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GeForce 4 Ti Roundup Juni 2002 - 4/13
01.09.2002 by holger und staedler
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Leadtek Winfast 250TD
Der dritte Kandidat unseres Grafikkarten-Roundups kommt von Leadtek. Die wuchtige Karte basiert auf dem nVidia GeForce4 Ti4400 und sollte daher von der Performance zwischen der MSI G4Ti4600VTD und der Asus V8420 (Ti4200) liegen. Auch der Preis von ca. 300 Euro der Karte ist zwischen den obigen Kandidaten zu verorten. Die GPU und der Speicher werden synchron mit 275 MHz getaktet, die große Ti4600 dahingegen mit 300 MHz (GPU) bzw. 325 MHz (Speicher). Dies schlägt sich unmittelbar in der theoretischen Bandbreite von 8,8 GB/s (Ti4400) zu 10,4 GB/s (Ti4600) nieder, inwiefern diese Werte jedoch praxisrelevant sind, wird unser Benchmark-Parcours klären.


Ausstattung: andere bieten mehr

Der Lieferumfang:

  • Englischsprachiges Handbuch und Quick Installation Guide
  • S-VHS- und Composite Kabel
  • WinFastDVD
  • GUNLOK
  • DRONEZ
Wie ihr seht, fällt der Lieferumfang doch recht dürr aus, es fehlt unter anderem der DVI- auf 19-Pin VGA-Adapter. Ich weiß jedoch nicht, wie nView in Verbindung mit einem zweiten CRT-Monitor genutzt werden soll. Das S-VHS-Kabel ist derart kurz, dass der Ferneseher unmittelbar neben dem Rechner stehen müsste, hier hat Leadtek eindeutig an der falschen Stelle gespart.


Die Leadtek Winfast 250TD von oben...


...und von unten.

Zum Layout der Leadtek Winfast 250TD
In welcher Revision uns die Karte vorliegt, kann ich euch nicht beantworten, da eine Kennung fehlt. Das Platinen-PCB ist in konventionellem Grün gehalten, alles andere als konventionell ist der schwere Kühlkörper: Ein Großteil der Platine wird auf Vorder- und Rückseite von dem Kühlerwulst überzogen. Lediglich zwei kleine Lüfterchen kühlen die Karte, dies ist überaus positiv gemeint, da die Kerlchen kaum zu hören sind – so soll es sein. Um unnötiges Verdrecken der Lüfter zu verhindern, sind Staubfilter vor dieselben gelegt. Mir ist es allerdings ein Rätsel wie man die Filter reinigen soll, was nach einer gewissen Betriebsdauer bestimmt notwendig ist. Die Lösung scheint allenfalls das Abschrauben der jeweiligen Lüftergitter zu sein, wodurch man auch den jeweiligen Lüfter in den Händen hält.
Das Verschrauben erfolgt nicht durch ein Gewinde, sondern durch bloßes Eindrehen der Schrauben zwischen den Kühlerlammelen. Bei einem CPU-Kühler lasse ich mir das noch gefallen, da montiert man den Lüfter in der Regel einmal. Wenn ich jedoch zur Reinigung der Lüfterfilter die Lüfter demontieren muss, finde ich das nicht mehr lustig. Fazit: Idee gut, Umsetzung schlecht.


links: der Conexant Chip liefert ein flaues TV-out; Mitte: MSI vergoldet die Leiterbahnen, Leadtek nicht; rechts: Lüfter mit Staubfilter

Bleiben wir bei dem überdimensionierten Kühler: Das Schwergewicht besteht auf der Vorder- sowie auf der Rückseite jeweils aus einem Alu-Block. Die GPUs der nVidia-Chips sind dafür bekannt, dass diese schön warm werden, durch den durchgängigen Kühlkörper werden also die Speicher eher erhitzt als abgekühlt. Dazu kommt noch, dass die beiden Lüfter nicht auf der Höhe des Cores sitzen, sonder nach links und rechts versetzt. Die Rückseite wird von einer wesentlich dünneren Platte bedeckt, um Konflikte mit Mainboardbauteilen zu verhindern. Bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass die Kühlervorderseite und Rückseite tatsächlich von zwei Plastikpins zusammengehalten werden! Betrachtet man die Anschlüsse der Lüfter, so fällt auf, dass ein Monitoring nicht möglich ist.


Mehr Schein als Sein? Das Kühlerkonzept der...


...Leadtek Winfast 250TD demontiert.

Waren die Leiterbahnen der MSI-G4Ti4600 allesamt vergoldet, um eine bessere Signal- und Massenführung über die riesige Platine zu gewährleisten, so ist dies bei der Leadtek nicht der Fall. Ein Praxistest der Karte am Eizo T965 21“-Monitor brachte schnell Aufklärung über die Signalqualität: war das Bild der MSI tadellos, so kann das der Leadtek als matschig bezeichnet werden, kleine Schriften verloren bereits bei einer Auflösung von 1200x1024 und 100 Hz jegliche Kontur. Um den TV-Out war es nicht besser bestellt, selten haben wir eine so unscharfe Bildausgabe durch den verbauten CONEXANT CX25871-13 gesehen. Selbst das TV-Bild trug einen Trauerrand, dahingegen ist dieses Problem auf GeForce4-Grafikkarten mit dem Philips SAA7108E behoben. Mittels nView und aktivierter Klon-Funktion lassen sich unterschiedliche Auflösungen auf CRT und Fernseher ansteuern, selbst bei einer Auflösung von 800x600 konnten wir auf den Philips-bestückten Karten keinen schwarzen Rand erkennen.

Schauen wir uns noch die Karte im Alltagsbetrieb an:
Aufgrund der Größe der Ti4400/4600 kommt es immer wieder zu Inkompatibilitäten mit (älteren) Mainboards, auch die Installation der Karte macht in manchen Gehäusen Probleme. Will man auf unserem EPoX 8K3A+ die RAM-Bausteine wechseln, so muss die Grafikkarte ausgebaut werden. Auf unserem MSI K7D Master-L traten weitere Probleme auf: Da die Int #B über AGP und PCI 2 geroutet wird, muss, um den primären PCI-Bus des MPX nutzen zu können, der erste PCI-Steckplatz herhalten. Aufgrund des riesigen Kühlkörpers kamen sich jedoch die Winfast A250TD und die Promise TX2 ins Gehege! Die Folge wäre, die Promise im PCI 2 einzubauen, dies hat jedoch ein ungünstiges Sharing zur Folge.

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Weiter: 5. Asus V8460 Deluxe im Detail

1. Die GeForce 4 Ti-Serie
2. MSI 4600 VTD im Detail
3. Asus V8420 im Detail
4. Leadtek Winfast 250TD im Detail
5. Asus V8460 Deluxe im Detail
6. Gainward 700XP Golden Sample
7. MSI 4400 VTD im Detail
8. Gainward GeForce4 Ultra/750XP GS PowerPack! im Detail
9. Albatron GeForce4 Ti4200 im Detail
10. MSI 4200 64MB im Detail
11. OpenGL Benchmarks
12. DirectX 7, 8 & 8.1 Benchmarks
13. nBench 2 und Fazit

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