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Review: AMD Athlon 64 3200+, MSI K8T Neo, VIA K8T800 - 15/15
28.09.2003 by doelf und holger
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Fazit
Der Athlon 64 soll AMD in eine bessere, soll heißen, bilanztechnisch tiefschwarze Zukunft führen. Dass der Neuling seine Sache augenscheinlich nicht schlecht macht, belegen die Benchmarkwerte: Der A64 gewinnt ausnahmslos jeden Spielebenchmark! Und dies, obwohl die Taktfrequenz momentan auf einem bescheidenen Niveau von 2000 MHz liegt. Schafft es AMD endlich die Taktrate rasch zu steigern, könnte AMD sich weiter vom Mitbewerber absetzen.
Auf der anderen Seite präsentiert sich der Penitium 4 mit dem Performance-Hammer "Hyper-Threading", der den Intel-Sprössling bei Encoding-Benchmarks mit deutlichem Abstand an die Spitze katapulitiert. Darüber hinaus kann Intel eine ausgereifte Infrastruktur in Form von eigenen Chipsäzten, eine große Anzahl stabiler und schneller Mainboards (auch aus hauseigener Fertigung!) sowie entsprechend (SSE/SSE2) optimierte Software vorweisen. Der AMD-User muss indessen auf ein lauffähiges 64-Bit Windows hoffen, um den Nachbrenner des Neulings zünden zu können. Leider wird allzu oft vergessen, dass nur dann ein spürbarer Performance-Schub zu erwarten ist, wenn auch die übrigen Applikationen entsprechend portiert wurden. Die Zeit in der Software-Industrie schlägt jedoch einen langsameren Takt als der in der Hardware-Industrie.
Nun ist auch klar, warum AMD den Athlon 64 FX-51 als einzige CPU an die Tester verschickte: Der Athlon 64 3200+ ist zwar eine vielversprechende CPU, doch leider ist er nicht der von vielen erhoffte Überflieger! Dazu hätte er einen höheren Takt sowie einen Dual-Channel-Speicher-Controller gebraucht - und dies bietet der Athlon 64 FX-51!
Betrachten wir also das Preis/Leistungs-Verhältnis: Im Vergleich zum Intel Pentium 4 3.2 GHz, der für etwa 650 Euro zu haben ist, kann sich der Preis des Athlon 64 3200+ mit ca. 500 Euro durchaus sehen lassen. Betrachtet man den Leistungs-Vorsprung in Sachen Spiele-Benchmarks, so ist der Preis im Vergleich zum Athlon XP 3200+ (ab 350 Euro) ebenfalls noch angemessen. Wer viel Leistung für wenig Geld haben will bzw. aus der großen AMD-Overclocker-Gemeinde kommt, wird sowieso zu einem Athlon XP 2500+ greifen, der weniger als 100 Euro kostet und sich zumeist bis 2300 MHz übertakten läßt.
Unser erste Eindruck des Athlon 64 3200+, des VIA K8T800 und des MSI K8T NEO ist angesichts des sehr frühen Testzeitpunktes gut. Unser Mainboard war ein Pre-Production Sample und hatte erwartungsgemäß einige Probleme bezüglich der Speicherkompatibilität. Dennoch verrichteten Mainboard und Chipsatz ihre Arbeit weitgehend problemlos. Der Athlon 64 3200+ erwies sich auch in einer 32-Bit Umgebung als schnelle und innovative CPU, die mit einer entsprechend hohen Taktung zu einem Überflieger werden könnte. Die erhoffte Revolution mag zwar ausgeblieben sein, einen deutlichen Evolutionssprung hat AMD jedoch gemacht. Derzeit können sowohl Intel- als auch AMD-Jünger mit Recht behaupten, ihre CPU sei die bessere. Es kommt einfach immer auf den (Software-)Standpunkt und den Geldbeutel an.
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