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Im Test: QDI P4I875P und Casetek 1007 - 1/13
01.10.2003 by doelf
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QDI/Lenovo haben uns freundlicher Weise ein ganz besonderes Mainboard zur Verfügung gestellt: das QDI P4I875P mit Intels i875P Canterwood-Chipsatz für Intel Pentium 4 Prozessoren mit FSB533 bzw. FSB800. An dieser Stelle möchte ich QDI/Lenovo herzlich für die Teststellung danken! Das QDI P4I875P besteht aus zwei Platinen, die man unterhalb des dritten PCI-Slots trennen kann. Somit passt das Mainboard sowohl in normale ATX-Gehäuse, als auch in Micro-ATX-Cases.

Aus diesem Grund haben wir uns bei HiQ Computer das Casetek 1007 Gehäuse im Micro ATX-Format besorgt. In diesem Test werden wir das QDI P4I875P sowohl als ATX-Mainboard mit 5 PCI-Steckplätzen, als auch als Micro-ATX-Mainboard mit 3 PCI-Steckplätzen betreiben. Weiterhin untersuchen wir die Eignung des Casetek 1007 Gehäuses für dieses Mainboard sowie generell für kompakte, aber sehr leistungsstarke Systeme.

Betrachten wir zunächst den Intel i875P Chipsatz:
Am 14.4.2003 präsentierte Intel den i875P-Chipsatz, der besser unter seinem Codenamen "Canterwood" bekannt ist. Mit diesem Chipsatz kamen etliche Innovationen, die wir in diesem Test nur kurz anreißen wollen. Detailliert werden sie im Artikel 'Dual-Channel-DDR400-RAM, Canterwood und FSB800 Pentium 4' betrachtet.

  1. FSB800: Die Intel Chipsätze i875P, i865PE/GE sowie i848 unterstützen die FSB800-Generation der Intel Pentium 4 CPUs. Diese sind in den Varianten 2.4, 2.6, 2.8, 3.0 sowie 3.2 GHz erhältlich und bekommen mit der Pentium 4 Extreme Edition bald potenten Zuwachs. Alle P4-FSB800-Prozessoren bieten zudem die Hyper Threading-Technologie, die mit dem Intel Pentium 4 3.06 GHz auf dem Sockel 478 Einzug hielt. Hierbei bekommt man im Prinzip ein Dual-Prozessor-System auf der Basis einer einzigen HT-CPU, dies bietet nicht nur Performance-Vorteile bei multiprozessorfähiger Software, sondern auch bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Programme.
  2. Dual-Channel DDR400: Passend zum neuen Systembus brauchte Intel auch eine schnellere Speicheranbindung. Ideal ist hierbei Dual-Channel DDR400, welches mit 6.4 GB/s die gleiche Bandbreite wie der 800 MHz System-Bus bietet. Wer das Dual-Channel-Feature der Speicheranbindung nutzen möchte, sollte nach Möglichkeit zwei baugleiche Speicherriegel verwenden. Zumindest sollten diese aber die gleichen Charakteristika aufweisen (Größe, Anzahl der Bänke). Während i875P und i865PE/GE ein Dual-Channel-Interface bieten, finden wir beim i848 nur eine einkanalige DDR400-Anbindung.
  3. Performance Acceleration Technology: PAT bringt dem Canterwood-Chipsatz einen klaren Performance-Vorteil bei der Verwendung von DDR400-Speicher und einer FSB800-CPU, denn beim i875P sind Abkürzungen (Bypass) beim Speicherzugriff im Chipsatz implementiert worden. Zwar gelang es einigen Herstellern auch, die PAT-Funktion - natürlich unter anderen Namen - für den Springdale-Chipsatz freizuschalten, doch riskiert man bei einer solchen Tuning-Maßnahme die Garantie von Chipsatz und Mainboard.
  4. Serial-ATA/RAID: Der ATA150 Standard wurde in die ICH5-Southbridge integriert, bei der ICH5-R hat Intel sogar Serial-ATA RAID realisiert. QDI setzt auf dem P4I875P leider nur die ICH5 ein, bietet aber einen S-ATA RAID-Chip auf der Zusatzplatine an. Dieser PCI-Chip von Silicon Image hat gegenüber der ICH5-R jedoch einen Nachteil: Er belastet den PCI-Bus!
  5. AGP 8x: Mit den i875P, i865PE/GE und i848 Chipsätzen bietet Intel nun auch AGP 8x-Unterstützung für moderne Grafikkarten an. Da bisher niemand die gewachsene Bandbreite ausnutzt, wird jedoch kaum ein Unterschied zu AGP 4x spürbar sein.
  6. Communications Streaming Architecture: Per CSA wird dem Intel P82547EI-Gigabit-LAN Controller eine Bandbreite von 266 MB/s zum Memory Controller Hub (MCH/Northbridge) zur exklusiven Verfügung gestellt. Somit wird der PCI-Bus nicht durch eine schnelle Netzwerkverbindung belastet.
Betrachtet man die Möglichkeiten des Canterwood Chipsatzes, so hat QDI diese gut genutzt. Wir haben das Mainboard mit einem Intel Pentium 4C 3.0 GHz und einem Pentium 4C 2.4 GHz getestet. Diese beiden FSB800 CPUs liefen bei der Verwendung von Dual-Channel-DDR400 Speicher stabil, PAT war aktiviert, unsere AGP 8x-Grafikkarte, eine Asus V9950 Ultra, bereitete keinerlei Probleme, und für die LAN-Anbindung greift QDI per CSA und Intels Gigabit-LAN-Controller zurück. Perfekt wäre das P4I875P, wenn QDI zudem die ICH5-R als Southbridge gewäht hätte. Für den onboard Sound setzt man den SoundMAX AD1980, einen AC97-Codec mit 5.1-Sound, ein - auch hier wird also bewußt auf ein PCI-Device verzichtet.

Weiter: 2. M-ATX + X = ATX

1. QDI P4I875P: Chipsatz
2. QDI P4I875P: M-ATX + X = ATX
3. QDI P4I875P: Layout #1
4. QDI P4I875P: Layout #2
5. QDI P4I875P: Resourcen, Stabilität, BIOS
6. Casetek 1007 #1
7. Casetek 1007 #2
8. USB-Performance und Audio-Tests
9. Benchmarks: SiSoft Sandra
10. Benchmarks: Futuremark
11. Benchmarks: VulpineGL, Codecreatures und Cinebench
12. Benchmarks: TMPEG
13. Fazit

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