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MSI Hermes, ein durchdachter Mini-PC - 8/11
29.08.2002 by holger
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Der Hermes im Alltagsbetrieb
Wie sollte es anders sein, die Inbetriebnahme gab keine Denksportaufgaben auf, die Installation der Komponenten machte aufgrund der durchdachten Gesamtlösung einfach Spaß.
Konnten sich bisherige onboard-Grafiklösungen nicht sonderlich mit Ruhm bekleckern, da die Ausgabequalität zumeist nicht stimmte, lag diese beim Hermes auf erstaunlich hohem Niveau. Selbst an unserem EIZO T965 21“-Monitor konnte die Darstellungsqualität bis zu einer Auflösung von 1280*1024 und 85 Hz überzeugen. Wurden hingegen 100 Hz eingestellt, machte sich eine flaue und matschige Darstellung breit.

Um die von MSI-Deutschland beworbenen Dualhead-Funktionen war es jedoch nicht sonderlich gut bestellt. Es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir kein TFT zum Test zur Verfügung hatten! Um diesen Umstand zu kompensieren, setzten wir einen DVI-I-Adapter ein, der bei GeForce4-Karten den Betrieb eines regulären CRTs am DVI-Port ermöglicht. Wurde nun ein zweiter Monitor angeschlossen, so wurde stets der CRT, der am DVI-Port betrieben werden sollte, schlichtweg ignoriert, dies geschah selbst dann, wenn wir im Bios die Ausgabeoption auf „Auto“ oder „CRT+EFP“ einstellten. Der Rechner bootete weiterhin über den ersten Monitor; wurde unter Windows XP der Shortcut des Intel-Treibers angeklickt, so erfolgte sofort ein Neustart des Rechners. Da jedoch selbst ein Bootvorgang über den DVI-Port unter Verwendung des DVI-Adapters und eines einzelnen Monitors nicht möglich war, können wir keinerlei zuverlässige Aussage zur Dualhead-Fähigkeit machen.
Ein Dualhead-Betrieb per CRT sowie TV-Ausgang wollte ebenfalls nicht gelingen, da der Intel-Treiber nur ein Umschalten zwischen beiden Ausgängen zuließ, jedoch nicht den gleichzeitigen Betrieb.

Im Handbuch selbst fanden wir ebenfalls keinen ausdrücklichen Hinweis auf die Dualhead-Fähigkeit, lediglich die bereits oben erwähnte Bios-Option „CRT+EFP“ lässt auf deren Existenz schließen. Stattdessen findet sich auf Seite 1-4 ein Hinweis auf die Spezifikationen der integrierten Grafik. Demnach verfügt der Core lediglich über einen integrierten 350 MHz 24-bit RAMDAC – echtes Dualhead ist jedoch nur über zwei RAMDACs möglich!
Um eine möglichst gute Performance zu erreichen, sollte der User unbedingt die aktuellen Treiber einsetzen. Der von uns unter Windows XP verwendete Treiber 11.2 ist in der Lage, satte 64 MB für Grafikanwendungen zu adressieren, der auf der beigelegten CD befindliche Treiber schaffte hingegen lediglich 48 MB. Dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert, da viele Spiele mit dem älteren Treiber ihren Dienst quittierten, mit dem neuen jedoch absolut reibungslos arbeiteten.

Um die Ressourcenverteilung braucht man sich bei einem solch hoch integrierten Rechner keinerlei Gedanken zu machen – jedenfalls dann nicht, wenn der Hersteller sauber gearbeitet hat. MSI lies es sich dennoch nicht nehmen und hat das Interrupt Request Routing im Handbuch über alle 4 Order dokumentiert (falls PCI-Karten auf mehr als eine INT zurückgreifen müssen).

  Order 1 Order 2 Order 3 Order 4
VGA INT A# - - -
1394 INT D# - - -
PCMCIA INT C# - - -
PCI Slot INT B# INT C# INT D# INT A#
Der Interrupt Request Table des MSI Hermes

Weiter: 9. Stabilität

1. Die Ausstattung
2. Von Außen: vorne
3. Von Außen: hinten
4. Der Aufbau des Hermes: Das Mainboard
5. Der Aufbau des Hermes: Das Mainboard 2
6. Der Aufbau des Hermes: CPU und Kühler
7. Der Aufbau des Hermes: Die Laufwerke
8. Alltagsbetrieb und Resourcen
9. Stabilität
10. Benchmarks
11. Fazit

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