Stabilität und Kompatibilität
Derzeit haben wir wohl den extremsten Lasttest aller Hardware-Sites im Programm. Die Hürden sind hoch, schauen wir doch einmal, wie sich das MSI 860D Pro benimmt. Die Stabilitätstests wurden mit zwei Xeon 2.4 GHz und 1 GB RDRAM durchgeführt.
- Volllast Stresstest
Wir haben seit 2002 den Stresstest für Mainboards verschärft. Das Mainboard wird mit stabilen, auf anderen Platinen bereits getesteten Treibern betrieben. Für die AGP Last sorgt 3DMark2001SE, das 100 Runden dreht. Speicher und CPU Last werden gleichzeitig von SiSoft Sandra 2002 (Burn-In) generiert, das im Hintergrund läuft. Zudem wird Prime95 im Torture-Test die Systemintegrität überwachen - wird die Last zu hoch,
wird die Software Rechenfehler beanstanden (wie schon auf den SiS Platinen von Elitegroup).
Ergebnis: bei 400 MHz FSB-/Speichertakt bestanden
- IDE Transfertest
Die leidigen VIA KT133A Erfahrungen zwingen uns, diesen Test durchzuführen. Von einer Test-CD werden Daten auf die Festplatte kopiert und dort entpackt. Dieser Test wurde auf einer WD1200JB 7200RPM durchgeführt, die am Primary IDE des Promise TX2 hing.
Ergebnis: 50 GB sauber kopiert und bestanden
- USB 1.1 Funktionstest
Der VIA KT133A sorgte für erheblichen USB-Frust, aus diesem Grund wurde dieser Test eingeführt. Mit einem Epson 750 Photo sowie einer Digitalkamera schaufelten wir Daten über den USB 1.1 Anschluss.
Ergebnis: keine Probleme, Test bestanden
- LPT Test
Wieder einmal war der VIA KT133A Auslöser für diesen Test, da sich unser Drucker an Boards mit diesem Chipsatz nur im langsamsten Modus betreiben ließ. Der i860 machte das besser:
Ergebnis: keine Probleme, Test bestanden
- PCI Kompatibilität und Leistung
neben der SB Live 5.1 Soundkarte, einer 3Com- und Intel-Netzwerkkarte kamen die Promise Ultra100 TX2 sowie einer USB 2.0-Karte zum Einsatz. Damit waren alle PCI-Steckplätze belegt. Das MSI 860D Pro wurde hierbei im APIC Modus betrieben.
Noch nie absolvierte eine Plattform den Stabilitätstest mit einer solchen Leichtigkeit: Man stecke die Bauteile zusammen und werde glücklich! Beim MSI K7D Master-L musste beispielsweise der Promise Ultra 100 TX2 im ersten 64-bit Slot betrieben werden, andernfalls kam die Grafikkarte aus dem Tritt. Das A7M266-D mochte sich mit unseren zahlreichen Karten nur im Jumper-Mode anfreunden, ansonsten verweigerte es seinen Dienst.
Diese Plattform ist von einem anderen Schlag: Es sind keinerlei Einbrüche auf dem sekundären Bus zu verzeichnen, alles läuft reibungslos und
zuverlässig! MSI machte uns noch nicht einmal die Freude, uns einen Bios-Bug aufdecken zu lassen – ungeheuerlich!