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HIS Excalibur RADEON 9700 Pro gegen alle - 5/10
18.11.2002 by holger und doelf
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Treiber und DVD-Player-Ärger
Der während des Testlaufs verwendete offizielle Catalyst 2.3 sorgt seit seinem Release in der ATI-Fan-Gemeinde für einige Misstöne. Tatsächlich zeigt sich der Treiber nicht mit allen aktuellen Spielen kooperativ (Mafia und Co), die von ATI selbst veröffentlichten Beta-Treiber geben allerdings Grund zur Hoffnung. Der von uns ebenfalls angetestet Catalyst 7.77 behob beispielsweise Darstellungsfehler im oben genannten Spiel. Auch beim Polygonmonster Codecreatures gab es Probleme zu vermelden: Wurde 4xAA und 8xAF (und höher) im Treiber eingestellt, so traten bei der Darstellung der Wasseroberfläche unschöne Pixelfehler auf. Dieser Fehler trat immer auf, es kann also von einem reproduzierbaren Problem gesprochen werden, das sich auch in Verbindung mit anderen RADEON 9700 Pro (Twistron, Sapphire) zeigte. Wir wollen jedoch ATI nicht die alleinige Schuld in die Schuhe schieben, berücksichtigt werden muss beispielsweise der Umstand, dass Codecult’s Codecreatures nach dem Release der GeForce4 Ti-Modelle nicht mehr weiterentwickelt wurde, außerdem trat der genannte Darstellungsfehler nur bei diesem Benchmark auf, jedoch nie bei anderen Applikationen.

Will der User beispielsweise DVDs an einem zweiten Monitor oder auf dem Fernseher betrachten, stellen sich zunächst lange Gesichter ein. Bei allen DirectX beschleunigten Applikationen, wie Cyberlinks PowerDVD oder Microsofts Media Player, war lediglich ein schwarzes Fenster auf der sekundären Ausgabequelle zu sehen. Erst wenn die sekundäre Ausgabequelle per Treibereinstellung zur primären erklärt wurde, konnten DVDs oder DivX-Filme wiedergegeben werden.

Erstmals verzichtet ATI beim R300-Core auf eine fest implementierte Video-Einheit und beauftragt Video-Shader mit den Aufgaben konventionell verdrahteter Beschleuniger. Der Sinn und Zweck ist die Bereitstellung eines kompletten MPEG-Decoders, momentan leisten diese Video-Shader jedoch nicht mehr und nicht weniger als bisherige Video-Einheiten. Doch warum erwähnt der Autor dieses neue Feature, wenn es keine Vor- und keine Nachteile birgt? Ganz einfach: Die momentan erhältlichen DVD-Player, einschließlich ATIs eigenem Player, unterstützen keine Video-Shader. Manche werden nun einwenden, dass dies bei der heutigen Rechenleistung nicht schlimm sei – doch wie werden die übrigen Funktionen, wie inverse diskrete Cosinus-Transformation (iDCT) und Farbraum-Konvertierung umgesetzt?! Tatsächlich lassen sich beispielsweise an schräg verlaufenden Kanten Treppenstufen-Effekte ausmachen. Schade, für Cineasten stellt der R300 momentan eher einen Rückschritt dar. Die Player-Hersteller haben diesmal noch einiges mehr zu leisten, als bunte Oberflächen zu basteln – wir können nur hoffen, dass so schnell wie möglich Abhilfe geschaffen wird.

Das Bild, das sich dem Betrachter am Fernseher bietet, kann mit den aktuellen Philips SAA7108(A)E-Lösungen, die sich auf zahlreichen GeForce4-Modellen wieder finden, mithalten. Insgeheim hatten wir uns mehr von der legendären ATI-Darstellungs-Qualität erhofft; ein Quäntchen mehr an Schärfe und Kontrast hätte dem Bild nicht geschadet!

Versöhnen konnte die Darstellungsqualität auf unserem Eizo T965, erst bei einer Auflösung von 1600x1200 und 85 Hz verloren Schriften merklich an Kontur. Auch der zweite VGA-Ausgang stand dem ersten in nichts nach: Der gleichzeitig angeschlossene TFT von Hansol hatte keine Probleme mit der Phasen-Korrektur und zeigte ein tadelloses Bild.

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Weiter: 6. Benchmark: VulpineGL

1. Der ATi R300 Grafikchip
2. Die neuen Funktionen
3. Ausstattung: HIS Excalibur RADEON 9700 Pro / ATi Radeon All-In-Wonder 8500DV
4. Layout: HIS Excalibur RADEON 9700 Pro
5. Treiber- und Software-Probleme
6. Benchmark: VulpineGL
7. Benchmark: CodeCreatures
8. Benchmark: 3DMark2000
9. Benchmark: 3DMark2001SE
10. Fazit

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