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Sockel 939 mit ULi 1689: Chaintech S1689 im Test - 1/11
25.05.2005 by doelf
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UPDATE 21.08.2005
ULi 1689 zum Dritten...
Wir befinden uns in der etwas absurden Situation, daß der Chipsatz-Exot ULi 1689 nun bereits zum dritten Mal in unser Testcenter kommt. Hatten wir diesen AGP-8x Chipsatz im 1-Chip-Design zuvor schon auf dem Asrock K8-Combo-Z (Sockel 754+939) und dem Albatron K8Ultra-U Pro (Sockel 754) vorgefunden, so gesellt sich mit dem Chaintech S1689 heute ein vollblütiges Mainboard für den Sockel 939 hinzu. Auch diese Platine wendet sich an den preisbewußten Anwender, bietet mit 5 PCI-Steckplätzen und 4 Speicher-Slots jedoch deutlich bessere Ausbaumöglichkeiten als die beiden zuvor genannten Mainboards. Lediglich auf PCI-Express muß der Käufer des Chaintech S1689 verzichten, ein Opfer, daß man derzeit durchaus noch machen kann.
Der ULi 1689 Chipsatz
Im Vergleich zu aktuellen PCI-Express Chipsätzen - wie z.B. dem NVIDIA nForce4 Ultra - kann der ULi 1689 nur eine Basis-Ausstattung vorweisen:
Es gibt somit weder SATA II noch 4 SATA Anschlüsse noch 8-Kanal Audio noch Gigabit-LAN. Im Gegensatz zu NVIDIAs nForce4-Familie und VIAs K8T890 ist zudem der HyperTransport Upstream auf 8-Bit Breite beschränkt. Ob und wie sich dies in den Benchmarks auswirken wird, werden wir später sehen. Da ULi auch ältere Windows-Versionen unterstützt, eignet sich dieser Chipsatz besonders gut für Aufrüster und alle Benutzer, die ihre alte Grafikkarte auch weiterhin verwenden wollen.
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25.05.2005 by doelf
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Chaintech S1689: Preis und Lieferumfang
Mit einem Preis von ca. 73,- &euro ist das Chaintech S1689 eines der preiswertesten Mainboards für den Sockel 939. Dabei wird mit 4 DIMM-Sockeln und 5 PCI-Slots viel Raum für Aufrüstungen geboten. Onboard findet sich das Nötigste: 6-Kanal Audio, 10/100 MBit LAN, 2x ATA133 und 2x SATA mit RAID 0, 1 sowie JBOD (Festplattenverbund).
Im Karton des Chaintech S1689 finden wir folgenden Lieferumfang:
Vier USB 2.0-Anschlüsse finden sich im Backpanel, zwei Header auf dem Mainboard für 4 weitere Anschlüsse befinden sich am unteren Rand der Platine. Wir hätten uns zumindest ein Bracket für zwei oder besser alle vier dieser Anschlüsse gewünscht.
Im ATX-Backpanel platziert Chaintech folgende Anschlüsse:
Für ein preiswertes Mainboard sind Ausstattung und Lieferumfang stimmig und für die Mehrzahl der Benutzer werden die gebotenen Funktionen ausreichen. Lediglich den Mangel an USB-Brackets müssen wir hier monieren, denn vier USB-Anschlüsse reichen oft nicht aus.
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25.05.2005 by doelf
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Chaintech S1689: Layout
Wie beim VNF4 Ultra Zenith VE ordnet Chaintech auch beim S1689 die Speicher-Slots ganz oben an. Hierdurch läßt sich ein schmaleres Mainboard-Design verwirklichen, und bei Verwendung eines Netzteils mit Bodenlüfter wird heiße Luft im Umfeld des Speichers sofort abgezogen.
In vielen Punkten erinnert das Layout des S1689 an das Albatron K8Ultra-U Pro, allerdings gibt es entscheidende Punkt, die für Chaintechs Lösung sprechen:
Allerdings teilen sich beide Boards auch "Layout-Schwächen": So sitzt die Stromversorgung dicht am CPU-Sockel, was die Montage erschwert. Gerade die Befestigung eines AMD Boxed-Kühlers ist umständlich, da Chaintech einen hohen ELKO vor der Haltenase des Retention-Moduls platziert. Auch die Stromanschlüsse, die sich links unterhalb des CPU-Sockels befinden, liegen für die Montage ausladender Kühler recht ungünstig, auch die Kabelführung wird durch diese Lage erschwert. Aus elektrotechnischer Sicht ist es hingegen sehr sinnvoll, den Strom genau an dieser Stelle einzuspeisen, da sich die primären Verbraucher (CPU und Grafikkarte) in der direkten Nachbarschaft befinden.
