmarkt mit neuen Grafikchips versorgen. Und das bedeutet vor allem auch AGP und nicht nur PCI Express.
Wenn ich derzeit auf der Suche nach einer neuen Grafikkarte wäre und ich ein Budget von 440,- Euro hätte, wäre eine Grafikkarte mit ATis Radeon X800Pro meine erste Wahl. In Anbetracht des Lieferumfanges spricht hierbei viel für die Asus AX800 Pro/TD, aus diesem Grund vergeben wir den "Editor's Choice".


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An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei Asus für die Teststellung der AX800 Pro/TD bedanken!




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