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Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 24/24
19.12.2003 by doelf
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Fazit




Asus P4P800 Deluxe
In den letzten Jahren hatte uns Asus mit umfangreichen Beigaben verwöhnt, es gab zwei oder drei Firewire-Ports, digitale Audio-Anschlüsse, alle USB-Schnittstellen wurden ausgeführt - das war wirklicher Luxus. Auch das Asus P4P800 Deluxe bietet eine ordentliche Ausstattung, Deluxe ist das aber nicht. Ein Gigabit-LAN Controller mit CSA-Anbindung, richtig guter onboard Sound und die Herausführung aller vorhandener Schnittstellen: das wäre wirklich deluxe! Positiv fällt die Verwendung der ICH5-R Southbridge sowie das recht gute Layout auf.
Die Stabilität des Asus P4P800 Deluxe ist gut und gibt keinen Anlaß zur Kritik, die Resourcenverteilung ist jedoch weniger gut gelungen.
In Sachen Performance liegt das Mainboard auf dem üblichen Niveau für Intel i865PE-Platinen. Asus bietet mit seinem "Memory Acceleration Mode" das PAT-Feature des Canterwood auch für seine Springdale-Mainboards an, die Performance des P4P800 Deluxe mit PAT liegt jedoch meist knapp hinter dem EPoX 4PCA3+ mit i875P. Dennoch, die Steigerung durch diese Tuning-Maßnahme ist überdeutlich, ohne PAT kann sich der i865PE nur mühsam von seinen Mitbewerbern mit einkanaligem Speicherinterface absetzen.
In Sachen Overclocking bietet Asus alles, was das Herz begehrt. Unser Testmuster enttäuschte allerdings und erreichte lediglich 4 x 240 MHz = 960 MHz FSB. Einen Pentium 4C mit 2400 MHz bringt man so immerhin auf 2880 MHz.
Der Preis von 130 Euro ist befriedigend, doch die heute getesteten Mitbewerber liegen zwischen 64 und 79 Euro - kosten also etwa die Hälfte und kommen in Bezug auf die Performance sehr nahe an das Asus P4P800 Deluxe heran. Und für 150 Euro bekommt man bereits das EPoX 4PCA3+, das als i875P basierendes Mainboard PAT von Hause aus beherrscht.
Das Asus P4P800 Deluxe ist ein gutes Mainboard, ein Überflieger ist es jedoch nicht. Die Wertung lautet folglich: "Gut".




Albatron PX848PV Pro
Die Ausstattung des Albatron PX848PV Pro ist spartanisch, dies liegt vor allem an der ICH4 Southbridge, welche Albatron auf dem Mainboard einsetzt. Es gibt aber ein Schwesterboard, welches über die ICH5 verfügt und somit auch Serial-ATA bietet. Positiv fiel der gute onboard Sound auf, das Layout könnte besser gelungen sein.
In Sachen Stabilität verhält sich das Albatron PX848PV Pro mustergültig und problemlos.
Die Performance des i848P Chipsatzes von Intel liegt nur knapp hinter dem i865PE, allerdings muß man sich auf dem Albatron PX848PV Pro mit maximal 2 GB Arbeitsspeicher sowie nur zwei DIMM-Slots begügen.
Overclocking ist möglich, die fehlenden Voltage-Tweaks lassen jedoch wenig erhoffen. In der Praxis erreichen wir überraschede 4 x 250 MHz = 1000 MHz FSB, einen Intel Pentium 4C 2,4 GHz kann man also auf 3 GHz beschleunigen - das ist ordentlich!.
Für 76,- Euro (Endkundenpreis laut Hersteller) bekommt man stabile und unproblematische Intel-Technik, guten Sound und 10/100 MBit LAN, wer kann da schon "Nein" sagen?
Wir nicht - unsere Wertung lautet daher: "Sehr Gut".




MSI PT8 Neo
Mit der VIA VT8237 Southbridge bringt der taiwanesische Hersteller Serial ATA/RAID ins Budget-Segment. Dies, der gute Sound und der digitale Audio-Ausgang werten die Platine auf. Das Layout ist leider nicht ganz optimal.
Die Stabilität erwies sich nach der Eskapade mit den IDE-Rundkabeln als gut, wir raten daher vom Einsatz fremder Rundkabel mit diesem Mainboard ab. Die beigelegten Faltkabel funktionierten fehlerfrei.
Die Performance des MSI PT8 Neo ist sehr gut und zeigt, daß es nicht unbedingt ein zweikanaliges Speicherinterface sein muß.
In Sachen Overclocking will MSI den Vorreiter spielen, "Dynamic Overclocking" ist meiner Meinung nach jedoch nur eine überflüssige und undurchsichtige Spielerei. Die Optionen, die MSI im BIOS bietet sind umfangreich und reichen von sinnvoll bis völlig absurd. Zwar wird im BIOS vor der Verwendung kritischer Werte, die rot gekennzeichnet wurden, gewarnt, sinnvoller wäre es jedoch, diese erst gar nicht anzubieten. Sei's drum, man muß sie ja nicht verwenden. In der Praxis kommen wir auf 4 x 240 MHz = 960 MHz FSB. Wie beim Asus P4P800 kann auch auf dem MSI PT8 Neo ein Pentium 4C 2,4 GHz auf 2880 MHz gebracht werden.
Der empfohlene Preis liegt mit nur 79,- Euro sehr niedrig, in Anbetracht der gebotenen Leistung, die oft genug an den Intel i865PE heranreicht, gibt es dafür den "Editor's Choice".




