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HIS Excalibur RADEON 9700 Pro gegen alle - 4/10
Das Layout der HIS RADEON 9700 Pro
Hätte ATI also gleich auf den 13 Micron-Herstellungsprozess setzen sollen? Wohl kaum, denn dann wäre der Zug gegenüber Haupt-Konkurrent nVidia erneut abgefahren. Trotzdem stellten wir uns die Frage, was passieren würde, falls man vergisst, den zusätzlichen Stromstecker anzuschließen. Diese Frage beantwortete sich relativ schnell, da dem Tester während der Umbauarbeiten tatsächlich dieser Fehler unterlief. Die Folge war wenig spektakulär und endete keinesfalls in Rauch-Tiraden, wie sie in manchen Foren geschildert werden, sondern mit folgendem freundlichen Hinweis auf dem Monitor:
HIS kann also vorbildliche Arbeit attestiert werden, selten erfährt die Fehlerquelle „User“ so viel Zuwendung. Das übrige Layout gestaltet sich, abgesehen vom roten PCB, recht unspektakulär: ATI hat die Integrationsdichte im sprichwörtlichen Sinne auf die Spitze getrieben. Zur Realisierung von DVI, S-VHS-Out und Co sind keinerlei Konverter-Chips mehr notwendig; alle Funktionen, die das Layout einer Karte rasch übervoll erscheinen lassen, wurden in den R300 integriert.
Um das Stepping des R300 ranken sich inzwischen Mythen und Gerüchte, wie zu Zeiten von Grimms Märchen. Auslöser der Diskussionen ist die beworbene AGP 8x-Fähigkeit der GPU, mit der es nicht weit her sein soll. Auch wir konnten auf dem ASUS A7V8X in der Revision 1.03 sowie auf dem SOYO Dragon KT400 bei aktiviertem AGP 8x Bluescreens und Abstürze in Verbindung mit 3D-Applikationen nachweisen. Auf dem ASUS A7V8X Revision 1.04 waren diese Probleme allerdings wie weggeblasen: Die Karte lief absolut stabil und fehlerfrei. Fakt ist jedoch, dass alleine das BGA13f-Stepping des R300 tatsächlich AGP 8x unterstützt, über das sämtliche Karten von HIS verfügen. Ältere Steppings, die unter mysteriösen und obskuren Umständen in den Handel gelangt sind, sollen dahingegen keine korrekt arbeitende AGP8x-Unterstützung aufweisen.
Wie die GeForce4 Ti-Karten von nVidia sind sämtliche RADEON 9700 Pro mit den modernen BGA-Speichern bestückt. Anders als manche Overkill-Karten auf Basis des GeForce4 verfügt die HIS über keine passive Speicherkühlung. Darauf kann auch verzichtet werden, Samsung’s Spezifikationen sprechen von einer zulässigen Temperatur von maximal 65 °C bei 350 MHz. Gerade der letztgenannte Wert dürfte die Freunde des Overclockings erfreuen, da die Karte per default mit 310 MHz-Speichertakt ausgeliefert wird. Dass 350 MHz nicht auf jeden Fall erreichbar sind, dürfte den meisten klar sein, immerhin haben die übrigen Komponenten (auch das PCB) Einflüsse auf das mögliche Taktverhalten. Aufgrund der moderaten Abmessungen der HIS RADEON sollte es zu keinerlei Problemen bei dem Einbau der Karte kommen - selbst unsere MSI GeForce3 Ti500 übertrifft die RADEON um ein paar Millimeter. Besitzer des beliebten CS 601 können sich ebenfalls entspannt zurücklehnen, da keine Kollidierungsgefahr der Grafikkarte mit den im oberen Laufwerkskäfig verbauten Festplatten besteht.
1. Der ATi R300 Grafikchip |
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