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GeForce 4 Ti Roundup Juni 2002 - 6/13
01.09.2002 by holger und staedler
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Gainward 700XP Golden Sample
Die nächste Karte in unserem Review ist die Gainward 700XP GS. Sie ist mit dem nVidia GeForce4 Ti 4400 GPU bestückt. Mit zurzeit 379€ befindet sich der Preis am oberen Ende der Preisskala. Ob der hohe Preis gerechtfertigt ist, muss sie noch beweisen, dazu später mehr.


Die Ausstattung ist gut!

Der Lieferumfang:

  • Englischsprachiges Handbuch
  • Intervideo WinDVD
  • WinProducer
  • Treiber und Utilities CD
  • Serious Sam (Spiel)
  • Adapter auf 2 S-Video und 2 VideoCinch, DVI auf VGA Adapter

Der Lieferumfang ist nicht sonderlich weltbewegend: Das Handbuch ist sehr dünn und die Beispielbilder sind undeutlich abgedruckt, Erläuterungen fallen für den unbedarften Kunden ein wenig knapp aus. Ein S-VHS Kabel ist leider nicht vorhanden. Der ViVo Adapter ist ebenfalls nur Durchschnitt, er hat keine, zur Verminderung des Übergangswiderstandes, vergoldeten Kontakte. Die Kontakte des beigelegten, feuerroten DVI/VGA Adapters sind hingegen vergoldet, diese Maßnahme schlägt sich in unserem Test prompt in guter Bildqualität nieder – so soll es sein.

Und nun zum Layout der Gainward
Die Revision der Karte konnte nicht festgestellt werden, ein Aufdruck war leider nicht vorhanden. Mit ihrem knallroten Design fällt die Karte sofort ins Auge, die Kühlkörper für GPU und Speicher sind ebenfalls in Rot gehalten. Die acht Speicherbausteine sind in der für GeForce4 Ti4400/4600-Modelle üblichen BGA-Bauform gefertigt, Hersteller und Zugriffszeit konnte ich leider nicht ermitteln, da die Speicherkühler aufgeklebt sind und währen ohne Zerstörung der Karte nicht zu entfernen gewesen. Qualitativ macht die Karte nur einen durchschnittlichen Eindruck: Die Lötkontakte sind unterschiedlich stark mit Lötzinn bedeckt. Vergoldete Leiterbahnen sucht man vergebens, diese Maßnahme soll insbesondere eine bessere Signalqualität zur Folge haben. Die Bildqualität gibt keinen Grund zum Tadel, beim direkten Vergleich mit der MSI GeForce4 Ti4400 war jedoch bei hohen Auflösungen einen leichte Unschärfe erkennbar.


Die Gainward 700XP Golden Sample von vorne...


... und von hinten.

Der (schöne) Firmenaufdruck am GPU-Kühlkörper wies nach dem Auspacken schon einige Kratzer auf, eine zweite GeForce4 Ti4400 von Gainward war ebenfalls an der gleichen Stelle verkratzt. Das Laufgeräusch des Lüfters war bei geschlossenem Gehäuse leicht hörbar, das ist bei Spielen zwar nicht sonderlich störend, fällt jedoch bei Office-Anwendungen deutlich auf. Angeschlossen wird der Lüfter über einen 2-Pin Stecker, welcher ein Überwachen der Drehzahl nicht erlaubt. Der Kühlkörper ist massiv und schwer, die Bodenplatte ist knapp 3mm dick und wird mit zwei Kunststoffpins an der Platine befestigt. Um die GPU möglichst kühl zu halten, ist sie komplett und gleichmäßig mit Wärmeleitpaste bestrichen. Die Lamellen vom Kühler pusten den Luftstrom zusätzlich über die Speicherkühler. Auf diese einfache Art wird ein Hitzestau an der kritischen Unterseite vermieden. Die Speicherkühler sind, wie schon oben erwähnt, aufgeklebt, sie sorgen für eine Vergrößerung der Oberfläche und somit für eine bessere Wärmeabgabe. In Verbindung mit dem kräftigen Lüfter sollte ein Übertakten der Grafikkarte sicher möglich sein. Eine Rüge kassiert Gainward allerdings für die irreführende Bezeichnung der Karte „700 XP“ – in der Vergangenheit konnte der User auf den (durch Übertaktung erreichbaren) Speichertakt schließen, in diesem Fall wird die Karte allerdings mit dem für GeForce4 Ti4400-Modelle üblichen Standardtakt von 275 MHz betrieben –bei Overclocking-Projekten werden magere 290 MHz Speichertakt und 280 MHz GPU-Takt garantiert. Diese Taktung kann jedoch von den meisten GeForce4 Ti4400 erreicht werden. Von einer darüber hinausgehenden zugesicherten Übertaktungsfähigkeit kann keine Rede sein, es findet sich nirgends ein entsprechender Hinweis. So verkommt die Bezeichnung „700 XP Golden Sample“ zum Marketing-Gag!


Eine schickte, rote Grafikkarte; aber vergoldet ist hier nix!

Video IN und TV-Out wird von einem Philips 7108E Chip bereitgestellt, welcher schon auf der MSI eine gute Figur machte. Am Slotblech sind drei Anschlüsse vorhanden: ein DVI, ein VGA und ein Universalanschluss für die erwähnten Video-IN/Out-Funktionen. Mit dem beigelegten VGA-Adapter kann der Anwender dann zwei Monitore betreiben und mittels nView im Treiber aktivieren. Das gleichzeitige Arbeiten mit zwei Flachbildschirmen ist leider nicht möglich, es ist nur ein Konverterchip von Silicon Image vorhanden. Die Qualität des Supports haben wir in diesem Review ebenfalls berücksichtigt: Wir testen mehrfach die Erreichbarkeit sowie die Qualität der gegebenen Antworten. Erfreulicherweise war der Support immer auf Anhieb erreichbar, die Auskünfte waren kompetent und einwandfrei - man konnte alle unsere Fragen beantworten. Das ist ein Support, auf den man sich im Notfall verlassen kann. Die Telefonnummer lautet : 089-898990.

Schauen wir uns noch die Karte im Alltagsbetrieb an:
Durch die Größe der Platine gibt es die schon länger bekannten Probleme beim Einbau in engen Gehäusen und dicht bestückten Mainboards. Der Anwender sollte also vor dem Kauf auf Einbauprobleme achten.

Hier bestellen bei Avitos:

Weiter: 7. MSI 4400 VTD im Detail

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