 |
MSI Hermes, ein durchdachter Mini-PC - 4/11
29.08.2002 by holger
Der komplette Artikel als Druckversion
Der Aufbau
Das Hermes-Mainboard basiert auf dem i845 GL-P-Chipsatz von Intel und bietet somit Unterstützung für FSB 400 P4-Prozessoren, die neueren Northwood mit 533 MHz FSB bleiben also außen vor! Im Gegensatz zum großen Bruder, dem i845GL, bleibt dem GL ein AGP-Slot verwehrt, zur Aufrüstung der Grafikleistung bleibt lediglich der PCI-Bus, der jedoch erheblich durch die enormen (Bandbreiten-)Ansprüche einer PCI-Grafikkarte ausgebremst werden
würde – eine unterm Strich nicht zu empfehlende Lösung. Angesichts der knappen Platzverhältnisse im Inneren des Hermes kann der Einsatz des GL-Pendants jedoch aus thermischen Gründen gerechtfertigt werden, denken wir an moderne Heizöfchen à la GeForce4 Ti4600, wäre ein deutlich größeres Gehäuse fällig geworden – nicht zuletzt deshalb, um die Grafikmonster der Länge nach verstauen zu können. Möchte man ein kleines Gehäuse realisieren, müssen Entwickler also auch (gerade) heute Kompromisse eingehen, dass dieser jedoch die leistungsfähigeren FSB 533 P4-Prozessoren ausschließt, finden wir bedauerlich – unseren 2,53 GHz-Boliden mochte der Hermes überhaupt nicht, statt die CPU mit FSB 400 zu takten, blieb der Bildschirm einfach schwarz.

Das hoch integrierte Mainboard (MS 6557) beherbergt alle Features, die man sich denken kann: Neben dem Firewire-, Lan- und PCMCIA-/Firewire-Controller
findet ein AC97-Codec von Realtek Verwendung sowie ein hochwertiger Intel Netzwerk Chip (Intel 82562ET). Über die klanglichen Qualitäten des Realtek kann man nicht meckern, erstaunlich war es schon, dass die klanglichen Fähigkeiten der AC97-Fraktion derart gut klingen können – vorausgesetzt, die Mainboardhersteller realisieren ein sauberes Layout. Naturgemäß fehlte dem Klangbild in den Höhen das letzte Glitzern, auch die räumliche Auflösung und Tiefenstaffelung war nicht perfekt. Die 6-Kanal-Fähigkeiten können dennoch versöhnen, so
dass dem Hermes in der Disziplin „Audiofähigkeiten“ Heimkino-Qualitäten attestiert werden können. Negativ fallen hingegen die fehlenden digitalen optischen Ein- und Ausgänge auf, gerne hätten wir das bekannte S-Bracket (vgl. MSI KT3 Ultra2-Review) im Lieferumfang gesehen – schließlich hätte der User selbst entscheiden können, ob er die knappen PCI-Plätze mit einem Adapter verbaut. Glücklicherweise verfügt der Hermes über einen digitalen SPDIF Jack an der Frontseite!
|
 |
 |
Weitere Testberichte:
Noctua NH-U12P
Preview: AMDs 790GX / SB750 Chipsatz
Acer Aspire One A110L (8,9-Zoll Netbook) im Test
Preview: Intel Larrabee
Zaward Gyre
Auras CTC-868 Transformer
Titan TTC-NK35TZ/PW(BX)
Scythe Ninja 2
Corsair Flash Voyager Mini 4GB im Test
Revoltec LightMouse Portable und RNC-2100 Collectors Edition
Antec Three Hundred
Medion Akoya Mini E1210 - Netbook mit Intel Atom
ASUS Eee PC 900 12G mit Windows XP im Test
Was bringt DDR3-1066, 1333, 1600 und 1800?
Im Test: ASUS Rampage Formula (Intel X48 mit DDR2)
Cat DVD-1122, ein DVD-Spieler für 9 Euro
3,2 GHz und FSB1600: Intel Core 2 Extreme QX9770
Biostar TA780G M2+ (AMD 780G) im Test
Preview: Intels P45, P43, G45 und G43 Chipsatz
Vier kompakte Keysonic Bluetooth-Tastaturen im Test
ASUS M3N-HT Deluxe (NVIDIA nForce 780a SLI)
AMD Phenom X4 9750 - 2,4 GHz im B3-Stepping
Im Test: MSI P35 Neo2-FR (Intel P35/ICH9R für 75 Euro)
Super Talent Pico_C 8GB USB-Flashspeicherstick
Revoltec LightMouse Precision 1.5, 2 Wireless und Portable
Sharkoon Rebel9, Rebel12 und Zubehör im Test
Im Test: Scythe KamaBay Amp
|
|