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GeForce 6800: MSI NX6800-TD128 (AGP) & MSI NX6800-TD256E (PCIe) im Test - 1/6
09.03.2005 by doelf
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Obwohl wir uns bereits im Dezember mit der MSI NX6800-TD128 eine Grafikkarte mit GeForce 6800 GPU angesehen hatten und auch deren Meßwerte in unseren 3D-Performance-Guide aufgenommen hatten, fehlt bis heute ein Testbericht dieser Grafikkarte auf Au-Ja. Wir möchten diesen Mißstand heute beheben und neben der MSI NX6800-TD128 für AGP Mainboards auch gleich die MSI NX6800-TD256E für PCI-Express Systeme vorstellen. Auch die Gründe für den verzögerten Test der MSI NX6800-TD128 werden zur Sprache kommen.
Rufen wir uns schnell die Architektur-Unterschiede innerhalb der GeForce 6800-Familie in Erinnerung:
| Chip | GPU Takt | Speicher Takt | Speicher- bandbreite | Speicher- interface | Pixel- pipes | AGP PEG | DX |
| GF 6800 Ultra | 400 MHz | 550 MHz | 35.2 GB/s | 256 Bit | 16 | 8x | 9 |
| GF 6800 GT | 350 MHz | 500 MHz | 32.0 GB/s | 256 Bit | 16 | 8x | 9 |
| GF 6800 AGP | 325 MHz | 350 MHz | 22.4 GB/s | 256 Bit | 12 | 8x | 9 |
| GF 6800 PCIe | 325 MHz | 300 MHz | 19.2 GB/s | 256 Bit | 12 | x16 | 9 |
| GF 6800 LE | 300 MHz | 350 MHz | 22.4 GB/s | 256 Bit | 8 | 8x | 9 |
Im Gegensatz zu einer GeForce 6800 Ultra oder GT besitzt die normale 6800er nur 12 aktive Pipelines. Es gibt aber auch Unterschiede zwischen der AGP- und der PEG-Variante: Während die GPU für beide Bauformen mit 325 MHz getaktet wird, hat die AGP-Variante zwar nur halb soviel Grafikspeicher, dieser ist mit 350 MHz (DDR700) jedoch um 50 MHz höher getaktet als beim PCI-Express Modell. Wie sich dieser Unterschied bei der Speicherbestückung auf die Performance auswirkt, werden wir später in den Benchmarks näher betrachten. Kommen wir nun zu den beiden Probanten...
GeForce 6800: MSI NX6800-TD128 (AGP) & MSI NX6800-TD256E (PCIe) im Test - 2/6
09.03.2005 by doelf
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MSI schnürt für die MSI NX6800 TD128 ein umfangreiches Paket. Wer die Karte kauft, soll auch gleich loslegen können, sei ist mit der DVD Wiedergabe am Fernseher oder dem Spielen. Die Beigaben sind reichlich und gut ausgewählt:
Lieferumfang der MSI NX6800 TD128
Für den Betrieb der MSI NX6800 TD128 (NV40 GPU) wird ein 350 Watt starkes Netzteil vorausgesetzt, zudem benötigt die Grafikkarte einen Molexstecker, um ihren Stromhunger zu decken. Während die AGP-Spezifikation eine Aufnahme von maximal 20 bis 40 Watt für die Grafikkarte vorsieht, erlaubt PCI Express bis zu 75 Watt. Daher kann sich MSI auf der NX6800-TD256E die Molex-Buchse sparen.
Die MSI NX6800 TD128 bietet die üblichen Anschlüsse: VGA, DVI und S-Video. Mit 128 MB GDDR3 Grafikspeicher ist sie für heutige Spiele noch gut gewappnet, dennoch ist die Speichergröße die größte Einschränkung dieser Grafikkarte, denn während man mit ein wenig Glück die deaktivierten Pipelines mit Hilfe des RivaTuners freischalten kann und auch eine Taktanhebung von Speicher und GPU nur selten ein Problem darstellt, kann der vorhandene Grafikspeicher natürlich nicht erweitert werden.
