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Gainward GeForce 6800LE im Test - 1/5
07.12.2004 by doelf
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Vor einigen Tagen hatten wir uns die MSI NX6800LE angesehen, nun begutachten wir eine zweite Grafikkarte mit NVIDIAs GeForce 6800 LE GPU: Die Gainward GeForce 6800LE erreichte uns in einem neutralen OEM-Karton, der Preis liegt bei ca. 250,- Euro. Optisch sieht die Grafikkarte keinesfalls nach OEM-Ware aus, das Design ist betont rot - inklusive des PCBs - und auch rote LEDs zur Beleuchtung des Lüfters wurden nicht vergessen.
Lieferumfang und technische Daten
Im Gegensatz zur MSI NX6800LE fällt der Lieferumfang der Gainward bescheidener aus, dennoch liegt alles bei, was man wirklich braucht:
Testsystem
Die Gainward GeForce 6800LE wurde auf folgendem Setup getestet:
Gainward GeForce 6800LE im Test - 2/5
07.12.2004 by doelf
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Layout und Kühlerdesign
Die rote Platine, der rot beklebte Lüfter und die roten Kühlkörper auf den Speicherchips bilden mit dem rot leuchtenden Lüfter eine optisch gelungene Kompostion. Selbst der DVI/VGA- sowie der S-Video/Composite-Adapter legt Gainward im hauseigenen Rot bei. Der Lüfter erinnert von Konstruktion und Lautstärke her an die GeForce 4Ti-Serie, es geht also leiser, besonders störend arbeitet er jedoch nicht. Für die ausreichende Kühlung der Grafikkarte ist er in jedem Fall angemessen.
Neben einem VGA-Anschluß bietet die Gainward GeForce 6800LE auch einen DVI- sowie einen S-Video-Ausgang. Da die GeForce 6800 LE GPU nicht so stromdurstig wie die Ultra-Variante ist, kommt die Grafikkarte mit "nur" einem Molex-Stromanschluß aus.
Gainward GeForce 6800LE im Test - 3/5
07.12.2004 by doelf
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Overclocking
Bei der MSI NX6800LE hatten wir Glück: Von Hause aus bietet die Grafikkarte nur 8 Pixel- und 4 Vertex-Pipelines, mit dem RivaTuner konnten wir 4 weitere Pixel- und 2 weitere Vertexpipelines freischalten. Diese 12/6 Konfiguration der Pipelines brachte eine deutliche Leistungssteigerung:
| 3DMark2003: 4xAA + 8xAF | ||
| MSI 6800LE 128MB; Forceware 66.93 12 Pixel/6 Vertex | 5084 | |
| MSI 6800LE 128MB; Forceware 66.93 | 4262 | |
| Gainward 6800LE 128MB; Forceware 66.93 | 4247 | |
| 3DMark2005, Default | ||
| MSI 6800LE 128MB; Forceware 66.93 12 Pixel/6 Vertex | 3071 | |
| MSI 6800LE 128MB; Forceware 66.93 | 2382 | |
| Gainward 6800LE 128MB; Forceware 66.93 | 2349 | |
Natürlich erhofften wir uns dies auch von dem Testmuster von Gainward, wurden aber bitterlich enttäuscht. Da die Pixel-Pipelines nur in vierer Paketen zu- und abgeschaltet werden können, kommen viele Modelle mit GeForce 6800 LE schnell an ihre Grenzen. Bei unserer Gainward GeForce 6800 LE waren beide deaktivierten Pipeline-Pakete defekt, und ein zusätzlicher Performancegewinn durch den RivaTuner somit zum Scheitern verurteilt. Auch beim Übertakten hatten wir nur wenig Glück. Erreichte unsere MSI NX6800LE 320 MHz Chiptakt, so scheitert die Gainward bereits bei 307 MHz! Die mageren 360 MHz Speichertakt der MSI kann die Gainward jedoch ebenfalls erreichen.
Gainward GeForce 6800LE im Test - 4/5
07.12.2004 by doelf
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Alltagsbetrieb
Die Bildqualität über VGA-, DVI- und S-Video-Ausgang ist ordentlich und mit den anderen Testkandidaten vergleichbar. Bei einer Auflösung von 1600x1200 Bildpunkten war das Bild via DVI mit dem beigelegten Adapter auf einem Röhrenmonitor jedoch nur noch ausreichend, direkt über den VGA-Ausgang erschien das Bild schärfer und kontrastreicher. Mit unserem 350 Watt Netzteil von Fortron ließ sich das Testsystem stabil und problemlos betreiben. Auch die ForceWare 66.93 bereitete uns kaum Probleme - lediglich der Benchmark Gunmetal 2 funktionierte nicht, das tat er aber auch im Zusammenspiel mit den anderen Karten der GeForce 6800-Familie nicht.
Benchmarks
54 Benchmarks der Gainward GeForce 6800LE im Vergleich mit 23 weiteren Grafikkarten finden sich in unserem 3D-Performance-Guide Q4/2004:
Gainward GeForce 6800LE im Test - 5/5
07.12.2004 by doelf
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Fazit
In Punkto Ausstattung kann die Gainward GeForce 6800LE nicht mit der MSI NX6800LE mithalten. Auch in Hinblick auf unsere Übertaktungsversuche und das Freischalten der deaktivierten Pipelines zieht unsere Gainward den Kürzeren, doch Overclocking ist ein reines Glücksspiel und das Ergebnis einer Karte läßt keine Rückschlüsse auf andere Karten der Modellreihe zu. Aufgrund der verklebten Kühlkörper auf den Speicherchips konnten wir diese nicht genauer begutachten, doch die mäßigen Übertaktungsergebnisse lassen uns vermuten, daß sie zumindest in der selben Liga wie der bis maximal 350 MHz spezifizierte Hynix-Speicher der MSI spielen.
Die Leistung der GeForce 6800 LE GPU ist nicht schlecht, doch in vielen Benchmarks kann sie sich nicht von den Spitzenmodellen der Vorgängergenerationen absetzen. Von unten rückt nun auch noch die GeForce 6600 GT an, die besonders bei den aktuellen DirectX 9 Testläufen die Nase vorne hat. Wer sich für eine Grafikkarte mit GeForce 6800 LE entscheidet, spekuliert definitiv auf freischaltbare Pipelines, kann aber auch ohne diese Option alle aktuellen Spiele problemlos in guter Qualität zocken.
Im direkten Vergleich der Gainward GeForce 6800LE zur MSI NX6800LE gefällt uns die Ausstattung der MSI besser, auch die Kühlung erscheint uns leistungsstärker. Wer den Kühler gegen eine leisere Konstruktion tauschen will, sieht sich auf der MSI mit einigen Schrauben konfrontiert, auf der Gainward kleben jedoch passive Kühlkörper auf den Speicherchips, die sich nur sehr schwer ablösen lassen. Unter dem Strich bleibt am Ende eine nett anzusehende Grafikkarte mit adäquater Leistung, eine besondere Empfehlung ist sie uns jedoch nicht wert.
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