Albatron PX848 Like Pro
Die Kombination ALi M1683/M1563 bietet auf dem Albatron PX848 Like Pro vorbildliche Resourcen-Verteilung sowie ein gutes Layout (von der Platzierung des Floppy-Anschlusses einmal abgesehen). Der onboard Sound ist ordentlich und LAN wird ebenfalls geboten. Wie beim Albatron PX848PV Pro müssen wir auf Serial-ATA leider verzichten.
Die Stabilität war auf diesem Mainboard nie ein Problem, man sollte lediglich darauf achten, den ALi AGP-Treiber immer vor dem Grafik-Treiber zu installieren. Aufgrund der Performance-Einbrüche bewerten wir das Mainboard im Zusammenspiel mit dem BIOS 1.06B.
Die Performance des ALi M1683/M1563 liegt nicht weit hinter den Mainboards mit Intel i848P oder VIA PT800, ein wenig mehr dürften die BIOS-Ingenieure aber schon noch herauskitzeln. Immerhin: Bereits heute ist der ALi-Chipsatz konkurrenzfähig.
Die Overclocking-Optionen sind ausreichend, auch Voltage-Tuning ist möglich. Allerdings vermissen wir einen fixen AGP/PCI-Takt. In der Praxis erreichten wir 4 x 266 MHz = 1064 MHz FSB: Das ist eine neue Bestleistung! Einen Pentium 4C 2,4 GHz könnte man auf diese Weise bis 3192 MHz drücken. Nett ;-)
Für 64, Euro (Endkundenpreis laut Hersteller) bekommt man ein solides Mainboard, das noch etwas reifen muß. In Verbindung mit dem BIOS 1.06B hatten wir kaum Grund zur Klage, dies ist allerdings beim Hersteller auch nach 4 Wochen noch immer nicht verfügbar. Somit gibt es von uns vorerst keine Wertung, dafür aber das BIOS:
Download: 683106b.ZIP

Update 30.10.2004:

  • Albatrons PX848 Like Pro - Ein neues BIOS nach 10 Monaten!
    Download: 683108.zip

    BIOS 1.08: Lange, lange hat es gedauert, doch nun sind die Einbrüche der Speicherperformance nach dem Aufruf von DirectX-Anwendungen endlich Vergangenheit! Wir hatten Ende 2003 zwar sehr schnell ein neues Beta-BIOS von Albatron erhalten, doch anscheinend hat das Testen dieses BIOS beinahe ein Jahr gedauert. Gut, es gab auch noch andere Änderungen, wie ein Binärvergleich zeigt, doch neue Funktionen und Einstellungen finden wir keine. Einen Haken hat das neue BIOS dennoch: Will man das Mainboard mit drei DIMMs bestücken, so funktionieren in DIMM-Slot 2 und 3 nur einseitige Speicherriegel. Steckt man in DIMM-Slot 2 und 3 doppelseitige Module, so wird nur der Speicherriegel in DIMM-Slot 1 erkannt. Auch angesichts der nicht vorhandenen S-ATA Anschlüsse und der nicht garantierten Prescott-Kompatibilität ändert sich an der Bewertung allerdings nichts!




Unser Dank gilt:




1. Einleitung
2. Asus P4P800 Deluxe: Chipsatz und Anschlüsse
3. Asus P4P800 Deluxe: Layout #1
4. Asus P4P800 Deluxe: Layout #2
5. Asus P4P800 Deluxe: Resourcen, Stabilität, BIOS und Overclocking
6. Albatron PX848PV Pro: Chipsatz und Anschlüsse
7. Albatron PX848PV Pro: Layout
8. Albatron PX848PV Pro: Resourcen, Stabilität, BIOS und Overclocking
9. MSI P8T Neo: Chipsatz und Anschlüsse
10. MSI P8T Neo: Layout
11. MSI P8T Neo: Resourcen, Stabilität, BIOS und Overclocking
12. Albatron PX848 Like Pro: Chipsatz und Anschlüsse
13. Albatron PX848 Like Pro: Layout
14. Albatron PX848 Like Pro: Resourcen, Stabilität, BIOS und Overclocking
15. Benchmarks: USB 2.0, Firewire, Audio, IDE
16. Benchmarks: CPU-Performance #1
17. Benchmarks: CPU-Performance #2
18. Benchmarks: Speicher-Performance
19. Benchmarks: Spiele-Performance #1
20. Benchmarks: Spiele-Performance #2
21. Benchmarks: Profi-Software #1
22. Benchmarks: Profi-Software #2
23. Benchmarks: Encoding-Performance
24. Fazit

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