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GeForce FX5900 und FX5900 Ultra - 1/12
04.09.2003 by doelf, holger und trebar
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Der König ist tot, lang lebe der König
Noch vor einem Jahr - zu DirectX 8-Zeiten - beherrschte NVIDIA den Grafikkartenmarkt mit den GeForce 4Ti-Modellen, doch dann kam ATis Radeon 9700Pro mit DirectX 9-Unterstützung und seit dieser Zeit hat sich einiges getan. Während ATi mit der 9500/Pro GPU auch in der Mittelklasse punkten konnte und dann mit der 9800Pro GPU einen weiteren Überflieger präsentierte, brauchte die GeForce FX-Familie (ebenfalls DirectX 9) zu lange, um auf den Markt zu kommen, und als die Karten dann da waren, waren sie zu langsam, zu teuer und - im Fall der Modelle mit GeForce FX5800 Ultra (z.B. MSI GeForceFX 5800 Ultra) auch viel zu laut. Hätte NVIDIAs FX5800 Ultra die ATi Radeon 9700Pro GPU in Grund und Boden gerechnet, hätte man den irrsinnigen Kühlungsaufwand, die gewaltigen Abmessungen der Karten, deren hohes Gewicht und die extremen Preise noch irgendwie verschmerzen können. Doch dem war nicht so. FX5800 Ultra und Radeon 9700Pro lieferten sich zwar ein heißes Duell, doch am Ende gingen die ATi-Karten daraus als Sieger hervor: Sie waren preiswerter, leiser, kompakter und zumeist sogar schneller. Mit der 9800Pro schaufelte man endgültig das Grab für NVIDIAs Dinosaurier.
Von Staubsaugern und Schummelleien
Quo vadis? NVIDIA, jahrelang vom Erfolg verwöhnt, brauchte dringend einen Nachfolger für die FX5800 Ultra. Die als Staubsauger persiflierte Referenz-Karte war nicht nur ein gewaltiger Stromfresser, sie verbreitete zudem einen schlechten Ruf für die ganze FX-Familie. Wir erinnern uns an die ersten Intel Pentium 4 CPUs (Sockel 423), die zurecht als "langsam" verschrieen waren, da sie weder mit dem Intel Pentium III noch mit AMDs Athlon mithalten konnten. Auch der Wechsel auf den Sockel 478 und der Northwood-Core änderten lange Zeit nichts an diesem schlechten Ruf. Ähnlich erging es ATi in Bezug auf die Grafiktreiber. Sicherlich hatte man sich bei ATi anfangs erhebliche Bugs erlaubt, doch nun können sich die Treiber sehen lassen. Der schlechte Ruf verschwindet allerdings deutlich langsamer als Treiber-Bugs oder die mäßige Performance einer Chip-Revision. Wenn dann noch Treiber-Schummelleien (von PR-Leuten auch "Optimierungen" genannt) bekannt werden, steht man schnell mit dem Rücken zur Wand. NVIDIA brauchte also schnell etwas Schnelles: Die GeForce FX5900 Ultra!
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