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Richtig gute Fotos!
Ein einfacher Wunsch. Wer zwischen 1000 und 2000DM in einen "normalen" Fotoapparat investiert, der kann hohe Qualität erwarten. Bei digitalen Kameras ist dies ein wenig anders. Geräte mit 1,3 Millionen Bildpunkten eignen sich nur, um Schnappschüsse für die Webseite zu schießen, die Qualität von Kameras unter 1000DM kann nur selten zufriedenstellen. Bei 1000DM und 2,3 Millionen Pixeln sieht die Sache schon besser aus, mit der Qualität dieser Geräte werden die meisten leben können. Leider liefern selbst billige Kleinbildkameras noch immer bessere Bilder, was auf die Dauer recht frustrierend ist. Die aktuelle Kamerageneration schafft 3,3 Millionen Pixel und ab 1400DM bekommt man bereits sehr gute Ergebnisse. Wer hier 400DM mehr investiert macht sicherlich keinen Fehler! Außerdem ist ja bald Weihnachten!
Unser Testkandidat ist eine Casio QV-3000EX/lr, ein Oldie unter den 3,3 Megapixel Kameras, denn dieses Gerät ist bereits seit über einem halben Jahr erhältlich (und nicht selten ausverkauft). Mit 1399,- DM ist sie zudem recht preiswert (für eine 3,3 Megapixel Kamera).
Die Stärken:
Die QV-3000EX/lr ist - wie gesagt - eine 3,3 Megapixel Kamera. Mit USB, serieller Schnittstelle und Video-Out zeigt sich das Gerät anschlußfreudig. Neben der Compactflash Karten der ersten Generation wird auch die zweite unterstützt, das ist wichtig falls man ein IBM Microdrive einsetzen möchte (dazu später mehr). Das Objektiv der Kamera stammt von Canon (Brennweite f=7,0-21,0mm), der optische Zoom ist 3-fach, digital ist 6-facher Zoom möglich). Während der Sucher gerade bei Nahaufnahmen voll daneben zeigt, ist das LCD-Display sehr deutlich und macht einen sehr guten Eindruck. Der integrierte Blitz läßt sich einfach abschalten, erzwingen oder auf automatisch setzen. Überhaupt ist die Bedienung sehr unkompliziert! Mit 4 Pfeiltasten, einer Taste zur Auswahl und einer zum Abbruch kann man fast alles einstellen, ein Blick in die Anleitung ist nur selten nötig. Intuitive Bedienung ist leider noch immer nicht selbstverständlich, deshalb ein großes Lob an Casio. Auch die Software ist recht unkompliziert. Sie funktioniert mit Windows 95, 98, NT, 2000 und ME. Auch der Macintosh mit MacOS 8.5 (oder 8.1 mit USB-Erweiterung) wird bedient. Unter Windows NT muß die Kamera über die serielle Schnittstelle angeschlossen werden, da USB von Windows NT nicht unterstützt wird. Die Fotos werden beim herunterladen aus der Kamera als Webseite mit Thumbnails angelegt, was die Übersicht erheblich erleichtert. Sozusagen ein automatisches Fotoalbum.
Die Schwächen:
Leider hat die Kamera zwei große Schwächen: zum einen faßt die mitgelieferte Compactflash Card lediglich 8MB, bei einer Digitalkamera mit 3,3 Millionen Pixel Auflösung passen bei hoher Qualität noch nicht einmal 8 Fotos auf diese Karte. Im Mittel waren die Fotos 1,22MB groß - das sind lediglich 6 Bilder! Keine Frage, wer die Casio QV-3000EX/lr kauft, der müß zusätzlich noch 200 bis 500 Mark für eine weitere (und größere!) Compactflash Card einplanen. Oder aber er setzt auf ein IBM Microdrive (später mehr).
Der zweite Mangel ist sogar noch einfacher zu lösen: Casio liefert die Kamera ohne Akkus und Aufladestation aus, lediglich Batterien liegen bei. Leider sind diese extrem schnell "leer", wobei "leer" bedeutet, daß sie noch zu 2/3 voll sind, von der Kamera jedoch verschmäht werden. Mit unseren Batterien schafften wir 6 Fotos, konnten diese noch auf den PC kopieren und das war's dann. Man könnte sagen, Casio hat den Speicher und die Stromversorgung perfekt aufeinander abgestimmt. Eine Ladestation mit Nickel-Metalhybrid Akkus für 100DM löst auch dieses Problem und 86 Bilder mit einer Akkuladung sind gar nicht so schlecht! Der Anteil von Fotos mit Blitzlicht lag bei etwa 40%.
Zuletzt wäre noch das magere Handbuch zu erwähnen. Eine wesentlich bessere Version lief auf der CD als PDF-Datei bei!
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