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13 Kühler für den Sockel 939 - 21/29
Lexcool XC-801: Montage Übersicht der unterstützten Plattformen (je nach Produktvariante):
Sockel 754, 939 und 940 Nun steckt man Washer, dünne Unterlegscheiben aus einer Art Pappe, auf zwei Schrauben und führt diese von hinten durch die beiden Bohrungen neben dem CPU-Sockel, um sie leicht an das "Bracket", einen Metallrahmen, welcher später den Kühler fixieren soll, anzuschrauben... Wir blicken ungläubig auf die Abbildungen der Anleitung, da stimmt doch was nicht... Seltsam. Wie soll es denn bei anderen Plattformen funktionieren... genauso, nur mit vier Schrauben. Wir sind perplex: Lexcool schlägt uns allen Ernstes vor, die Schrauben gegen das ungeschützte Mainboard zu drehen, ohne sich irgendwelche Gedanken über die Druckverteilung zu machen! Die Washer können keinen Druck aufnehmen, die Schraubköpfe sind kaum größer, als die Bohrungen auf unserem Asus A8N-SLI Deluxe und die Schrauben schrabbeln mit unglaublich viel Spiel in den Bohrungen herum, da es Lexcool nicht einmal für notwendig hält, entsprechende Kunststoffringe für die Durchführung der Schrauben beizulegen. Einen 645 Gramm schweren und 115 mm hohen Kühler mit zwei Schrauben anzuziehen, die einen irrsinnigen Druck auf die empfindliche Platine ausüben, ist wahrlich die unsinnigste Befestigungsmethode, die uns bisher über den Weg gelaufen ist. Wer sein Mainboard zerstören will, kann einen Kühler auf diese Art und Weise montieren, wir wollen das unserem Asus A8N-SLI Deluxe jedoch nicht antun und greifen daher zu einer vorgebohrten Backplate, welche den Druck abfängt. Mit den beiden Schrauben wird das Bracket leicht angezogen, dann setzten wir den Kühler auf. Dessen Bodenplatte ist in einem Kunststoffrahmen eingefaßt, welcher zwei Reihen hervorstehender Nasen hat. Mit einer Drehung nach rechts oder links schiebt man die Metallnasen des Brackets zwischen die Kunststoffnasen des Kühlers. Nun zieht man die Schrauben auf der Rückseite des Mainboards - ja, diese Methode ist unpraktisch und unhandlich - im stetigen Wechsel an, bis der Kühler fest ist. Doch noch bevor der Lexcool XC-801 wirklich fest sitzt macht es "Krack" und der Kühler ist wieder locker. Was ist geschehen? Nun, es ist das geschehen, was eben geschieht wenn eine Metallnase Druck auf eine Kunststoffnase ausübt: Der Kunststoff bricht! Wir lösen den Kühler wieder und betrachten den Schlamassel: Diesen Kühler können wir entsorgen! Man lasse sich Folgendes auf der Zunge zergehen: "Specially designed joint clip provides tight & compact attachment onto the motherboard... Patent Applied... Increase conveniency for installation." Was mich aber wirklich erschreckt hat, sind Testberichte, in denen dieser Kühler bewertet wurde, ohne daß auch nur ein negatives Wort über die Befestigung verloren wurde - für mich absolut unverständlich! Nachdem der Kühler sowieso nicht mehr getestet werden konnte, bauten wir ihn auseinander. Die restliche Verarbeitung ist eigentlich ganz okay, die Befestigungmethode für die Fins am Heat-Column ist allerdings ebenfalls eine ziemliche Überraschung: als wir den Kühler auf den Kopf drehen, fallen die beiden oberen Kupferplatten zu Boden - die Fins sind lediglich aufgesteckt, mit etwas Kraftaufwand lassen sie sich einzeln abziehen. Lexcool hat beim XC-801 viel Potential verschenkt, hätte man schlicht und einfach die Befestigungsmethoden der Mitbewerber übernommen, dann hätte dieser Kühler wahrscheinlich eine gute Performance gezeigt. Aber dank der mangelhaften - nein, der ungenügenden Befestigungsmethode gibt es jetzt gar keine Messwerte, sondern eine Warnung: Finger weg!
Weiter: 22. CoolerMaster Susurro
1. Einleitung und aktuelle Trends |
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