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Dual-Channel-DDR400-RAM, Canterwood und FSB800 Pentium 4 - 3/18
Beleuchten wir, wie eingangs versprochen, die oben erwähnten Features einmal genauer:
Nur deshalb lässt es sich erklären, warum Intel überhaupt noch auf den DDR-I-400-Zug aufgesprungen ist, der doch nahezu abgefahren zu sein schien. Erst mit DDR-II sollte es weitergehen, man wollte sich keine Probleme mit diesen hohen Frequenzen einhandeln, daher konnte man sich zunächst nicht zu einer JEDEC-Initiative durchringen. Die sich kurze Zeit später immer deutlicher abzeichnenden Probleme des Mitbewerbers VIA sprachen für Intels Entscheidung. Dem KT400 entzog man kurz vor dem Launch den offiziellen DDR400-Support, die Mainboardhersteller gaben daher nach eigenem Gusto den DDR400-Betrieb mit lediglich einem einzigen Riegelchen frei. Über die Performance-Gewinne, Verzeihung, Einbußen, möchten wir an dieser Stelle nicht reden – schließlich finden sich in der AMD-Welt gänzlich konträre technische Voraussetzungen. Trotzdem muss man Intels DDR400-Initiative begrüßen, denn dieser deutliche Impuls wird endlich Ordnung in den Standardisierungs-Wirrwarr bringen. Soweit waren unsere Ausführungen sicher nachvollziehbar, das ändert sich jedoch mit Intels „Performance Acceleration Technology“. Da wir jedoch kein reines Technik-Studium betreiben wollen, verschonen wir euch mit allzu detaillierten Ausführungen. Aufgrund verbesserter Fertigungs-Technik – Intel spricht davon, dass für den 875P das schnellste Silizium verwendet wird - und verbessertem logischen Design, ist es Intel bei der Speicheradressierung gelungen, zwei Taktzyklen einzusparen, ohne die übrigen Interfaces aus dem Ruder laufen zu lassen, also nicht zu overclocken. Welchen Einfluss PAT auf die Gesamtperformance tatsächlich hat, können wir an dieser Stelle nicht klären, da man dieses Feature im Bios nicht disablen kann. Äußerst interessant dürfte Intels Communications Streaming Achitecture (CSA) sein, wodurch die zunehmend beliebter werdenden Gigabit-Netzwerk-Adapter enorm profitieren und das übrige System spürbar entlastet wird. Durch CSA hat der verbaute Intel P82547EI-Gigabit Adapter mit einer Bandbreite von 266MB/s zum Memory Controller Hub (MCH) direkten Zugriff auf den System-Speicher. Anders ausgedrückt: Man belastet nicht mehr den ohnehin arg gebeutelten PCI-Bus, der mit einer verfügbaren Bandbreite von 133MB/s an die ICH5 angebunden ist, sondern flanscht den Gigabit-Controller direkt an den MCH (vergleichbar mit der konventionellen Northbridge) an. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Simultane Daten-Ströme können erheblich besser gehandelt werden, Netzwerk-Traffic, insbesondere Traffic-Spitzen (Bursts), stellen ein weitaus geringeres Problem dar, wodurch letztendlich die CPU-Auslastung deutlich gesenkt werden soll.
Weiter: 4. IDE/S-ATA-Interface
1. Einleitung |
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