Einen eigenen Weg geht MSI bei der Platinenfarbe und der Kühlerlösung "Copper ULTRA". Wie üblich setzt MSI auf eine feuerrote Platine, dazu passend gibt es einen großzügig dimensionierten Kühler auf Kupferbasis. Der Kühler erinnert an die Modelle auf ATis X800Pro und X800XT Modellen, denn auch auf der MSI NX6800 TD128 drückt ein großer Lüfter mit 70 mm Durchmesser die Luft durch einen Kanal mit eng gestellten Kupferlamellen in Richtung Gehäusefront.
Im Gegensatz zu NVIDIAs mehrteiligem Referenzkühler besteht MSIs Konstruktion aus einem Stück, welches GPU und Speicher gleichermaßen kühlt. Ein Schieberegler auf dem Luftkanal ermöglicht dem Benutzer, das Laufgeräusch der Karte an die Bedürfnisse des eigenen Rechners anzupassen. Schiebt man den Regler ganz nach links, so dreht der Lüfter mit 2800 U/Min (Herstellerangabe: 30 dB(A)), was laut MSI für die Kühlung der Karte vollkommen ausreichen soll. Ganz rechts befindet sich der Lüfter dann im Turbo-Modus und bringt es auf 4000 U/Min (Herstellerangabe: 39 dB(A)), das ist dann allerdings gar nicht mehr leise. Selbst bei minimaler Drehzahl lagen die Temperaturen mit 45°C (IDLE) und 65°C (LAST) voll und ganz im grünen Bereich.
Allerdings hatten wir ein Problem mit der Minimal-Position, denn unsere Testkarte war nicht nur leise, sondern völlig lautlos. Eigentlich ist eine lautlose Karte begrüßenswert, doch die Stille endete mit einem Absturz, da der Lüfter sich schlicht und einfach nicht mehr drehte. Wir sahen uns die Sache ein wenig näher an und mußten feststellen, daß bereits zwei Millimeter vor dem linken Anschlag des Schiebereglers der Lüfter unserer Karte zum Stillstand kam. Daraufhin kontaktierten wir MSI, wo man das Problem in der Technik überprüfte, den Fehler jedoch nicht nachstellen konnte. Seit Dezember warteten wir nun auf eine Austauschkarte, doch eine neue 6800er kam erst Ende Februar. Dabei handelte es sich jedoch um eine MSI NX6800-TD256E für PCI-Express Mainboards, mit grünem PCB und NVIDIAs Referenzkühler.
Erst heute hatten wir die Gelegenheit, uns anhand einer MSI NX6800GT-TD256, welche exakt die gleiche Kühlerlösung verwendet, von der Tauglichkeit des Schiebereglers zu überzeugen. Der Regler funktioniert auf der MSI NX6800GT-TD256 einwandfrei, und die Lautstärke bei minimaler Drehzahl ist sehr angenehm.
Wenn also der Lüfter bei der Betätigung des Schiebereglers stehen bleibt, sollte man also tunlichst MSIs Support kontaktieren, denn ein solcher Lüfter hat schlicht und einfach einen Defekt!
GeForce 6800: MSI NX6800-TD128 (AGP) & MSI NX6800-TD256E (PCIe) im Test - 3/6
09.03.2005 by doelf
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Ob rot oder grün: Auch wenn die MSI NX6800-TD256E, welche uns erreichte, noch nicht MSIs rote PCBs und Kupferkühler verwendet, entsprechen die Beigaben denen der MSI NX6800 TD128:
Lieferumfang der MSI NX6800-TD256E
Grün, bestückt mit NVIDIAs kompaktem Referenzkühler und ohne zusätzliche Strombuchse sieht die MSI NX6800-TD256E sehr harmlos aus. Dennoch bietet diese Grafikkarte doppelt soviel Grafikspeicher wie ihre rote AGP-Schwester, allerdings wird dieser mit nur 300 MHz (DDR600) getaktet. Die verwendeten Chips des Typs HY50U573222 F-28 von Hynix sind allerdings bis 350 MHz spezifiziert - wir werden das später ausprobieren! Da GDDR3 Chips nur wenig Hitze produzieren, muß MSI diesen nicht kühlen (auf der AGP-Karte macht man es trotzdem).
