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Connect3D Radeon X800XT ViVo (AGP) im Test - 1/5
19.12.2004 by doelf
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Am heutigen Sonntag möchten wir die Tests von AGP-Grafikkarten der ATi X800er-Serie komplettieren. Bisher hatten wir uns die Asus AX 800Pro und die MSI X800SE-TD256 angesehen, nun ist es an der Zeit, einen Blick auf die Radeon X800XT GPU zu werfen. Unser Testkandidat ist die Connect3D Radeon X800XT ViVo, ein Modell mit rotem ATi PCB und dem Referenzkühler der Kanadier. Ob es der Connect3D Radeon X800XT ViVo gelingt, unsere MSI NX6800Ultra zu schlagen und ob vielleicht sogar die Übertaktung auf das Niveau einer X800XT-PE gelingt, wird sich im Laufe dieses Testberichtes zeigen.
Lieferumfang und technische Daten
ATis Radeon X800SE GPU verfügt über 8 Pixelpipelines, die X800Pro kommt auf derer 12 und nur die Spitzenmodelle X800XT und X800XT-PE können alle 16 Pipelines dieser Architektur nutzen. Dabei taktet die Radeon X800XT mit 500 MHz Chip- sowie Speichertakt (DDR1000) und erreicht mit ihrer 256 Bit breiten Speicheranbindung eine maximale Bandbreite von 32,0 GB/s. Wir werden im Verlauf dieses Testes versuchen, die Connect3D Radeon X800XT ViVo mit einem Chiptakt von 520 MHz und einem Speichertakt von 560 MHz zu betreiben, woraus ein maximaler Speicherdurchsatz von 35.8 GB/s resultiert. Dies wäre dann das Niveau einer X800XT-PE.
Betrachten wir nun den Lieferumfang der Karte:
Connect3D packt zwar alles bei, was man unbedingt braucht, verzichtet aber auf Spiele- oder Softwarebeigaben. Für eine Grafikkarte der Spitzenklasse mit einem Preis von 489,- Euro ist das ein wenig mager.
Testsystem
Die Connect3D Radeon X800XT wurde auf folgendem Setup getestet:
Connect3D Radeon X800XT ViVo (AGP) im Test - 2/5
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Layout und Kühlerdesign
Das rote PCB der Connect3D Radeon X800XT entspricht im Layout der Asus AX 800Pro, allerdings gibt es einen deutlichen Unterschied, der in der ViVo-Funktionalität unseres Testmusters begründet ist. Auf der Unterseite der Grafikkarte befindet sich der ATi Rage Theater, ein Chip, welchen ATi seit der ersten Radeon-Generation für die Composite- und S-Video-Eingänge nutzt, und der eine ordentliche Qualität für analoge Aufzeichnungen bietet:
Der Kühler entspricht dem Modell auf der Asus AX 800Pro, es handelt sich um die Kombination eines großen Lüfters mit einem Kühlkörper aus Kupfer. Im 2D-Betrieb arbeitet dieser Lüfter angenehm leise, im 3D-Betrieb scheint die Radeon X800XT GPU jedoch deutlich mehr Abwärme zu produzieren als eine X800Pro, denn im Gegensatz zur Asus AX 800Pro dreht der temperaturgeregelte Lüfter der Connect3D X800XT recht schnell hoch und arbeitet dann auch deutlich hörbar - wenn auch leiser als die Referenzkühlung auf Karten mit NVIDIAs GeForce 6800 Ultra oder GT.
Auf unserer Testkarte finden wir 256 MB GDDR3 Grafikspeicher von Samsung (Typ K4J55323QF-GC16), der bis zu 600 MHz spezifiziert ist. Somit sollte sich zumindest der Speichertakt eine Radeon X800XT-PE (560 MHz) problemlos erreichen lassen.
Connect3D Radeon X800XT ViVo (AGP) im Test - 3/5
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Overclocking
Bewaffnet mit ATiTool 0.0.22 machen wir uns ans Übertakten unserer Connect3D Radeon X800XT ViVo. Erreichen wir den Takt einer Radeon X800XT-PE? Ja, sogar völlig problemlos!
