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Sapphire Radeon 9700 Atlantis Pro - 2/3
26.09.2002 by doelf

Die Sapphire Radeon 9700 Atlantis Pro
Unser Testmuster, die Sapphire Radeon 9700 Atlantis Pro, sieht aus wie jede andere Radeon 9700Pro, allein die Kühler scheinen sich derzeit zu unterscheiden. Der Sapphire Kühler sieht ein wenig flotter aus als der schwarze Klotz, den ATi auf der hauseigenen Radeon 9700Pro einsetzt. Der Lüfter ist nicht allzu laut und der Kühlkörper wird nicht besonders heiß. Die Karte hat ein rotes PCB und einen Floppy-Stromanschluß, ein Adapterkabel für einen Festplatten Stromstecker liegt bei. Die Radeon 9700Pro kann nämlich mit ihrer Leistungsaufnahme den AGP Steckplatz an seine Grenzen bringen, die zusätzliche Stromversorgung sollte unbedingt angeschlossen werden. Der Stromstecker sitzt recht fest, eine Gefahr des Abrutschens besteht nicht.


Im Vergleich zu den GeForce 4Ti 4400 und 4600 Karten fällt die kompakte Bauweise des Radeon 9700Pro auf. ATi hat einen hochintegrierten Grafikchip gebaut, der - nach Demontage des Kühlers - durch seine gewaltigen Ausmaße überrascht. Der DIE des AMD Athlon XP 2200+ erscheint im Vergleich winzig. Auf der Karte findet sich außer dem Grafikchip nur noch der Taktgeber, die Speicherbausteine sowie die Bauteile der Stromversorgung.


Die Anschlüsse sind schnell genannt: VGA, DVI, S-Video out. Sapphire legt einen DVI-zu-VGA Adapter bei, der die gleichzeitige Nutzung von zwei analogen Montoren erlaubt, der Adapter ist von hoher Qualität. Eine Variante mit zwei DVI-Anschlüssen scheint derzeit noch nicht in Planung zu sein, Video-In und -Out Funktionen werden erst später folgen. Bei einem Preis von knapp unter 500 € kann man eigentlich etwas mehr erwarten. Sapphire legte unserer Karte einen S-VHS sowie einen Composite Videokabel mit Adapter bei, dazu die Treiber und Power-DVD. Ob dies dem Lieferumfang entspricht, den der Kunde im Karton findet, ist unklar, denn wir erhielten die Karte in einer dezenten, neutralen Verpackung.


Stromversorgung, Radeon 9700Pro, Taktgeber: fertig ist die Grafikkarte

Die Treiber
ATis Catalyst 02.3 (Version 6.13.10.6166) besteht aus zwei Teilen, dem eigentlichen Treiber und dem Controlpanel. Beide müssen aus dem Internet heruntergelanden und installiert werden, da die Treiberversion auf der CD veraltet war und Probleme mit diversen Spielen hat. ATis Treiber haben sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt, bei der Einführung eines neuen Grafikchips erlaubt sich der kanadische Hersteller jedoch immer wieder den einen oder anderen Bug. Letztes Jahr zeigte der Radeon 8500 zwar hohes Potential, aber auch massive Treiberbugs. Beim Radeon 9700Pro ist das nicht viel anders. Folgende Probleme fielen mir ins Auge:

  • Die Umstellung der DirectX/OpenGL Optionen - etwa Anti-Aliasing oder Anisotrope Filterung - interessierte den Catalyst 02.3 recht wenig, die Benchmarks blieben konstant, die Qualität leider auch. Damit die neuen Einstellungen übernommen werden, muß der Rechner neu gestartet werden oder zumindest die Auflösung des Desktops geändert werden. Die Tester, bei denen der Radeon 9700Pro Chip auch bei höchster Qualität um keinen Frame nachgab, sollten also lieber nochmal nachmessen!
  • Gelegentlich verschwand die Auswahloption für das Anti-Aliasing bei 3DMark2001SE, nach einem Reboot oder dem Umstellen der Auflösung war die Option dann wieder da.
  • MadOnions 3DMark2000 brach bei 1600x1200 Pixeln, 32 Bit Farbtiefe und 6x Anti-Aliasing sowie 16x Anisotrope Filterung gelegentlich ab.
  • CodeCreatures hatte bei 1600x1200 Pixeln, 32 Bit Farbtiefe und 6x Anti-Aliasing sowie 16x Anisotrope Filterung Fehler in der Darstellung der Wasseflächen, nach dem Benchmark war das komplette Desktop schwarz wie die Nacht.
  • Die TV-Ausgabe funktionierte zwar ganz gut, aber DirectX beschleunigte Anzeigen - z.B. Videofilme im Microsoft Mediaplayer - wurden auf dem Fernseher nur als schwarze Flächen angezeigt. Das traf ebenso auf die ATi Radeon All-In-Wonder 8500DV zu.
  • Auf dem Tyan Tiger MP mit AMD760MP Chipsatz war kein stabiler Betrieb mit dem Catalyst 02.3 und irgendeiner Radeon (Radeon 7200 ViVo, Radeon All-In-Wonder 8500DV und Radeon 9700Pro) möglich.
Wenige Stunden nach dem Test folgte ein Treiberupdate (Version 6.13.10.6178), die Karte war jedoch schon wieder in der Post. Wie man sieht, ist ATi bemüht die Treiber für die Radeon 9700Pro schnellstmöglich fehlerfrei zu bekommen. Derzeit gibt es aber noch etliche nervige Kleinigkeiten, die hin und wieder auch mal zu einem Freeze oder Reboot führen können. Zudem scheinen VIA KT400 Mainboards mit dem AGP 8x Betrieb des Radeon 9700Pro Chips Probleme zu haben, da dies jedoch auch auf andere AGP 8x Karten zutrifft, könnte der Fehler auch bei VIA liegen. Dort bastelt man zumindest am AGP 8x und Speicherinterface des KT400 herum. Es zeigt sich wieder einmal, daß der Käufer einer neuen Technologie viel Geld für etliche Problemchen ausgibt. Wer noch etwas wartet, spart Geld und Zeit.

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Weiter: 3. Benchmarks und Fazit

1. Der Radeon 9700Pro Grafikchip
2. Sapphire Radeon 9700 Atlantis Pro und Treiber
3. Benchmarks und Fazit

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