Auch wenn der komplette Strom vom PCI-Express x16 Steckplatz geliefert wird, ist für den Einsatz der MSI NX6800-TD256E zumindest ein 350 Watt starkes Netzteil nötig!
In Hinblick auf die gebotenen Anschlüsse gibt es keinen Unterschied: Auch die MSI NX6800-TD256E hat DVI, VGA und S-Video an Bord.
Da die NV41 GPU ein nativer PCI-Express Grafikchip ist, wird auf der MSI NX6800-TD256E kein Bridge-Chip benötigt. Die Grafikkarte ist SLI-tauglich und kann paarweise auf entsprechenden Mainboards eingesetzt werden. Der Lüfter ist weder besonders leise noch laut, das Laufgeräusch wirkt nicht störend. Der Lüfter auf unserer Karte regelt im 2D-Betrieb nicht herunter und rotiert immer mit konstanter Drehzahl. Während sich die GPU im IDLE-Betrieb auf 47°C erwärmte, heizte sie sich unter Last bis zu 62°C auf. Diese Werte liegen voll und ganz im grünen Bereich.
GeForce 6800: MSI NX6800-TD128 (AGP) & MSI NX6800-TD256E (PCIe) im Test - 4/6
09.03.2005 by doelf
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Overclocking
Die Taktsteigerungen, die wir auf der MSI NX6800-TD128 erreichen konnten, waren trotz überdimensionierter Kühlung nicht besonders groß: Unser Testmuster zeigte oberhalb von 335 MHz GPU- und 375 MHz Speichertakt Darstellungsfehler! Allerdings war es uns möglich, mit dem RivaTuner die Pipelines von 12/5 auf 16/6 hochzuschalten. Dies hatte jedoch die Nebenwirkung, daß sich die GPU fast gar nicht mehr übertakten ließ. Für die Übertaktungstabelle haben wir die MSI NX6800-TD128 mit 325 MHz GPU- und 375 MHz Speichertakt sowie 16/6 Pipelines getestet.
Bei der MSI NX6800-TD256E erwies sich der aktuelle RivaTuner 2.0 RC 154 als machtlos, was die Anzahl der nutzbaren Pipelines betraft. Im Gegensatz zum NV40 Kern lassen sich beim NV41 keine zusätzlichen Pipelines freischalten:
Somit ergeht es NV41 Besitzern wie den Käufern einer GeForce 6600 GT: Die beliebte Tuningmaßnahme "Pipelines" bleibt ihnen verwehrt. Dafür gibt es jedoch positives von der MHz-Front zu berichten: Die MSI NX6800-TD256E ließ einen Chiptakt von 350 MHz zu, was der Taktung einer 6800 GT entspricht. Der Grafikspeicher, von Hause aus auf magere 300 MHz getaktet, ließ sich entsprechend der Spezifikation der verbauten Speicherchips, bis auf 350 MHz (DDR700) anheben. Dies entspricht zumindest dem Speichertakt einer 6800/AGP, nur hat unsere PCI-Express Karte ja doppelt soviel Grafikspeicher ;-)
| 3DMark2003: 4xAA + 8xAF | ||
| Asus V9999 GT 256MB; Forceware 66.93 | 6565 | |
| Asus V9999 GE 256MB; Forceware 66.93 | 5973 | |
| Asus V9999 GT 128MB; Forceware 66.93 | 5928 | |