Das Chaintech S1689 hat einen 20-Pin ATX-Stromanschluß, wer ein neues Netzteil mit 24-Pin Stecker verwenden möchte, braucht also einen Adapter. Im Test verwendeten wir ein 420 Watt Netzteil (20-Pin) mit 18 Ampere auf der +12 Volt Leitung von TSP und konnten keinerlei Probleme feststellen.
Auf dem S1689 finden sich zwei Fan-Header, die nicht automatisch geregelt werden. Den Anschluß für den Lüfter des Prozessorkühlers findet man dicht unterhalb des CPU-Sockels, für die Montage ausladender Kühler sollte man die Grafikkarte entfernen, um besser an diesen Anschluß zu gelangen. Der zweite Fan-Header sitzt rechts unten beim BIOS-Chip und ist gut zugäglich.
Die vier Laufwerksanschlüsse - 2x PATA, 2x SATA - wurden am rechten Rand des Mainboards angeordnet, wo sie selbst langen Steckkarten nicht im Wege sind. Der Floppy-Anschluß liegt unterhalb des fünften PCI-Steckplatzes - hier erscheint das Verlegen des Anschlußkabels unterhalb des Mainboards als sinnvolle Option.
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Chaintech ordnet die Steckplätze für Erweiterungskarten wie folgt an:
Der Wegfall des obersten Steckplatzes ermöglicht es Chaintech, die vier Speicher-Slots horizontal anzuordnen und ausreichend viel Platz für CPU, Stromversorgung und ATA133-Anschlüsse zu schaffen. Die horizontalen DIMM-Slots lassen ein problemloses Wechseln der Speicherriegel zu, allerdings entpuppen sich die verwendeten Sockel als etwas schwergängig, so daß wir die Speicherbestückung des ausgebauten Mainboards empfehlen. Aufgrund der dicht neben der CPU angeordneten Stromkabel bietet sich die Verwendung eines CPU-Kühlers in der Tower-Bauform an. Der Arbeitsspeicher kann durch den Bodenlüfter des Netzteiles gekühlt werden und der Chipsatz läuft so kühl, daß hier keine aktiven Kühlungsmaßnahmen notwendig sind.
Links unterhalb des Chipsatzes sehen wir die CMOS-Batterie, rechts daneben einen Piezo-Speaker und das gesockelte BIOS mit CLEAR-CMOS Jumper. Am unteren Rand des Mainboards befinden sich der Floppy-Anschluß, zwei USB-Header sowie die Gehäuse-Anschlüsse (Power, Reset, LEDs).
Ein Winbond W83627HF-AW Super I/O- und Monitoring-Chip befindet sich links neben den PCI-Steckplätzen - schade, denn die Version 83627THF-AW hätte zusätzlich noch eine Lüftersteuerung geboten.
Oberhalb des Winbond W83627HF-AW befindet sich der 10/100 MBit PHY RTL8201CL von Realtek, darüber der AC97 6-Kanal Audio-Codec ALC655 des selben Herstellers.
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25.05.2005 by doelf
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Chaintech S1689: BIOS und Overclocking
Zunächst betrachten wir einige wichtige BIOS-Optionen, danach werden wir die Tuning- und Übertaktungsmöglichkeiten ausprobieren. Für diesen Test verwendeten wir das BIOS 3.0 sowie die Version Beta 0518, welche bereits Dual-Core CPUs unterstützt. Kommen wir zunächst zu den Auffälligkeiten der beiden BIOS Versionen:
BIOS 3.0:
Werfen wir einen Blick auf die Speicher-Timings:
Die Optionen, die wirklich gebraucht werden, sind vorhanden. Positiv fällt auf, daß jeder einzelne Wert auch automatisch ermittelt werden kann. Die Option "1T/2T Memory Timing" wurde fehlerhaft implementiert, so daß nur die Automatik genutzt wird und das manuelle Überscheiben nicht möglich ist. Dies ist ärgerlich, aber nicht tragisch, denn die Automatik funktioniert gut und stellt die richtigen Werte ein (1T bei Verwendung von zwei DDR400 Speicherriegeln, 2T beim Einsatz von vier Speicherriegeln). Dazu mehr im Abschnitt Speicherkompatibilität.
