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16 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 10/25
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Aerocool Dominator
Mit dem Dominator wagt sich Aerocool in die 140 mm Klasse. Seit der CeBIT sieht man immer öfter CPU-Kühler, die das erfolgreiche Towerkonzept hinter sich lassen und dafür eine möglichst universelle Kühlung bieten wollen. Diese Modelle verwenden ebenfalls Heatpipes für den schnellen Abtransport der CPU-Wärme, ordnen den Lüfter aber parallel zum Mainboard an, so daß auch der Chipsatz, der Speicher und - nicht zu vergessen - die Stromversorgung mitgekühlt werden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Diese Kühler haben neben der breitgefächerten Kühlung aber noch einen weiteren Vorteil: Sie sind niedriger als die Tower-Modelle und brauchen im direkten Umfeld der CPU nur sehr wenig Platz, da der Radiator dieser Kühler hoch genug über der Platine schwebt, um ausreichenden Abstand zu den dort befindlichen Bauteilen zu haben. Dafür werden nun der Abstand zum hinteren Gehäuselüfter, zum Netzteil und zu den Laufwerken sowie zur obersten Steckkarte zu den neuen Engstellen.


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Der Aerocool Dominator braucht eine Grundfläche von 155 x 140 mm. Auf Mainboards mit dem Sockel LGA775 sollte sich dies zumeist bewerkstelligen lassen, da der Kühler in vier Richtungen verbaut werden kann. Bei AMDs K8 (Sockel 754, 939 und 940) stehen nur zwei Varianten zur Verfügung, wodurch es je nach Mainboard und Gehäuse zu Problemen kommen kann. Aerocool verzichtet darauf, Montagematerial für den Sockel 478 beizupacken, für solche Mainboards ist der Dominator leider nicht geeignet. Micro-ATX Gehäuse, bei denen die Festplatten sehr nahe am Mainboard angeordnet werden, sind für den Dominator ebenfalls ungeeignet. Die Höhe beträgt 120 mm inklusive Lüfter, das ist zwar nicht gerade niedrig, sollte aber in die Mehrzahl der auf dem Markt befindlichen Gehäuse passen. Mit einem Gewicht von 620 Gramm inklusive Lüfter ist der Dominator zwar nicht gerade leicht, doch angesichts seiner Abmessungen ist das Gewicht dennoch überraschend gering.


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Das niedrige Gewicht erklärt sich aus der Materialwahl: Während die Kontaktfläche zur CPU aus Kupfer besteht, verwendet Aerocool für den restlichen Kühler Aluminium. Die Kupferplatte ist zwar recht glatt, aber nicht auf Hochglanz poliert. Drei Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils 8 mm transportieren die Abwärme zu 58 Aluminium-Fins. Auf diesen wurde der 140 mm Lüfter befestigt, der in Richtung Mainboard bläst. Dabei trifft die Luft auch auf ein Kühlprofil aus Aluminium, welches sich oberhalb der Kupferbodenplatte befindet, an dieser Stelle kühlt Aerocool folglich doppelt.


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Der Lüfter verwendet ein Gleitlager und hat einen 3-Pin Stromanschluß. Er arbeitet mit 1200 U/min und erzielt dabei einen Luftdurchsatz von beachtlichen 116,16 m3/h. Besonders leise ist der Lüfter dabei nicht, aber auch nicht gerade sehr laut. Aerocools Angabe von 20,87 dB(A) kann man aber getrost ins Reich der Mächen und Legenden verbannen. Zudem sollte man das Mainboard ordentlich verschraubt haben, da der Lüfter ansonsten unangenehme Vibrationen verursachen kann. Mit maximal 0,20 A und 2,40 W sollte der Lüfter kein Mainboard vor größere Probleme stellen. Sofern das Mainboard die Lüfterdrehzahl anhand der CPU-Temperatur automatisch regelt, läßt sich mit dem Aerocool Dominator ein sehr leises System aufbauen.


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Ein Schwachpunkt des Kühlers ist - wie so oft - die Montage:

  1. Zunächst klebt man das Isolationsmaterial auf die Konterplatte
  2. Dann steckt man vier Schrauben durch die entsprechenden Löcher der Konterplatte
  3. Nun steckt man die vier Schrauben durch die vier Bohrungen des Mainboards
  4. Jetzt werden vier Washer zum Schutz des Mainboards auf die Schrauben gesteckt
  5. Mit vier Muttern wird die Konterplatte am Mainboard fixiert
  6. Nachdem die Wärmeleitpaste aufgetragen wurde, setzen wir den Kühler auf
  7. Nun stecken wir vier Federn über die Schrauben
  8. Auf die Federn kommen nun Unterlegscheiben
  9. Zuletzt dreht man vier weitere Muttern auf die Schrauben und drückt damit den Kühler auf die CPU
Diese Befestigungsmethode haben wir im Rahmen unserer Fotostrecke ausführlich dokumentiert.


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Leider ist die Befestigungsprozedur nicht nur recht umständlich, sondern auch recht ungenau. Da die abschließenden Muttern keinen Endpunkt haben, kann man die Federn beliebig weit herunterdrücken. Damit läßt sich die Anpresskraft soweit steigen, daß sich das Mainboard deutlich durchbiegt. Herauszufinden, wo genau das Optimum liegt, überläßt Aerocool dem Benutzer, der schon Probleme damit haben wird, alle Federn gleichmäßig anzuziehen.

Weiter: 11. Update: Silverstone Nitrogon NT06

1. Einleitung und aktuelle Trends
2. Übersicht des Testfeldes
3. Scythe Samurai Z
4. Scythe Ninja PLUS
5. Spire DiamondCool SP507B7-U
6. Noctua NH-U9
7. Noctua NH-U12
8. Sharkoon Red Shock
9. Update: Scythe Mine Cooler
10. Update: Aerocool Dominator
11. Update: Silverstone Nitrogon NT06
12. Update: Scythe Mugen (vormals: Infinity)
13. Update: Aerocool X-Fire
14. Update: Zaward Sylphee
15. Update: Revoltec Freezer Tower
16. Update: Scythe Andy Samurai Master
17. Update: Xigmatek HDT-S963
18. Update: Scythe Katana II
19. Coolink Lüfter
20. Kühlleistung: IDLE
21. Kühlleistung: Volllast
22. Schallpegelmessung
23. Fazit #1
24. Fazit #2
25. Fazit #3

Service:
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