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Sapphire 9800Pro Atlantis vs. PowerColor Evil Commando2 vs. MSI 4600 VTD - 1/17
01.05.2003 by doelf und trebar
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Heute testen wir eine der schnellsten Grafikkarten, die sich derzeit auf dem Markt befinden. Für Spieler könnte sich die Sapphire 9800Pro Atlantis sogar als die schnellste Grafikkarte entpuppen, soll sie doch den bisherigen Klassen-Primus Radeon 9700Pro in allen Belangen übertreffen. Aus diesem Grund haben wir der Sapphire 9800Pro Atlantis mit der PowerColor Evil Commando2 eine Grafikkarte mit ATis Radeon 9700Pro zur Seite gestellt. Zudem ziehen wir eine GeForce4 Ti4600 Karte aus dem letztjährigen Roundup heran, die damals mit dem "Editor's Choice" ausgezeichnet wurde: die MSI 4600 VTD.
Wir bedanken uns recht herzlich bei Sapphire für die Teststellung der Sapphire 9800Pro Atlantis, bei MSI für die MSI 4600 VTD und bei HiQ Computer für die PowerColor Evil Commando2.
Architekturvergleich
Verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über die Architektur aktueller Grafikkarten. In der Tabelle fehlt allerdings noch die GeForce FX-Serie von nVidia, da wir von dieser Baureihe noch keine Karte im Test hatten. Dies wird sich aber in Kürze ändern.
| Chip | GPU Takt | Speicher Takt | Speicher- bandbreite | Speicher- interface | Rendering Pipelines | AGP | DirectX |
| Radeon 9800Pro | 380 MHz | 340 MHz | 21.8 GB/s | 256 Bit | 8 | 8x | 9 |
| Radeon 9700Pro | 325 MHz | 310 MHz | 19.8 GB/s | 256 Bit | 8 | 8x | 9 |
| Radeon 9500Pro | 275 MHz | 270 MHz | 8.64 GB/s | 128 Bit | 8 | 8x | 9 |
| Radeon 9500 | 275 MHz | 270 MHz | 8.64 GB/s | 128 Bit | 4 | 8x | 9 |
| GF4 Ti4800 | 300 MHz | 325 MHz | 10.4 GB/s | 128 Bit | 4 | 8x | 8.1 |
| GF4 Ti4600 | 300 MHz | 325 MHz | 10.4 GB/s | 128 Bit | 4 | 4x | 8.1 |
| GF4 Ti4800SE | 275 MHz | 275 MHz | 8.8 GB/s | 128 Bit | 4 | 8x | 8.1 |
| GF4 Ti4400 | 275 MHz | 275 MHz | 8.8 GB/s | 128 Bit | 4 | 4x | 8.1 |
| GF4 Ti4200 8x | 250 MHz | 250 MHz | 8.0 GB/s | 128 Bit | 4 | 8x | 8.1 |
| GF4 Ti4200 128MB | 250 MHz | 222 MHz | 7.1 GB/s | 128 Bit | 4 | 4x | 8.1 |
| GF4 Ti4200 64MB | 250 MHz | 250 MHz | 8.0 GB/s | 128 Bit | 4 | 4x | 8.1 |
Durch ihr 256-Bit Speicherinterface erreichen Grafikkarten mit ATis Radeon 9800Pro und 9700Pro eine gewaltige Speicherbandbreite und zumindest vom 9700Pro-Chip wissen wir, daß er damit auch umzugehen weiß. Die Daten des 9800Pro zeigen deutlich die Verwandtschaft zum 9700Pro, lediglich die Taktarten von GPU und Speicher wurden etwas erhöht.
Die neuen GeForce4-Chips Ti4200-8x, Ti4800SE und Ti4800 sind identisch zu ihren Vorgängern getaktet und die Namenswahl fiel unserer Meinung nach eher unglücklich aus: Der Ti4800SE ist im Prinzip ein Ti4400 mit AGP 8x und der Ti4800 ein Ti4600 mit AGP 8x - nicht mehr und nicht weniger. Aber auch ATi hat in letzter Zeit immer wieder "Marketing-Namen" hervorgebracht, man denke an den Radeon 9000, der dem 8500 und 8500LE unterlegen war, welches man durch die Umbenennung des 8500 zum 9100 neuerdings wieder "behoben" hat, nur um im gleichen Atemzug den 9000 durch Zugabe eines AGP-8x Interfaces zur 9200 zu erheben. Wer folglich eine Grafikkarte mit Radeon 8500 oder 8500LE sein Eigen nennt und auf der Suche nach einem Upgrade ist, wird sich mit den 9100er- und 9200er-Modellen kaum einen Gefallen tun, erst ab der 9500er-Klasse sind Leistungssteigerungen zu erwarten!
