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Intel Pentium 4 Mainboard Roundup, Sommer 2002 - 1/40
21.08.2002 by doelf
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Intel Pentium 4 Mainboard Roundup - Sommer 2002
Nachdem der Intel Pentium 4 zunächst einen schweren Stand gegen die schnelleren und preiswerteren AMD Athlon Prozessoren hatte und fast nur bei OEM-Kunden sowie im Firmenbereich Absatz fand, kann er sich nun auch zunehmend im Privatkundenmarkt behaupten. Grund hierfür sind zum einen die deutlich gesunkenen Preise der Intel Pentium 4 CPUs sowie die gestiegene Zahl der Intel Pentium 4 Chipsätze, die ein breites Angebot sehr unterschiedlicher Mainboards in allen Preislagen hervorgebracht hat. Zudem haben die Intel Pentium 4 Chipsätze von Intel und SiS einen sehr guten Ruf, ob dieser zu Recht besteht, wird sich in dieser Testserie herausstellen.

Ein weiterer Grund für das gewachsene Interesse am Intel Pentium Prozessor sind die Einführung von DDR-RAM für diese Plattform, denn Rambus konnte sich beim Privatanwender nie richtig durchsetzen und SDR SD-RAM bremst den Intel Pentium 4 Prozessor durch die geringe Speicherbandbreite zu stark aus (siehe auch: QDI PlatiniX 2S-AR Review und Asus P4B266 Review). Aber auch der Prozessor selber hat sich weiterentwickelt. Mit dem Wechsel vom Willamette zum Northwood Core wechselte Intel die Fertigungstechnologie von 0,18 Micron zu 0,13 Micron und erweiterte den Level 2 Cache der CPU von 256 auf 512 kb. Dadurch wurde der Prozessor leistungsfähiger und gibt deutlich weniger Wärme ab. Es ist keine Seltenheit, wenn eine Intel Pentium 4 CPU mit 1800 MHz auch stabile 2400 MHz erreicht - für Overclocker gibt es ein Potential von 600 MHz Bonus und mehr, dabei ist das Risiko für die CPU kalkulierbar, denn Intel hat dem Pentium 4 einen wirksamen Hitzeschutz spendiert, der nicht auf die Zusammenarbeit mit dem Mainboard angewiesen ist (zum Vergleich zum AMD Athlon XP siehe auch: Asus C.O.P. im Test). Zuletzt wurde dann auch noch der quadpumped Frontside Bus von 4x100=400 MHz auf 4x133=533 MHz angehoben, wodurch die Leistungsfähigkeit der Intel Pentium 4 Plattform ein weiteres Mal stieg.

Auf der anderen Seite tritt AMD ein wenig auf der Stelle. Mit jeder neuen CPU gibt es auf dem Socket A lediglich 66 MHz mehr Leistung, zudem lassen sich die aktuellen AMD Athlon CPUs nur mäßig übertakten und der Hitzeschutz des AMD Athlon XP ist auf eine gute Implementierung auf dem Mainboard angewiesen - und selbst diese schützt nicht zu 100%! Auch wenn der in 0,13 Micron Technik gefertigte AMD Athlon XP nun weniger Wärme abgibt als sein Vorgänger: die Wärmeabgabe pro mm2 ist tatsächlich gestiegen und macht das Kühlen nicht gerade einfacher. Neben den gewaltigen CPU Kühlern und diversen Befestigungstechniken derselben muß sich AMD in Anbetracht des empfindlichen Cores der Athlon und Duron CPUs die Frage gefallen lassen, ob man die Kühlungsproblematik nicht ein wenig halbherzig behandelt hat. In unserem Test verwenden wir einen Intel Pentium 4 Northwood mit 1800 MHz und dem mitgelieferten boxed Kühler. Dieser ist nicht nur sehr leise, er kühlt die CPU auch noch ausreichend, wenn sie auf 2400 MHz Übertaktet wird. Zudem ist der Core des Intel Pentium 4 gut geschützt und der Befestigungsmechanismuß sicher und durchdacht. AMD wird mit der Hammer CPU diese Punkte sicherlich aufgreifen, doch der Hammer ist noch knapp sechs Monate entfernt und bis dahin kann AMD seine CPUs nur durch den Preis verkaufen. In dieser Zeit kann Intel andererseits viele Käufer zurückgewinnen, denn die Intel Pentium 4 Plattform ist heute nicht nur ausgereift, sie bietet auch noch ausreichend Potential nach oben.