Betrachten wir die weiteren Tuning-Optionen:
Hier werden einige Leser die Spannungsmanupulation für AGP, Arbeitsspeicher und Chipsatz sowie die Entkopplung des PCI/AGP-Taktes vermissen. Für Hardcore-Overclocker ist das Mainboard nicht geeignet, wer etwas "tunen" will, wird hingegen fündig.
Praktisch finden wir auch die Anzeige der "Post Codes" des BIOS beim Systemstart.
Während wir auf dem Asus A8N-SLI Deluxe stabile 250 MHz FSB und DDR500 erreichen konnten, kamen wir beim MSI K8N SLI Platinum "nur" auf 240 MHz FSB und DDR480. Das Chaintech VNF4 Ultra Zenith VE erreichte 220 MHz sowie DDR440.
Mal sehen, wie sich das Chaintech S1689 so schlägt. Bei 10x 230 MHz bootet die Platine sogar noch mit 1T:
Auch der Windowsstart gelingt bei 230 MHz und SiSoft Sandra läuft durch (Mem/INT: 6410; Mem/FPU: 6373), TMPEG hingegen stürzt ab. Bei 225 MHz arbeitet das Mainboard auch mit 1T noch stabil. Setzen wir die Command Rate auf 2T, so sind auch 230 MHz problemlos möglich.
Mit 10x 230 MHz erzielen wir ein anständiges Übertaktungsergebnis - jedenfalls für ein Budget-Mainboard. Hier die Benchmarks:
| TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser) | ||
| Chaintech S1689 ULi 1689 2T;10x230MHz | 130 sec. | |
| Chaintech S1689 ULi 1689 1T;10x225MHz | 133 sec. | |
| Chaintech S1689 ULi 1689 1T;11x200MHz | 147 sec. | |
| SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): Mem/INT; Mem/FPU | ||
| Chaintech S1689 ULi 1689 1T;10x225MHz | 6285 6227 | |
| Chaintech S1689 ULi 1689 1T;11x200MHz | 5923 5837 | |
| Asus A8N-SLI nForce4SLI 2T;8x250MHz | 5697 5650 | |
| MSI K8N-SLI nForce4SLI 2T;10x240MHz | 5569 5584 | |
| Chaintech S1689 ULi 1689 2T;10x230MHz | 5526 5511 | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra 2T;10x220MHz | 5369 5373 | |
| MSI K8N-SLI nForce4SLI 2T;8.5x240MHz | 5233 5216 | |
| MSI K8N-SLI nForce4SLI 2T;11x200MHz | 4913 4899 | |
| Asus A8N-SLI nForce4SLI 2T;11x200MHz | 4895 4872 | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra 2T;11x200MHz | 4874 4878 | |
Wie kann das sein? Die "Billig"-Platine hat die besten Speicherwerte trotz niedrigerem Takt? Das liegt an der 1T Command Rate, welche wir auf den anderen Paltinen für einen höheren Bezugstakt opfern mußten. Eines wird hier deutlich: Durch die Erhöhung des Speichertaktes kann man nicht viel gewinnen, denn höhere Taktraten erfordern zumeist den Verzicht auf die 1T Command Rate oder das Anlegen höhrer Spannungen. Wer den Takt jedoch erhöht, um die CPU-Leistung zu steigern, kann mit Zugewinnen rechnen. Sinnvoll erscheinen daher Werte um die 220 MHz, bei denen auch die Verwendung der 1T Command Rate noch gelingen kann.
