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GeForce 4 Ti Roundup Sommer 2002 - 2/13
Doch nun zum Lieferumfang der MSI:
MSI hat verstanden, dass nur durch entsprechende Software die zahlreichen Features von heutigen Grafikkarten sinnvoll genutzt werden können. Es ist durchaus nicht einzusehen, dass der User eine teure Karte kaufen soll, ohne dass er Video-In/Out nutzen kann. Dass MSI solch hochwertige Software von interVideo beilegt, ist umso bemerkenswerter. Hinzu kommen die bereitgestellten Anschlüsse, die mittels beigelegte Adapter nach außen geführt werden. Sämtliche Anschlüsse sind vergoldet, ebenso wie die des beigelegten S-VHS-Kabels. Ob die Spielchen ein Kaufargument sind, muss jeder selbst entscheiden – schließlich sind die meisten Games bereits nach wenigen Wochen veraltet.
Kommen wir nun zum Layout der MSI
Um Video-In/Out-Funktionen anbieten zu können, wird der Philips SAA7108E auf der Karte verlötet, der allerdings nur eine maximale TV-Auflösung von 800x600 bietet. Der Conexant CX25871-13 Chip, der allerdings lediglich TV-Out bereitstellt, liefert bis zu 1024*768. Die Qualität der Ausgabe konnte voll und ganz überzeugen, was man in der Vergangenheit nicht immer von nVidia-Chips bestückten Karten behaupten konnte. Diese Kritik betrifft zum einen die Video-In/Out-Abteilung als auch die Ausgabequalität an CRT- und TFT-Monitoren. Um die Signale möglichst verlustfrei über die große Platine transportieren zu können und um eine saubere Masseführung zu realisieren, führt MSI die Leiterbahnen wie zu Goldgräberzeiten aus: sogar die Lötkontakte auf der Rückseite sind vergoldet. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird außerdem eine 6-Layer-Platine eingesetzt – sicher kein ganz billiger Spaß. Um diesen Punkt zu untersuchen, zogen wir unseren Eizo 21-Zoll-Monitor T965 zu Rate, der eine schlechte Signalqualität postum mit einem vermatschten Bild quittieren würde. Bei der vorliegenden MSI können wir jedoch eine ausgezeichnete Darstellungsqualität konstatieren. Die 4600VTD hebt sich durch den schönen Ventilator ab, der mit einem durchsichtigen Häubchen bestückt ist. Glücklicherweise handelt es sich bei dem Lüfter um keinen lauten Krachmacher, ein Leisetreter ist er allerdings auch nicht. Nun gut, bei der Karte handelt es sich eher um eine Zockerkarte denn um eine Karte, die in puren Office-Rechnern zum Einsatz kommt. Wie gesagt, überaus laut ist sie wirklich nicht, wird das Kerlchen in einem ordentlichen Gehäuse untergebracht, braucht man keine nervtötenden Wirbelstürme aus dem Rechner zu fürchten.
Die sündhaft teuren Speicher in BGA(Ball Grid Array)-Bauform von Samsung mit sagenhaften 2,8 ns werden nicht passiv gekühlt. Wenn ihr mich fragt, so ist das auch nicht nötig, schließlich spezifiziert Samsung die Speicher bis 65 C°, die wohl bei heftigsten Overclocking-Projekten nicht erreicht werden. Ein interessantes Designschmankerl hält die Karte indes bereit: die Hitzegefährdeten Speicher, die im eingebauten Zustand nach unten zeigen, werden durch den raffinierten Kühlkörper mit gekühlt. Die Oberseite der Karte ist ohnehin nicht durch einen Hitzestau gefährdet, somit braucht man sich über die dort angebrachten Chips keine Gedanken zu machen. Schauen wir uns noch die Karte im Alltagsbetrieb an: Aufgrund der wuchtigen Bauform muss der Anwender weiterhin mit Inkompatibilitäten mit so manchen (älteren) Mainboard rechnen. EPoX hatte auch so seine liebe Not auf dem EP-8KAH(+), auf dem EP-8K3A+ hatten wir jedoch keine Probleme. Will man die RAM-Bausteine wechseln, so muss die Grafikkarte ausgebaut werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass ihr nicht ständig eure RAM-Bestückung ändert.
Weiter: 3. Asus V8420 im Detail
1. Die GeForce 4 Ti-Serie |
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