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GeForce 4 Ti Roundup Juni 2002 - 10/13
19.09.2002 by holger und staedler
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MSI G4Ti4200 64MB
Bei diesem Review gehen wir insbesondere der Frage nach, ob eine 64 MB-Karte gegen die 128 MB-Konkurrenz bestehen kann oder ob sie sich dieser geschlagen geben muss. Das knallrote Kärtchen wartet jedoch mit einem schnelleren Speichertakt auf: Sind es bei den 128 MB-Kollegen 222 MHz, so liegen bei der MSI immerhin 250 MHz am Speicher an.


MSI spart auch bei der kleinen Ti nicht an der Ausstattung!

Die Ausstattung
MSI lässt sich bei den Packungsbeilagen wahrlich nicht lumpen, satte neun (9!) CDs legt der Hersteller in den randvoll gefüllten Karton – es handelt sich also um die gleichen Beilagen wie bei den großen Ti-Modellen.

  • No One Lives Forever (2 CDs, Vollversion)
  • Aquanox (Vollversion)
  • Sacrifice (Vollversion)
  • MSI Multimedia Games Collection (7 Demo- und Trail-Versionen)
  • MSI Multimedia Value Package DVD-Player
  • MSI Multimedia Beyond 3D (Treiber, Live Update Series, E-Color, DirectX 8.1, Trend Micro PC-cillin 2000 und vieles mehr!
  • interVideo WinProducer/Coder Professional Users’ Pack (Capure, Editining, Real-Time MPEG 1&2 Video Encoding, MPEG-4 Format Transferring Engine, Authoring & Burning to VCD Support)
Zu den weiteren Beigaben zählen:
  • Ein gutes (englisches) Handbuch
  • Universal-Adapter (S-VHS in/out, Composite in/out)
  • Ein S-VHS-Kabel
  • VGA-Adapter (DB 15-Pin auf DVI-I)
Auch der beigelegte Adapter sowie das S-VHS-Kabel entsprechen den Beigaben der großen Modelle. Die jeweiligen Anschlüsse sind vergoldet, die Video In-/Out-Funktionen sind aufgrund der beigelegten Software von interVideo sofort nutzbar. Dass der Hersteller solch hochwertige Software sogar mit einer vergleichsweise günstigen Karte zum Preis von 199 Euro bundlen kann, hätten wir nicht erwartet – setzt man die einzelnen Posten mit ihrem Marktwert an, dann bekommt man die Karte dazu geschenkt.

Die Karte im Detail
Die hübsche rote Karte lag uns in der Revision 10A vor – schön, dass MSI die Karten in der feurigen Farbe einfärbt, ein wenig enttäuscht waren wir schon, dass die roten MSI-Mainboards farblich nicht mehr mit den grasgrünen Ti4600-/4400-Modellen harmonieren. Zur optischen Aufwertung trägt auch auf diesem Modell der schöne Kühlkörper mit durchsichtiger Abdeckung bei. Der Propeller scheint sich jedoch nicht ganz so schnell zu drehen, dadurch tritt die Karte akustisch wesentlich zurückhaltender auf! Aufgrund des 2-Pin-Anschlusses ist ein Monitoring des Lüfters leider ausgeschlossen. Schade, wir können uns kaum vorstellen, dass ein 3-Pin-Anschluss die Kosten signifikant erhöhen würde – ASUS setzt auf der V8420 jedenfalls einen solchen Lüfter ein. Gerade in Verbindung mit den TSOP-Speicherchips von Hynix, die mit 3.6 ns spezifiziert sind und damit höhere Frequenzen vertragen als die langsameren 4.0 ns der 128-MB-Boliden, macht die Kühlerkonstruktion Sinn: Aufgrund des höheren Speichertaktes von immerhin 28 MHz (56 MHz DDR) werden die RAMs deutlich wärmer, durch den kühlenden Luftzug des GPU-Kühlers werden die Speicher effektiv gekühlt. Dies trifft leider nur auf die Vorderseite der Karte zu, die Rückseite, die ebenfalls mit vier Speicherbausteinen bestückt ist, muss ohne Kühlung auskommen. Unserer Meinung nach kann darauf jedoch verzichtet werden, da ein Hitzestau auf der Rückseite unmöglich ist. Man könnte allenfalls über eine passive Speicherkühlung nachdenken, die wohl aber ausschließlich beim Overclocking Sinn machen dürfte.


Die MSI G4Ti4200 64MB von vorne...


...und von hinten

Überaus positiv fällt der nagelneue Philips SAA7108AE auf, der sich von seinem älteren Bruder, dem 7108E, durch den Support von Auflösungen bis 1024*768 am S-VHS-Out unterscheidet! In Verbindung mit nView funktionierte der Philips-Chip hervorragend, der Trauerrand auf dem Ferneseher gehört der Vergangenheit an – da kann die Konkurrenz von Chrontel und CONEXANT nicht mithalten. Die Ausgabequalität des Neulings war ohne Fehl und Tadel, sogar kleine Schriften waren gut lesbar, zudem mutiert der Rechner durch diesen Winzling zur echten Infotainment-Zentrale, um Filme in qualitativ ansprechender Qualität zu genießen.

Um den DVI-I-Port kümmert sich der verbaute Konverterchip von Silicon Image. Einen zweiten CRT kann der User dank des beigelegten DVI-Adapters an das Kärtchen anschließen. Auch die Ausgabequalität am CRT kann voll und ganz überzeugen – auch bei sehr hohen Auflösungen von 1280*1024 bei 100 Hz und höher.


Philips SAA7108AE, 5 Kontrollsiegel und Hynix-Speicher mit 3.6 ns

Überhaupt scheinen bei MSI Qualitäts-Fanatiker am Werke gewesen sein: Satte fünf (5!) Kontrollsiegel prangen auf der Platine, ein „death on arrival“ scheint völlig abwegig. Alle Bauteile sind penibel bestückt, alle Lötkontakte gleichmäßig verzinnt, lediglich auf vergoldete Leiterbahnen hat man in anbetracht der kurzen Signalwege über die Karte verzichtet. Aufgrund der kurzen Baulänge kann es kaum zu Konflikten auf Mainboards oder in Gehäusen kommen, wer also eine solch störrische Infrastruktur besitzt, der sollte sich die MSI genauer ansehen.

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