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Chaintech S1689: Resourcen, Stabilität und Auffälligkeiten
Wir bestücken das Chaintech S1689 und betrachten die IRQ-Vergabe:
| IRQ | Gerät |
| 16 | AGP |
| 17 | LAN; PCI #1 |
| 18 | Audio; PCI #2 |
| 19 | SATA; PCI #3 |
| 20 | USB; PCI #4 |
| 21 | USB; PCI #5 |
| 22 | USB |
| 23 | USB |
Die IRQ-Verteilung ist sinnvoll gelöst, jede Steckkarte bekommt einen eigenen IRQ, muß diesen allerdings mit onboard Komponenten teilen.
Cool & Quiet
In Zeiten steigender Strompreise ist Cool & Quiet ein sehr sinnvolles Feature, welches viele Kunden von der AMD Plattform überzeugen konnte. Wir installierten den AMD Athlon 64 Processor Driver 1.1.0.18 und stellten in der Systemsteuerung von Windows XP unter "Energieoptionen" das Profil "Tragbar/Laptop" ein. Cool & Quiet funktionierte auf Anhieb und in allen Speicherkonfigurationen problemlos und taktete die CPU auf 999,9 MHz (5 x 200,0 MHz) herunter:
Speicherkompatibilität
Folgende Speicher-Kombinationen kamen bei unserem Test zum Einsatz (es wurde jeweils die automatische Speichererkennung des Mainboards verwendet):
24-Stunden-Volllasttest
Das Chaintech S1689 erlaubt zwar den Einsatz von vier doppelseitigen Speicherriegeln, dies jedoch nur mit einem Takt von 157 MHz (DDR314). Dabei handelt es sich um eine Näherung an 166 MHz (DDR333), die sich aus der Verwendung eines ganzzahligen Teiles und einem CPU-Takt von 2200 MHz ergibt (2200 / 14 = 157 MHz). Im Prinzip ist dies völlig korrekt und erfüllt AMDs Vorgaben, dennoch gelang uns beim Asus A8V-E Deluxe auch das Kunststück, das Mainboard mit 4 doppelseitigen Riegeln mit DDR400 zu betreiben.
Als zweites Sockel 939 Mainboard in unserem Testcenter wählt das Chaintech S1689 immer die richtigen Speichereinstellungen:
Das zweite Mainboard, welches diese Einstellungen richtig vornahm, war übrigens das VNF4 Ultra Zenith VE - ebenfalls von Chaintech!
Wäre da nicht der Patzer mit der manuellen Auswahl der 1T/2T Command Rate, welche nicht funktioniert, hätten wir an dieser Stelle nichts zu beklagen. Die Stabilität ist mit dem BIOS 3.0 sowie mit dem BIOS 0518 Beta vorbildlich, die Speicherkompatibilität ist sehr gut. Wie beim VNF4 Ultra Zenith VE muß man für den Dual-Channel Betrieb die benachbarten, gleichfarbigen DIMM-Slots bestücken.
Grafikkartenkompatibilität
Wir haben das Mainboard mit folgenden Grafikkarten getestet:
Unser Chaintech S1689 kommt problemlos mit den verwendeten Grafikkarten zurecht und arbeitet schnell und problemlos.
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25.05.2005 by doelf
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Testsetup
Die mit fetter Schrift hervorgehobenen Komponenten wurden für die Benchmarks verwendet:
Soundcheck
Vor Kurzem hatten wir mit dem MSI K8N SLI Platinum einen Überflieger in Hinblick auf den onboard Sound auf unserer Teststation. Kein Wunder, denn MSI verbaut einen SoundBlaster Live 24-Bit von Creative! Asus A8N-SLI Deluxe und Chaintech VNF4 Ultra Zenith VE zeigten mit dem 7.1 AC97-Codec ALC850 von Realtek eine ordentliche Leistung, ohne jedoch wirkliche Glanzlicheter setzen zu können - allerdings verzichteten beide Mainboards auch auf grobe Ausrutscher.
