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HIS Excalibur RADEON 9700 Pro gegen alle - 5/10
Treiber und DVD-Player-Ärger Will der User beispielsweise DVDs an einem zweiten Monitor oder auf dem Fernseher betrachten, stellen sich zunächst lange Gesichter ein. Bei allen DirectX beschleunigten Applikationen, wie Cyberlinks PowerDVD oder Microsofts Media Player, war lediglich ein schwarzes Fenster auf der sekundären Ausgabequelle zu sehen. Erst wenn die sekundäre Ausgabequelle per Treibereinstellung zur primären erklärt wurde, konnten DVDs oder DivX-Filme wiedergegeben werden. Erstmals verzichtet ATI beim R300-Core auf eine fest implementierte Video-Einheit und beauftragt Video-Shader mit den Aufgaben konventionell verdrahteter Beschleuniger. Der Sinn und Zweck ist die Bereitstellung eines kompletten MPEG-Decoders, momentan leisten diese Video-Shader jedoch nicht mehr und nicht weniger als bisherige Video-Einheiten. Doch warum erwähnt der Autor dieses neue Feature, wenn es keine Vor- und keine Nachteile birgt? Ganz einfach: Die momentan erhältlichen DVD-Player, einschließlich ATIs eigenem Player, unterstützen keine Video-Shader. Manche werden nun einwenden, dass dies bei der heutigen Rechenleistung nicht schlimm sei – doch wie werden die übrigen Funktionen, wie inverse diskrete Cosinus-Transformation (iDCT) und Farbraum-Konvertierung umgesetzt?! Tatsächlich lassen sich beispielsweise an schräg verlaufenden Kanten Treppenstufen-Effekte ausmachen. Schade, für Cineasten stellt der R300 momentan eher einen Rückschritt dar. Die Player-Hersteller haben diesmal noch einiges mehr zu leisten, als bunte Oberflächen zu basteln – wir können nur hoffen, dass so schnell wie möglich Abhilfe geschaffen wird. Das Bild, das sich dem Betrachter am Fernseher bietet, kann mit den aktuellen Philips SAA7108(A)E-Lösungen, die sich auf zahlreichen GeForce4-Modellen wieder finden, mithalten. Insgeheim hatten wir uns mehr von der legendären ATI-Darstellungs-Qualität erhofft; ein Quäntchen mehr an Schärfe und Kontrast hätte dem Bild nicht geschadet! Versöhnen konnte die Darstellungsqualität auf unserem Eizo T965, erst bei einer Auflösung von 1600x1200 und 85 Hz verloren Schriften merklich an Kontur. Auch der zweite VGA-Ausgang stand dem ersten in nichts nach: Der gleichzeitig angeschlossene TFT von Hansol hatte keine Probleme mit der Phasen-Korrektur und zeigte ein tadelloses Bild.
Weiter: 6. Benchmark: VulpineGL
1. Der ATi R300 Grafikchip |
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