| MSI NX6800-TD128 16/6; 325/375 MHz | 5630 | |
| CP4U/Asus 6800LE 16/6 128MB; Forceware 66.93 | 5498 | |
| MSI NX6800-TD256E 12/5; 350/350 MHz | 5384 | |
| MSI NX6800-TD128 128MB; Forceware 66.93 | 5274 | |
| MSI NX6800-TD256E 256MB; Forceware 66.93 | 4901 | |
| Point Of View 6600GT 128MB; Forceware 66.93 | 4362 | |
| MSI NX6800LE 128MB; Forceware 66.93 | 4262 | |
| Sparkle 6600 GT 128MB; Forceware 66.93 | 4161 | |
| Aquamark03: 4xAA + 8xAF | ||
| Asus V9999 GT 256MB; Forceware 66.93 | 43896 | |
| Asus V9999 GE 256MB; Forceware 66.93 | 42403 | |
| MSI NX6800-TD256E 12/5; 350/350 MHz | 42365 | |
| Asus V9999 GT 128MB; Forceware 66.93 | 41500 | |
| MSI NX6800-TD128 16/6; 325/375 MHz | 40276 | |
| MSI NX6800-TD256E 256MB; Forceware 66.93 | 39909 | |
| CP4U/Asus 6800LE 16/6 128MB; Forceware 66.93 | 39582 | |
| Point Of View 6600GT 128MB; Forceware 66.93 | 39559 | |
| MSI NX6800-TD128 128MB; Forceware 66.93 | 39484 | |
| Sparkle 6600 GT 128MB; Forceware 66.93 | 38826 | |
| MSI NX6800LE 128MB; Forceware 66.93 | 34366 | |
| Doom III, ultra quality, 1600x1200, 4xAA + 8xAF | ||
| MSI NX6800Ultra 256MB; Forceware 66.93 | 36.2 | |
| Asus V9999 GT 256MB; Forceware 66.93 | 32.4 | |
| Asus V9999 GE 256MB; Forceware 66.93 | 31.4 | |
| MSI NX6800-TD256E 12/5; 350/350 MHz | 24.8 | |
| MSI NX6800-TD256E 256MB; Forceware 66.93 | 22.1 | |
| Asus V9999 GT 128MB; Forceware 66.93 | 19.8 | |
| MSI NX6800-TD128 16/6; 325/375 MHz | 19.8 | |
| CP4U/Asus 6800LE 16/6 128MB; Forceware 66.93 | 19.4 | |
| MSI NX6800-TD128 128MB; Forceware 66.93 | 19.3 | |
| Point Of View 6600GT 128MB; Forceware 66.93 | 17.0 | |
| MSI NX6800LE 128MB; Forceware 66.93 | 16.8 | |
| Sparkle 6600 GT 128MB; Forceware 66.93 | 14.8 | |
Bei 3DMark2003 (4xAA + 8xAF) sehen wir deutlich, daß der Speichertakt dort wichtiger ist als die Speichergröße: Trotz 256 MB Grafikspeicher kann sich die MSI NX6800-TD256E nur übertaktet gegen die MSI NX6800-TD128 behaupten. Das reicht allerdings nicht, um die AGP-Karte mit freigeschalteten Pipelines zu bezwingen!
Aquamark03 (4xAA + 8xAF) entpuppt sich hingegen als Speicherfresser: Je mehr Grafikspeicher zur Verfügung steht, desto mehr Leistung kann dieser Benchmark aus der Grafikkarte ziehen. Die MSI NX6800-TD256E profitiert davon und liegt vor ihrer AGP-Schwester.
Noch wichtiger ist die Größe des Grafikspeichers für Doom III (ultra quality, 1600x1200, 4xAA + 8xAF): Unsere PCI-Express Karte kann dank 256 MB Grafikspeicher nicht nur die MSI NX6800-TD128, sondern auch die Asus V9999 GT mit 128 MByte hinter sich lassen.