Mal sehen, wie sich das Chaintech S1689 schlägt:
| RightMarkt 5.0 | Chaintech S1689 |
Asus A8N-SLI |
MSI K8N-SLI |
| Frequency response, dB Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz (geringere=besser) |
+0.37;-2.18 | +0.19;-0.83 | +0.08;-0.20 |
| Noise level, dBA Eigen-Rauschpegel (niedriger=besser) |
-75.4 | -74.2 | -98.9 |
| Dynamic range, dBA Dynamik-Bereich (größer=besser) |
76.5 | 74.7 | 90.4 |
| Total Harmonic Distortion (Klirrfaktor) % (niedriger=besser) |
0.033 | 0.054 | 0.0057 |
| Intermodulation distortion, % (niedriger=besser) |
0.458 | 0.065 | 0.017 |
| Stereo crosstalk, dB Übersprechen (niedriger=besser) |
-76.6 | -78.1 | -99.0 |
Das Chaintech S1689 bietet eine brauchbare Soundlösung mit durchschnittlichen Messwerten. Während das Übersprechen der beiden Stereokanäle recht gering ist, ist der gemessene Wert der Intermodulations-Verzerrung eindeutig zu hoch. Für ein preiswertes Mainboard ist die Audio-Umsetzung allerdings durchaus noch akzeptabel.
USB 2.0-Performance
Mit SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50) nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen Firewire-/USB 2.0-Case (Avance iFire2) befindet sich eine 2,5" Notebookfestplatte mit 40 GB und 4200 U/Min von IBM (IC25N040AT), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:
| SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): USB 2.0 Sequential Read; Sequential Write | ||
| Chaintech S1689 ULi 1689 BIOS 3.0 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra BIOS 3.0 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| MSI K8N-SLI nForce4 SLI BIOS 3.1 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Asus A8N-SLI nForce4 SLI BIOS 1006 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Albatron PX915G4 Intel i915G | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Asrock K8-Combo ULi 1689 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Asrock K8S8X SiS 755 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Asus K8V SE VIA K8T800 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| EPoX 8KDA3+ nForce3 250GB | 20 MB/s 20 MB/s | |
| EPoX 8RDA6+ nForce 2 GB | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Albatron KX18DS nForce 2 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Asus A8V-E VIA K8T890 BIOS 1002 | 18 MB/s 19 MB/s | |
Das Chaintech S1689 erreicht das auf unserer Testplatte maximal mögliche Niveau.
IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate getestet. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:
| HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen) | ||
| Chaintech VNF4 S-ATA/nForce4Ultra BIOS 3.0 | 134.4 MB/s | |
| MSI K8N-SLI S-ATA/nForce4 BIOS 3.1 | 134.3 MB/s | |
| Asus A8N-SLI S-ATA/nForce4 BIOS 1006 | 134.2 MB/s | |
| EPoX 8KDA3+ S-ATA/nForce3 | 124.3 MB/s | |
| Albatron K8Ultra-U ULi 1689 BIOS 1.04 | 123.7 MB/s | |
| Chaintech S1689 P-ATA/ULi 1689 BIOS Beta 0518 | 123.6 MB/s | |
| Chaintech VNF4 P-ATA/nForce4Ultra BIOS 3.0 | 123.5 MB/s | |
| Asus A8N-SLI P-ATA/nForce4 BIOS 1006 | 123.5 MB/s | |
| MSI K8N-SLI P-ATA/nForce4 BIOS 1006 | 123.4 MB/s | |
| Albatron PX875P S-ATA/ICH5 | 122.9 MB/s | |
| Asus A8V-E S-ATA/VT8237R | 121.8 MB/s | |
| Albatron K8Ultra-U ULi 1689 BIOS 1.04 | 121.1 MB/s | |
| Albatron PX915G4 S-ATA/ICH6 | 120.8 MB/s | |
| Asus A8V-E P-ATA/VT8237R | 119.8 MB/s | |
| EPoX 8KDA3+ P-ATA/nForce3 | 117.1 MB/s | |
| Chaintech S1689 S-ATA/ULi 1689 BIOS Beta 0518 | 112.0 MB/s | |
| Albatron PX915G4 P-ATA/ITE | 105.9 MB/s | |
| Asus A8N-SLI S-ATA/SI RAID | 100.0 MB/s | |
| Albatron PX875P P-ATA/ICH5 | 92.0 MB/s | |
| Albatron PX915G4 P-ATA/ICH6 | 91.4 MB/s | |
Wir machten 5 Durchläufe, strichen das Maximum sowie das Minimum und errechneten den Mittelwert. Während die ATA133-Leistung vorbildlich ist, liegt die SATA-Performance deutlich hinter den schnellsten Platinen. Auch das Albatron K8Ultra-U, welches ebenfalls den ULi 1689 verwendet, erzielt bei der SATA-Burstrate keine Bestleistung, erreicht aber knapp 10 MB/s mehr als das Chaintech S1689.
CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart übertaktete Mainboards in Benchmarks einen Vorteil haben. Wie sieht es bei unserem Testkandidaten aus?
| Taktraten | Asus A8V-E |
Asus A8N-SLI |
MSI K8N-SLI |
Chaintech S1689 |
| CPU-Takt Soll: 2200 MHz |
2200.1 | 2211.35 | 2210.3 | 2199.8 |
| Speicher-Takt Soll: 200 MHz |
200.00 | 201.03 | 200.9 | 200 |
| Übertaktung | 0.00% | 0.52% | 0.47% | 0.00% |
Chaintech erzielt beinahe eine Punktlandung, der Takt ist lediglich einen Hauch zu niedrig. Die Abweichung ist derart gering, daß wir auf eine Korrektur verzichten können.
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CPU- und Speicher-Performance
Untersuchen wir zunächst die CPU-Leistung mit SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50):
| SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): Dhrystone; Whetstone; Whetstone SSE | ||
| MSI K8N-SLI nForce4SLI BIOS 3.1 | 10195 3479 4506 | |
| Chaintech S1689 ULi 1689 BIOS Beta 0518 | 10177 3476 4498 | |
| Asus A8V-E VIA K8T890 BIOS 1002 | 10147 3464 4485 | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra BIOS 3.0 | 10143 3462 4485 | |
| Asus A8N-SLI nForce4SLI BIOS 1006 | 10114 3454 4468 | |
| SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): INT/SSE; FPU/SSE | ||
| MSI K8N-SLI nForce4SLI BIOS 3.1 | 21007 22607 | |
| Chaintech S1689 ULi 1689 BIOS Beta 0518 | 20990 22567 | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra BIOS 3.0 | 20924 22500 | |
| Asus A8V-E VIA K8T890 BIOS 1002 | 20923 22501 | |
| Asus A8N-SLI nForce4SLI BIOS 1006 | 20858 22434 | |
Überraschung: Die Budget-Platine S1689 mischt in Sachen CPU-Leistung ganz vorne mit.
| SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): Mem/INT; Mem/FPU | ||
| Chaintech S1689 ULi 1689 Beta 0518; 1T | 5923 5837 | |
| Asus A8N-SLI nForce4SLI BIOS 1006; 1T | 5898 5817 | |
| MSI K8N-SLI nForce4SLI BIOS 3.1; 1T | 5885 5830 | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra BIOS 3.0; 1T | 5834 5800 | |
| MSI K8N-SLI nForce4SLI BIOS 3.1; 2T | 4890 4876 | |
| Chaintech S1689 ULi 1689 Beta 0518; 2T | 4883 4875 | |
| Asus A8N-SLI nForce4SLI BIOS 1006; 2T | 4870 4847 | |
| Asus A8V-E VIA K8T890 BIOS 1002; 2T | 4854 4853 | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra BIOS 3.0; 2T | 4852 4856 | |
Auch bei der Speicherperformance zeigt das Chaintech S1689 eine sehr gute Leistung. Da unsere Standard-Bestückung mit zwei doppelseitigen 512 MByte DDR400 Speicherriegeln auf dem S1689 immer mit 1T läuft, haben wir das Mainboard für die 2T Messung mit vier Speicherriegeln bestücken müssen.
| Cinebench 2003: CPU-Test (Rendering) | ||
| Chaintech S1689 ULi 1689 BIOS Beta 0518 | 310 | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra BIOS 3.0 | 308 | |
| MSI K8N-SLI nForce4SLI BIOS 3.1 | 307 | |
| Asus A8N-SLI nForce4SLI BIOS 1006 | 305 | |
| Asus A8V-E VIA K8T890 BIOS 1002 | 302 | |
| Super PI: 1M (niedrigere Werte sind besser) | ||
| Chaintech S1689 ULi 1689 BIOS Beta 0518 | 41 sec. | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra BIOS 3.0 | 41 sec. | |
| MSI K8N-SLI nForce4SLI BIOS 3.1 | 41 sec. | |
| Asus A8N-SLI nForce4SLI BIOS 1006 | 41 sec. | |
| Asus A8V-E VIA K8T890 BIOS 1002 | 41 sec. | |
Cinebench 2003 und Super PI bescheinigen dem Chaintech S1689 abermals eine sehr gute Performance.
