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Gothic 3 - Ein namenloser Held im Kampf mit Programmfehlern - 8/9
Die Leistungsanforderungen
Das hört sich alles recht zahm an, doch es stimmt leider nicht. Wir haben das Spiel mit einigen Konfigurationen getestet und können die Angaben von JoWood und Piranha Bytes keinesfalls bestätigen. Betrachten wir vier Systeme, welche die Herstellerangaben mehr als erfüllen:
Die Framerate messen wir mit Fraps. Wir starten vor dem Turm in der Nähe von Ardea, laufen durch das Gras auf diesen zu, wenden uns dann in Richtung Dorf und laufen den Weg entlang und durch Ardea hindurch, bis wir an die Stelle kommen, an der das Spiel begonnen hat.
Selbst bei der niedrigsten Auflösung und in der geringsten Detailstufe ruckelt das Pentium 4 2,4 GHz System mit der GeForce 7600 GS noch heftigst. Die durchschnittliche Framerate sieht wesentlich besser aus, als sich das Spiel anfühlt. Spielspaß kommt hier nicht auf. Gleiches gilt beim Einsatz einer GeForce 6600 GT oder einer GeForce 6800 LE. Nicht ganz so schlimm ist das Resultat der GeForce 7600 GT auf dem AMD Athlon 64 X2 3800+ basierenden PC. Auch wenn es regelmäßig zu Rucklern kommt, kann man sich mit 1024x768 Bildpunkten und hoher Detailstufe anfreunden. Leider wird das Spiel nicht flüssiger, wenn wir die Detailstufe und die Auflösung noch weiter herabsetzen. Diese Maßnahmen erhöhen zwar die durchschnittliche Framerate, doch es sind die minimalen Frameraten, die das Spiel ausbremsen und den Spielspaß trüben. Der Athlon 64 X2 4000+ kann im Zusammenspiel mit der GeForce 7900 GT bei 1024x768 Bildpunkten, 75 Hz Bildwiederholrate und vierfacher Kantenglättung sowie achtfacher anisotropher Filterung eine brauchbare Leistung entwickeln, doch auch diese Konfiguration schützt noch nicht vor Rucklern. Dennoch fühlt sich das Spiel auf diesem System schon deutlich flüssiger an. Die Radeon X800 XL zeigt im Zusammenspiel mit dem Single-Core Athlon 64 3400+ und Singel-Channel DDR400 ein überraschend gutes Ergebnis. Mit mittlerer Qualität und 60 Hz läuft das Spiel bei 1024x768 Bildpunkten recht flott, dennoch kommt es auch hier regelmäßig zu Rucklern. Schlimmer sieht es jedoch aus, wenn wir die Detailstufe auch hoch stellen: Lebewesen und Feuerstellen sind nun von schwarzen Kästen umgeben, die ständig an und aus flackern. Diese Grafikfehler traten mit NVIDIA basierenden Karten nicht auf, allerdings startet Gothic 3 auch mit einem Werbelogo von NVIDIA. Die Installation dauert auf unseren Testrechnern sieben bis fünfzehn Minuten, danach belegt Gothic 3 knapp drei Gigabyte auf der Festplatte. Die Ladezeit des Intros ist mit zwei bis drei Minuten bereits eine Geduldsprobe, das Abspeichern eines Spielstandes dauert etwa eine halbe Minute, das Laden ca. eine Minute. Wird eine langsame Festplatte mit 5400 U/min zusammen mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher verwendet, können sich diese Zeiten allerdings auch verdoppeln.
Weiter: 9. Fazit |
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