GeForce 6800: MSI NX6800-TD128 (AGP) & MSI NX6800-TD256E (PCIe) im Test - 5/6
09.03.2005 by doelf
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Alltagsbetrieb
Sowohl die MSI NX6800-TD128 als auch die MSI NX6800-TD256E liefern es gutes Bild über DVI sowie VGA. Beide Karten kamen problemlos mit unserem TFT (1280x1024 Bildpunkte) sowie einem Röhrenmonitor (1600x1200 Bildpunkte) zurecht. Auch der TV-Ausgang liefert ein ansehliches Bild, welches zum Anschauen von Filmen voll und ganz ausreicht.
Die aufwendige Kühlung der MSI NX6800-TD128 kann sehr leise arbeiten und ist dennoch ausreichend, solange die Karte nicht extrem übertaktet wird. Bei unserer ersten Testkarte blieb der Lüfter stehen, sobald wir den Schieberegler in die Minimal-Position stellten. Grund hierfür war ein defekter Lüfter. Bei einem Nachtest konnten wir uns von der fehlerfreien Funktion des Schiebereglers überzeugen. Wir können nicht beurteilen, ob auch weitere Karten von diesem Problem betroffen sind. MSI war das Problem jedenfalls nicht bekannt. Tritt ein Lüfterstillstand bei der Betätigung des Schiebereglers auf, sollte man sich auf jeden Fall an MSIs Support weden!
Ein zweites Problem während unserer Tests betrifft die Benchmark-Software Gunmetal 2: Wie alle Grafikkarten mit NV40 konnte auch die MSI NX6800-TD128 diesen Test nicht erfolgreich abschließen.
Die MSI NX6800-TD256E entpuppte sich hingegen als vollkommen unproblematischer Zeitgenosse: Der Lüfter werkelt zwar lauter als auf der NX6800-TD128, dafür dreht er seine Runden zuverlässig und auch Gunmetal 2 läuft auf dem NV41 ohne irgendwelche Probleme.
Benchmarks
54 Benchmarks der MSI NX6800-TD128 und MSI NX6800-TD256E im Vergleich mit 36 weiteren Grafikkarten finden sich in unserem 3D-Performance-Guide Q1/2005:
GeForce 6800: MSI NX6800-TD128 (AGP) & MSI NX6800-TD256E (PCIe) im Test - 6/6
09.03.2005 by doelf
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Fazit
Ausstattung und Lieferumfang der beiden Grafikkarten sind sehr ähnlich, lediglich die Speicherbestückung und die Kühlerkonstruktion unterscheiden sich grundlegend. Der Kühler der MSI NX6800-TD128 (AGP) entspricht dem Modell, welches auch auf der NX6800GT-TD256 eingesetzt wird. Er hat mehr als ausreichende Reserven und kann bei minimaler Drehzahl mit einem sehr niedrigen Laufgeräusch überzeugen. Der Schieberegler für den Lüfter sollte als Voreinstellung betrachtet werden: Je nach Systemkonfiguration und Übertaktungsabsichten reicht die minimale Drehzahl vollkommen aus; wird es im PC besonders heiß, kann man die Drehzahl etwas höher einstellen; will man maximale Übertaktungserfolge, greift man zu Ohrenstöpseln und dreht auf Maximum. MSI ermöglicht somit auch im 3D-Betrieb ein leises Arbeiten der MSI NX6800-TD128 (AGP), während andere Modelle der GeForce 6800er-Familie im 3D-Betrieb den Lüfter treibergesteuert immer hochdrehen. Zugegeben, die Regelung per Software, wie sie Asus mit dem SmartDoc (siehe: Asus V9999-Familie) anbietet, läßt sich auch ohne ein Öffnen des Rechners bewerkstelligen, doch wir hatten schon einige Male Probleme mit dem SmartDoc und sobald man die Windows-Plattform verläßt, bleibt einem eine solche Lüfterregelung verwehrt. Der Lüfter der MSI NX6800-TD128 (AGP) kann hingegen auch unter Linux mit einer überzeugenden Laufruhe aufwarten.