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Sockel 939 mit ULi 1689: Chaintech S1689 im Test - 9/11
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3D-Spiele
Für diese reinen Performancevergleiche greifen wir auf bekannte 3D-Benchmarksuiten zurück, mit denen jeder Benutzer zu Hause unsere Ergebnisse einfach nachstellen kann. Auch wenn diese rein synthetischen Benchmarks mit der tatsächlichen Performance einzelner Spiele wenig gemein haben, läßt sich anhand ihrer hohen Anforderungen die Leistungsfähigkeit eines Mainboards bzw. Chipsatzes gut einschätzen.
Da die anderen Sockel 939 Mainboards, die wir in letzter Zeit im Test hatten, PCI-Express Grafikkarten verwenden, greifen wir für die 3D-Messungen auf unseren Artikel Sockel 939 und 754 vs. Sockel A mit NVIDIA, SiS, VIA und ULi zurück. Dieser bietet sieben AGP-Mainboards für den Sockel 939, 754 und A im Leistungsvergleich. Zum Einsatz kommt die Asus V9950 Ultra Grafikkarte mit der NVIDIA Forceware 61.76 und ein AMD Athlon 64 3200+ (Newcastle):
| Futuremark 3DMark2003 | ||
| Asus K8V SE VIA K8T800 | 6065 | |
| Albatron K8Ultra-U ULi 1689 | 6015 | |
| Asrock K8-Combo-Z ULi 1689 Sockel 939 | 6002 | |
| Asrock K8S8X SiS 755 | 5992 | |
| EPoX 8KDA3+ nForce3 250GB | 5980 | |
| Chaintech S1689 ULi 1689 | 5959 | |
| Asrock K8-Combo-Z ULi 1689 Man.=2000 MHz | 5946 | |
| Asrock K8-Combo-Z ULi 1689 Auto=1950 MHz | 5918 | |
| Albatron KX18DS nForce 2 | 5822 | |
| EPoX 8RDA6+ nForce2 GB | 5812 | |
Bei 3DMark03 finden wir das Chaintech S1689 lediglich im Mittelfeld.
| Aquamark03, CPU | ||
| Chaintech S1689 ULi 1689 | 9100 | |
| EPoX 8KDA3+ nForce3 250GB | 9083 | |
| Asrock K8-Combo-Z ULi 1689 Man.=2000 MHz | 9054 | |
| Asrock K8S8X SiS 755 | 9018 | |
| Asus K8V SE VIA K8T800 | 8983 | |
| Albatron K8Ultra-U ULi 1689 | 8950 | |
| Asrock K8-Combo-Z ULi 1689 Sockel 939 | 8932 | |
| Asrock K8-Combo-Z ULi 1689 Auto=1950 MHz | 8844 | |
| Albatron KX18DS nForce 2 | 7371 | |
| EPoX 8RDA6+ nForce2 GB | 7353 | |
Aquamark03 zeigt für das Chaintech S1689 eine sehr gute CPU-Leistung...
| Aquamark03, 3D | ||
| Asrock K8-Combo-Z ULi 1689 Sockel 939 | 5670 | |
| Albatron KX18DS nForce 2 | 5670 | |
| EPoX 8RDA6+ nForce2 GB | 5649 | |
| Asus K8V SE VIA K8T800 | 5622 | |
| Albatron K8Ultra-U ULi 1689 | 5616 | |
| Asrock K8S8X SiS 755 | 5616 | |
| EPoX 8KDA3+ nForce3 250GB | 5595 | |
| Asrock K8-Combo-Z ULi 1689 Auto=1950 MHz | 5586 | |
| Asrock K8-Combo-Z ULi 1689 Man.=2000 MHz | 5580 | |
| Chaintech S1689 ULi 1689 | 5433 | |
...bei der 3D-Leistung fällt das Mainboard jedoch wieder zurück.
Weitere Benchmarks des Chaintech S1689 im Vergleich zu sieben AGP-Mainboards für den Sockel 939, 754 und A finden sich in unserem Artikel Sockel 939 und 754 vs. Sockel A mit NVIDIA, SiS, VIA und ULi.