Sehen wir uns die Steigerungen in einigen Benchmarks im Vergleich zur GeForce 6800 Ultra an:
| 3DMark2003: 4xAA + 8xAF | ||
| X800XT@PE 256MB; Catalyst 4.11 | 7487 | |
| MSI NX6800Ultra 256MB; Forceware 66.93 | 7467 | |
| Connect 3D X800XT 256MB; Catalyst 4.11 | 6998 | |
| 3DMark2005, 4xAA + 8xAF | ||
| X800XT@PE 256MB; Catalyst 4.11 | 4510 | |
| MSI NX6800Ultra 256MB; Forceware 66.93 | 4413 | |
| Connect 3D X800XT 256MB; Catalyst 4.11 | 4289 | |
| Shadermark 2: Per Pixel Diffuse Lighting, 1600x1200, 4xAA + 8xAF | ||
| MSI NX6800Ultra 256MB; Forceware 66.93 | 324 | |
| X800XT@PE 256MB; Catalyst 4.11 | 276 | |
| Connect 3D X800XT 256MB; Catalyst 4.11 | 262 | |
| Aquamark03: 4xAA + 8xAF | ||
| Connect 3D X800XT 256MB; Catalyst 4.11 | 49035 | |
| X800XT@PE 256MB; Catalyst 4.11 | 48115 | |
| MSI NX6800Ultra 256MB; Forceware 66.93 | 48018 | |
| Doom III, ultra quality, 1600x1200, 4xAA + 8xAF | ||
| MSI NX6800Ultra 256MB; Forceware 66.93 | 36.2 | |
| X800XT@PE 256MB; Catalyst 4.11 | 34.5 | |
| Connect 3D X800XT 256MB; Catalyst 4.11 | 31.9 | |
Nicht schlecht, nicht schlecht! Die Connect3D Radeon X800XT ViVo bietet sehr gute Performance und Übertaktungspotential und weist übertaktet selbst die GeForce 6800 Ultra in ihre Schranken.
Connect3D Radeon X800XT ViVo (AGP) im Test - 4/5
19.12.2004 by doelf
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Alltagsbetrieb
Wir haben die Bildqualität der Connect3D Radeon X800XT über den VGA- sowie den DVI-Ausgang an einem Röhrenmonitor mit 1600x1200 Bildpunkten sowie an einem TFT mit 1280x1024 Bildpunkten getestet. Die Qualität war in beiden Fällen gut. Auch der TV-Ausgang sowie der Video-Eingang liefern ein brauchbares Ergebnis, allerdings kann man nicht die Qualität einer digitalen DVB-Karte erwarten. Im Vergleich mit den anderen Probanten sehen wir die Connect3D Radeon X800XT ViVo in Sachen Ausgabequalität im oberen Drittel. Treiberprobleme hatten wir mit dieser Karte keine und auch unser Test-Netzteil - ein Fortron 350 Watt - bereitete uns im Zusammenspiel mit der Connect3D Radeon X800XT keinerlei Schwierigkeiten.
Benchmarks
54 Benchmarks der Connect3D Radeon X800XT im Vergleich mit 26 weiteren Grafikkarten finden sich in unserem 3D-Performance-Guide Q4/2004:
Connect3D Radeon X800XT ViVo (AGP) im Test - 5/5
19.12.2004 by doelf
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Fazit
Die AGP-Version der Connect3D Radeon X800XT ViVo enttäuschte uns nur in Hinblick auf den Lieferumfang. Bei einer Grafikkarte für 489,- Euro hatten wir etwas mehr erwartet! Sieht man sich jedoch die Performance an, so kann diese Karte sogar gegen unsere MSI NX6800Ultra bestehen. Das relativiert den Preis, auch wenn die Connect3D damit noch lange nicht zum Schnäppchen wird.
Überrascht hat uns die Übertaktungsfreudigkeit dieser Grafikkarte. Die Connect3D Radeon X800XT ViVo erreichte im Test problemlos den Takt einer Radeon X800XT-PE und lieferte dann eine wirklich hervorragende Performance. Dank Rage Theater bietet sie zudem ViVo-Funktionalität und arbeitete im Test völlig problemlos mit allen Benchmarks und unserem Fortron 350 Watt Netzteil zusammen.
Der Lüfter ist leider nicht so leise wie auf der Asus AX 800Pro, denn die Radeon X800XT GPU gibt mit ihrem höheren Takt und 16 Pixelpipelines doch deutlich mehr Wärme ab, als eine Karte mit Radeon X800Pro. Im 2D-Betrieb können wir nicht klagen, lediglich bei 3D-Last dreht der Lüfter schnell hoch und wird dann deutlich wahrnehmbar. Dennoch: Wer bereit ist, 489,- Euro in eine Grafikkarte zu investieren, trifft mit dieser Karte eine sehr gute Wahl.
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