Die MSI NX6800-TD256E (PCIe) mit dem Referenzkühler regelt hingegen gar nicht, die Lärmemission der Karte liegt im unteren Mittelfeld und stört nicht sehr. Dennoch ist sie auch im geschlossenen Gehäuse deutlich zu hören.
Kommen wir nun zum Grafikspeicher: Welche Speicherbestückung von Vorteil ist, hägt von den betrachteten Benchmarks ab. Im Leistungsvergleich der spielerelevanten Benchmarks steht es ohne den Einsatz von bildverbessernden Filtern 15:5 für die MSI NX6800-TD128 (AGP). Der höher getaktete Speicher setzt sich somit gegen die doppelte Speichergröße durch. Nur bei 3DMark05, Unreal Tournament 2004 (1024x768) und Doom 3 (1600x1200) sehen wir die MSI NX6800-TD256E (PCIe) in Führung. Gunmetal 2 geht wegen der Inkompatibilität des NV40 mit diesem Benchmark quasi kampflos an die PCI-Express Grafikkarte.
Schalten wir vierfaches Anti-Aliasing und achtfache anisotrophe Filterung hinzu, so steht es ausgeglichen 10:10. Allerdings punktet die MSI NX6800-TD256E (PCIe) vor allem dann, wenn die Filter mit einer hohen Auflösung zusammentreffen. 3DMark2001SE, Shardermark 2, Unreal Tournament 2003 sowie Doom 3 gehen nur bei einer Auflösung von 1600x1200 Bildpunkten an die PCI-Express Grafikkarte, bei 1024x768 Bildpunkten liegt dann wieder die MSI NX6800-TD128 (AGP) in Front.
Die detaillierten Benchmarks finden sich in unserem 3D-Performance-Guide Q1/2005.
Betrachten wir den Preis der Grafikkarten, so kostet die MSI NX6800-TD128 (AGP) ca. 275 Euro während die MSI NX6800-TD256E (PCIe) mit 315 Euro zu Buche schlägt. Einen Aufpreis von 40 Euro für den doppelten Grafikspeicher finden wir fair, allerdings sollte dieser dann auch mit der selben Taktung arbeiten. Auf 300 MHz Speichertakt ausgebremst kann die Perormance der MSI NX6800-TD256E (PCIe) nur bedingt überzeugen und das Preis-/Leistungsverhältnis einer MSI NX6600GT-TD128 (PCIe) sieht angesichts von 182 Euro Anschaffungskosten wesentlich überzeugender aus!
MSI NX6800-TD128 (AGP)
Die Performance reicht für heutige Spiele voll und ganz aus, der Lüfter läßt sich regeln und arbeitet bei minimaler Drehzahl sehr leise. Hinzu kommt der gewohnt gute Lieferumfang von MSI und ein Preis, der deutlich unter 300 Euro liegt. Wer - wie wir - etwas Glück hat, kann sogar noch ein paar Pipelines freischalten. Die MSI NX6800-TD128 (AGP) hat uns sehr gut gefallen und ist eine gute Wahl für diejenigen, denen die Leistung einer 6600 GT nicht ausreicht und eine 6800 GT zu teuer ist.
MSI NX6800-TD256E (PCIe)
Bei der MSI NX6800-TD256E (PCIe) handelt es sich um eine ordentliche Grafikkarte, die ihre Arbeit gut erledigt, sich aber nur in einem Punkt besonders herheben kann: Der Lieferumfang ist vorbildlich. Der Kühler hingegen ist Standard, die Performance leidet unter dem niedrigen Speichertakt und enttäuscht ein wenig, Besonderheiten wie z.B. ViVo gibt es nicht. Wir würden uns die MSI NX6800-TD256E (PCIe) mit dem Kühler und Speichertakt der MSI NX6800-TD128 (AGP) wünschen - die Übertaktungsergebnisse zeigen zumindest, daß hier Potential schlummert! Doch so bleibt ein Preis, der deutlich über 300 Euro liegt, und eine Performance, die diesen nicht wirklich rechtfertigt.
Unser Dank gilt MSI und HiQ Computer.
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