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Sockel 939 mit ULi 1689: Chaintech S1689 im Test - 10/11
25.05.2005 by doelf
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Encoding
Zuletzt lassen wir noch zwei Video-Encoder über ein AVI-Capture laufen und messen die benötigte Zeit:
| TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser) | ||
| Asus A8V-E VIA K8T890 BIOS 1002 | 144 sec. | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra BIOS 3.0 | 146 sec. | |
| MSI K8N-SLI nForce4SLI BIOS 3.1 | 146 sec. | |
| Chaintech S1689 ULi 1689 BIOS Beta 0518 | 147 sec. | |
| Asus A8N-SLI nForce4SLI BIOS 1006 | 147 sec. | |
| Windows Media Encoder 9: 5384 kbit/s (niedrigere Werte sind besser) | ||
| Chaintech S1689 ULi 1689 BIOS Beta 0518 | 1490 sec. | |
| Asus A8V-E VIA K8T890 BIOS 1002 | 1492 sec. | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra BIOS 3.0 | 1495 sec. | |
| Asus A8N-SLI nForce4SLI BIOS 1006 | 1496 sec. | |
| MSI K8N-SLI nForce4SLI BIOS 3.1 | 1498 sec. | |
Bei den Encoding Benchmarks TMPEG und Windows Media Encoder 9 zeigt das Chaintech S1689 wieder eine ordentliche Leistung. Während die Unterschiede bei TMPEG minimal sind, kann das S1689 beim Windows Media Encoder 9 sogar die Spizenposition erzielen.
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Sockel 939 mit ULi 1689: Chaintech S1689 im Test - 11/11
25.05.2005 by doelf
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Fazit
Das Chaintech S1689 bietet viel Leistung für wenig Geld: Mit 73 € Endkundenpreis gehört es zu den preiswertesten Sockel 939 Mainboards, so daß man auf zusätzliche RAID-Controller, Gigabit-LAN, Firewire, 8-Kanal Audio und Overclocking-Gimmicks verzichten muß. Das Gebotene - 4x ATA133, 2x SATA/RAID, 10/100 MBit-LAN, 8x USB 2.0 und 6-Kanal Audio reicht für die meisten Benutzer jedoch voll und ganz aus. Lediglich das fehlen von Brackets für die USB-Anschlüsse 5 bis 8 müssen wir monieren.
Das BIOS macht einen guten Eindruck, mit der aktuellen Beta-Version 0518 unterstützt das Mainboard sogar Dual-Core CPUs. Im BIOS 3.0, welches weniger performant ist als die Beta 0518, fällt lediglich die Option "1T/2T Command Rate" negativ auf, da diese Einstellung keine Auswirkung auf die anliegende Command Rate hat. Bei der Beta 0518 zeigen auch die Einstellungen "Cool 'n' Quiet" und "Hammer FID Control" keinerlei Wirkung - es wird immer die Default-Einstellung gewählt. Da es sich um ein Beta-BIOS handelt, kann man solche Kleinigkeiten allerdings verschmerzen.
Das Layout ist durchdacht und kann durchaus überzeugen, lediglich die Platzierung der Stromanschlüsse und ein ELKO vor der Haltenase des Retentionmoduls fallen störend auf. Der Floppy-Anschluß liegt etwas gewöhnungsbedürftig am unteren Rand des Mainboards. Solange man das Floppy-Kabel hinter das Mainboard legt, ist dies allerdings kein großes Problem. Der Chipsatz wird passiv gekühlt und wird kaum warm.
Auch beim Übertakten gibt sich das S1689 keine Blöße, auch wenn es keine Optionen zur Spannungserhöhung für Chipsatz, Speicher und AGP gibt. Mit 230 MHz Referenztakt (DDR460) bei einer Command Rate von 2T (durch den Einsatz von vier Speicherriegeln erzwungen) kann man leben, auch 225 MHz (DDR450) bei 1T können sich sehen lassen.
Für den preisbewußten Käufer ist das Chaintech S1689 eine sehr gute Wahl. Wir sprechen für die Platine unseren "Preis-Tip" aus:
Service: Die besten Preise finden
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