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AMD Athlon 64 X2 vs Dual Opteron vs AMD Athlon 64 - 1/9
22.08.2005 by doelf
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Sowohl AMD als auch Intel haben seit einiger Zeit CPUs im Programm, welche zwei Kerne enthalten. Im Prinzip handelt es sich um zwei Prozessoren auf einer einzigen Platine, welche das Multiprocessing für die Massen erschließen sollen. Ein solcher Doppelkern-Prozessor bietet im Vergleich zu traditionellen Dual-CPU Systemen, welche bis dato zu hohen Anschaffungskosten führten, einige Vorteile:

  • Es ist kein Dual-Mainboard notwendig
  • Es ist kein EPS-Netzteil notwendig
  • Es ist kein Registered Speicher notwendig


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Doch man spart nicht nur viel Geld bei der Anschaffung, sondern auch im Betrieb, denn ein Dual-Core Prozessor braucht weniger Strom als die Dual-CPU Konfiguration. Der größte Vorteil bleibt aber dennoch die umfangreiche Auswahl an preiswerten Mainboards, Arbeitsspeicher und Netzteilen. Die Dual-Core CPU unterscheidet sich in ihren Ansprüchen nur minimal von den anderen Desktop-Prozessoren und der Benutzer kann somit sein Wunsch-System aus herkömmlicher Desktop-Hardware zusammenstellen. Und da kein Registered RAM erforderlich ist, sollten der Speicherdurchsatz und die Performance sogar noch etwas höher sein.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Es bleibt jedoch die Frage, warum man auf Dual-Core CPUs umsteigen sollte. Bereits aktuelle Ein-Kern-Prozessoren werden heute nur selten voll gefordert, und viele Anwendungen sind gar nicht in der Lage, parallel auf zwei Kernen zu arbeiten. Besonders Spieleentwickler machen von dieser Möglichkeit fast nie Gebrauch, obwohl bereits Intels HyperThreading-Technologie von einer solchen multi-threaded Programmierung klar profitieren würde. Ob Dual-Core CPUs sinnvoll sind, hängt ganz von der Art der Nutzung ab. Zunächst braucht man ein Betriebssystem, welches mehrere CPUs unterstützt. Hier bieten sich Windows 2000, XP, Linux, BSD sowie Solaris an. Dann braucht man Anwendungen, welche multi-threaded programmiert wurden. Dazu gehöret z.B. professionelle Foto-, Video-, CAD- und Rendering-Software, eben solche Programme, welche auch zuvor schon auf Multi-CPU Workstations eingesetzt wurden. Ein solches System kann auch für kleinere Server genutzt werden, allerdings stellt die fehlende Unterstützung von Registered ECC Arbeitsspeicher für dieses Einsatzgebiet ein großes Manko dar.

Doch ein Dual-Core System bringt auch dem Anwender zu Hause etwas, denn durch die Verteilung der Lasten auf zwei Kerne arbeitet auch der heimische PC deutlich flüssiger und reagiert spürbar schneller. Schon die HyperThreading Technologie von Intel erzeugte hier eine Spontanität, welche Computer mit AMDs Athlon 64 CPU bisher vermissen ließen. Besonders wenn im Hintergrund Anwendungen laufen, etwa ein Virenscanner die Dateien untersucht oder Multimediadateien encoded werden, ist dieser Unterschied überdeutlich. Wer aber nicht gerade an Distributed Computing Projekten wie Grid.org teilnimmt, wird die Leistung einer Dual-Core CPU zumeist nicht ausnutzen. Es ist daher wichtig, daß durch den Einsatz von Dual-Core Prozessoren die Leistungsaufnahme im Leerlauf nicht zu stark ansteigt, ansonsten wird diese Technologie meist nur dem Stromversorger nutzen.


AMD Athlon 64 X2 3800+ - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Zuletzt sollte man nicht vergessen, warum AMD und Intel derzeit die Dual-Core Prozessoren als den Stein der Weisen vermarkten: Die Zeit der großen Taktsteigerungen ist vorerst vorbei. Das GHz-Rennen zwischen Intel und AMD hatte ein solch hohes Tempo, daß die 2 GHz-Grenze gleich mitgerissen wurde. Die Architektur des Intels Pentium 4 arbeitet zwar nicht so effizient wie die des AMD Athlon, doch sie ermöglichte es Intel, problemlos Taktraten von 3 GHz zu erreichen. Während Intel oberhalb von 3 GHz Probleme bekam, fiel es AMD schwer, seine Architektur deutlich über 2 GHz anzuheben. Wenn sich der Takt nicht weiter anheben läßt, sind weitere Kerne ein probates Mittel, um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Weiter: 2. CPU-Übersicht

1. Einleitung
2. CPU-Übersicht
3. Testsysteme
4. Benchmarks: CPU und Speicher
5. Benchmarks: 3D-Spiele
6. Benchmarks: 3D-Anwendungen
7. Benchmarks: Encoding
8. Leistungsaufnahme
9. Fazit

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