Das Testsystem

  • Gehäuse, Netzteil: Servertower mit TSP 420W Netzteil
  • CPU Intel Pentium 4 Northwood 1800 MHz
  • CPU Cooler: Intel, boxed
  • DDR-RAM Module: 2x DDR-RAM PC2700 CL2.5 (Apacer/Samsung)
  • Grafikkarte(n): MSI GeForce 4 Ti4600 mit Detonator 28.32
  • Soundkarte(n): Soundblaster 128 mit Windows 2000 Treiber
  • Netzwerkkarte(n): 3Com905B mit Windows 2000 Treiber
  • Primary Master: Festplatte IBM 17GB 7200RPM
  • Primary Slave: -
  • Secondary Master: CD-ROM Teac 40x
  • Secondary Slave: -
  • Microsoft Wheelmouse (Ball) an PS/2
  • Drucker: Epson Stylus 760 via USB und USB 2.0
  • OS: Windows 2000 Professional SP2

Bevor wir mit dem ersten Test anfangen, möchte ich mich sehr herzlich bei den Firmen HiQ Computer, Albatron, Asus, Epox und MSI bedanken, die uns für die Tesserie mit der benötigten Hardware versorgt haben.

Weiter: 2. Asus P4S533, der SiS 645DX Chipsatz

1. Einleitung und Setup
2. Asus P4S533, der SiS 645DX Chipsatz
3. Asus P4S533, Besonderheiten und Ausstattung
4. Asus P4S533, BIOS und Layout
5. Asus P4S533, Stabilität und Kompatibilität
6. Asus P4B533-E, der Intel i845E Chipsatz
7. Asus P4B533-E, Chipsatz und Mainboard
8. Asus P4B533-E, Ausstattung
9. Asus P4B533-E, BIOS und Layout
10. Asus P4B533-E, Stabilität und Kompatibilität
11. MSI 845E MAX2-BLR, der Intel i845E Chipsatz
12. MSI 845E MAX2-BLR, Chipsatz und Mainboard
13. MSI 845E MAX2-BLR, Ausstattung
14. MSI 845E MAX2-BLR, BIOS und Layout
15. MSI 845E MAX2-BLR, Stabilität und Kompatibilität
16. MSI 845E MAX, Chipsatz und Resourcen
17. MSI 845E MAX, Ausstattung, BIOS und Layout
18. MSI 845E MAX, Stabilität und Kompatibilität
19. EPoX 4BEA-R, Intels i845E Chipsatz und Resourcen
20. EPoX 4BEA-R, Speicher und RAID
21. EPoX 4BEA-R, Ausstattung
22. EPoX 4BEA-R, BIOS und Layout
23. EPoX 4BEA-R, Stabilität und Kompatibilität
24. Asus P4B533-V, Intels i845G Chipsatz
25. Asus P4B533-V, Speicher und BIOS
26. Asus P4B533-V, Ausstattung und Resourcen
27. Asus P4B533-V, Stabilität und Kompatibilität
28. Albatron P4845G Pro II, Ausstattung und RAID
29. Albatron P4845G Pro II, Resourcen und Layout
30. Albatron P4845G Pro II, Speicher und BIOS
31. Albatron P4845G Pro II, Overclocking
32. Albatron P4845G Pro II, Stabilität und Kompatibilität
33. Benchmarks: SiSoft Sandra
34. Benchmarks: MadOnion
35. Benchmarks: OpenGL
36. Benchmarks: Video
37. Benchmarks: Auswertung
38. Fazit: Asus P4S533, Asus P4B533-E, MSI 845E MAX2-BLR
39. Fazit: MSI 845E MAX, EPoX 4BEA-R, Asus P4B533-V
40. Fazit: Albatron P4845G Pro II und Übersicht

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