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Intel Pentium 4 Mainboard Roundup, Sommer 2002 - 1/40
Intel Pentium 4 Mainboard Roundup - Sommer 2002
Ein weiterer Grund für das gewachsene Interesse am Intel Pentium Prozessor sind die Einführung von DDR-RAM für diese Plattform, denn Rambus konnte sich beim Privatanwender nie richtig durchsetzen und SDR SD-RAM bremst den Intel Pentium 4 Prozessor durch die geringe Speicherbandbreite zu stark aus (siehe auch: QDI PlatiniX 2S-AR Review und Asus P4B266 Review). Aber auch der Prozessor selber hat sich weiterentwickelt. Mit dem Wechsel vom Willamette zum Northwood Core wechselte Intel die Fertigungstechnologie von 0,18 Micron zu 0,13 Micron und erweiterte den Level 2 Cache der CPU von 256 auf 512 kb. Dadurch wurde der Prozessor leistungsfähiger und gibt deutlich weniger Wärme ab. Es ist keine Seltenheit, wenn eine Intel Pentium 4 CPU mit 1800 MHz auch stabile 2400 MHz erreicht - für Overclocker gibt es ein Potential von 600 MHz Bonus und mehr, dabei ist das Risiko für die CPU kalkulierbar, denn Intel hat dem Pentium 4 einen wirksamen Hitzeschutz spendiert, der nicht auf die Zusammenarbeit mit dem Mainboard angewiesen ist (zum Vergleich zum AMD Athlon XP siehe auch: Asus C.O.P. im Test). Zuletzt wurde dann auch noch der quadpumped Frontside Bus von 4x100=400 MHz auf 4x133=533 MHz angehoben, wodurch die Leistungsfähigkeit der Intel Pentium 4 Plattform ein weiteres Mal stieg. Auf der anderen Seite tritt AMD ein wenig auf der Stelle. Mit jeder neuen CPU gibt es auf dem Socket A lediglich 66 MHz mehr Leistung, zudem lassen sich die aktuellen AMD Athlon CPUs nur mäßig übertakten und der Hitzeschutz des AMD Athlon XP ist auf eine gute Implementierung auf dem Mainboard angewiesen - und selbst diese schützt nicht zu 100%! Auch wenn der in 0,13 Micron Technik gefertigte AMD Athlon XP nun weniger Wärme abgibt als sein Vorgänger: die Wärmeabgabe pro mm2 ist tatsächlich gestiegen und macht das Kühlen nicht gerade einfacher. Neben den gewaltigen CPU Kühlern und diversen Befestigungstechniken derselben muß sich AMD in Anbetracht des empfindlichen Cores der Athlon und Duron CPUs die Frage gefallen lassen, ob man die Kühlungsproblematik nicht ein wenig halbherzig behandelt hat. In unserem Test verwenden wir einen Intel Pentium 4 Northwood mit 1800 MHz und dem mitgelieferten boxed Kühler. Dieser ist nicht nur sehr leise, er kühlt die CPU auch noch ausreichend, wenn sie auf 2400 MHz Übertaktet wird. Zudem ist der Core des Intel Pentium 4 gut geschützt und der Befestigungsmechanismuß sicher und durchdacht. AMD wird mit der Hammer CPU diese Punkte sicherlich aufgreifen, doch der Hammer ist noch knapp sechs Monate entfernt und bis dahin kann AMD seine CPUs nur durch den Preis verkaufen. In dieser Zeit kann Intel andererseits viele Käufer zurückgewinnen, denn die Intel Pentium 4 Plattform ist heute nicht nur ausgereift, sie bietet auch noch ausreichend Potential nach oben.
Das Testsystem
Bevor wir mit dem ersten Test anfangen, möchte ich mich sehr herzlich bei den Firmen HiQ Computer, Albatron, Asus, Epox und MSI bedanken, die uns für die Tesserie mit der benötigten Hardware versorgt haben.
1. Einleitung und Setup |
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