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EPoX 8K3A+ oder die Suche nach einem Referenzsystem - 1/6
28.05.2002 by holger
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Bisweilen erscheint die Suche nach einem vollkommen ausgereiften, stabilen System-Board, das valide und reliable Testergebnisse erzeugt, unmöglich. Wir erinnern uns an die schlechte PCI-Performance sämtlicher VIA-Chipsätze und an die schlechte Write-Performance des nForce. In Gedanken schlossen wir MBs mit diesen Chipsätzen als Anwärter auf unseren Referenz-Thron aus – zu früh, wie sich herausstellen sollte. Der SiS 745 konnte auf dem ECS K7S6a nicht überzeugen, da das Board nicht einmal den Stabilitätstest meistern konnte. Alle von uns getesteten MP- und MPX-Systeme leiden beträchtlich an Kompatibilitätsproblemen, da wird die Auswahl einer Soundkarte zum Vabanque-Spiel. Weit und breit war keine MB-/Chipsatzkompination für den Sockel A in Sicht, die unsere Ansprüche (teilweise auch nur im Ansatz) erfüllen konnte.

Überlegen wir uns daher einige Problemfelder und operationalisieren die gestellten Aufgaben:

  1. Es dürfen keine PCI-Aussetzer gemessen bzw. nachweisbar sein.
  2. Die interne Diode des Palomino muss ausgelesen werden können.
  3. Das MB muss zu allen Testkomponenten kompatibel sein.
  4. Der Torture-Test muss ohne Absturz bewältigt werden.
  5. Sämtliche Kühlkörper müssen, zwecks nachfolgender Kühlertests, montierbar sein.
  6. Eng mit Punkt 5 ist die gelungene Gestaltung des MB-Designs verbunden.
  7. Das Bios muss sämtliche Manipulationen der RAM-Timings zulassen.
  8. Die VCore und Speicher-Spannung muss einstellbar sein.
  9. Das Board sollte APIC unterstützen.
  10. Die Performance sollte ordentlich sein.
  11. Der Dauertest im Alltagsbetrieb muss reibungslos verlaufen – nur dann kann die höchste Punktzahl erreicht werden.
  12. Das Board sollte den S3-Mode reibungslos beherrschen.
Die obigen 12 Punkte sollten nicht als hierarchische Abfolge interpretiert werden, vielmehr muss Punkt für Punkt für sich bewertet werden. Betrachtet man die Punkte 1, 3, 4 und 11, so kann man durchaus von Ausschlusskriterien sprechen. Anders ausgedrückt: Weist das Board beispielsweise PCI-Aussetzer auf, hat es keine Chance auf den Referenz-Thron. Viele User werden sich sicher an den Kopf fassen, da ein solch harter Test-Parcours in dieser Form noch nicht durchgeführt wurde. Die Antwort lautet: Richtig, dieser Test geht eindeutig an die Grenze dessen, was man verlangen kann. Da wir allerdings auf der Suche nach einem Referenzboard waren, an dem sich alle Nachfolger messen müssen, können wir keine geringen Ansprüche an den Testkandidaten stellen. Da einige Punkte erklärungsbedürftig sind, werden diese im Laufe des Tests Punkt für Punkt ausführlich erläutert, um keine unbeantworteten Fragezeichen beim Leser zu hinterlassen. Einige werden bemängeln, dass die Ausstattung oder der Preis nicht als Kriterium aufgeführt wird. Dies ist daraus zu erklären, dass im Hinblick auf ein Referenzsystem die Ausstattung und auch der Preis nicht die allererste Rolle spielen. An dieser Stelle sei allerdings darauf hingewiesen, dass das EPoX gut bestückt ist und außerordentlich günstig erhältlich ist. Doch nun zum Test!

Weiter: 2. Chipsatz und Mainboard

1. Einleitung
2. Chipsatz und Mainboard
3. CPU-Schutz und Kompatibilität
4. Setup, BIOS und Stabilität
5. Benchmarks: Athlon XP 1800+
6. Fazit

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