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R300 vs. R350
Im Vergleich zum R300 (Radeon 9700Pro) zeichnet sich der R350 (Radeon 9800Pro) - wie bereits gesagt - durch höhere Taktraten aus. Der GPU-Takt wurde von 325 um 55 auf 380 MHz gesteigert (ca. 17 Prozent) und der Speichertakt von 310 (DDR620) um 30 auf 340 MHz (DDR680) erhöht (ca. 10 Prozent). Somit wären in der Theorie maximale Leistungssteigerungen von 15 Prozent zu erwarten, doch gerade in Anti-Aliasing-Modi fallen die Ergebnisse zugunsten des Radeon 9800Pro zum Teil erheblich höher aus. Folglich hat ATi dem R350 zusätzlich noch etwas Finetuning zukommen lassen.
Treiber
Vor wenigen Jahren konzentrierte sich ATi vor allem auf den OEM-Markt und bot einen recht mäßigen Treiber-Support. Updates kamen selten und die Bugs waren zahlreich. Dies betraf vor allem die Rage-Zeiten, aber auch als die ersten Radeon-Modelle auf den Markt kamen, war die Lage nicht viel besser. Sogar der Start des Radeon 8500-Chips wurde noch von etlichen Bugs überschattet. Der Launch des Radeon 9700Pro konfrontierte uns lediglich mit zwei Problemen: bei dem Benchmark-Programm CodeCreatures gab es Darstellungsfehler und ein Betrieb der Karte auf unserem Dual-AMD-Athlon-System mit dem Tyan Tiger MP (AMD 760MP Chipsatz) wollte partout nicht gelingen. Da andere Dual-AMD-Mainboards (AMD 760MPX) keine Probleme mit der Karte hatten und auch Spiele problemlos funktionierten, hielt sich unsere Kritik in Grenzen. Seit dem Launch des 9700Pro hat ATi regelmäßige Treiber-Updates geliefert und der aktuelle Catalyst 3.2 macht einen sehr ausgereiften Eindruck. Wir haben diesen Treiber auch für unseren Test benutzt.
Für die GeForce4 Ti4600 wird der nVidia Detonator 43.45 verwendet, der sich ebenfalls als ausgereift und problemlos erwies.
Kompatibilität/Stabilität
Betrachtet man die Radeon 9800Pro GPU im Praxistest, so hat ATi ganze Arbeit geleistet: Es trat während des gesamten Tests nur ein einziges Problem auf, denn CodeCreatures wollte bei 4-fachem Anti-Aliasing und 8-facher Anisotroper-Filterung keinen Durchlauf starten. Dies betraf sowohl das erste Testsystem mit Intel i845PE-Chipsatz und Pentium 4 CPU als auch das zweite auf Basis des Dual-AMD-Athlon in dem abermals das Tyan Tiger MP steckte. Abgesehen von diesem einen Ausrutscher verhielt sich die Sapphire 9800Pro Atlantis auch auf dem empfindlichen Dual-System absolut vorbildlich und bot keinen Grund zu Klage.
Anders lag die Sache bei der Radeon 9700Pro basierenden PowerColor Evil Commando2, diese Karte fror das Dual-System bei JEDER DirectX Anwendung ein! Das Problem, welches wir beim Launch des 9700Pro feststellen konnten, ist somit noch immer nicht behoben wurden. Auf dem Intel System gab sich der 9700Pro jedoch keine Blöße.
Hatten bei unserem ersten Test mit dem Tyan Tiger MP die GeForce3Ti-Grafikkarten noch für zahlreiche Abstürze gesorgt, so konnte nVidia die Probleme mit Treiber-Updates komplett aus der Welt schaffen und auch die MSI 4600 VTD verhielt sich im Test auf beiden Systemen vorbildlich.
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Sapphire 9800Pro Atlantis (ATi Radeon 9800Pro, 128MB)
Kommen wir nun zu den einzelnen Karten. Die Sapphire 9800Pro Atlantis erreichte uns mit folgendem Lieferumfang:
Die Sapphire 9800Pro Atlantis hat das gleiche Layout wie ATis Referenzkarte und auch Sapphire setzt ein rotes PCB ein. Wir vermuten, daß auch bei den Radeon 9800Pro-Karten alle Modelle auf dem gleichen Design aufbauen werden und sich nur durch ihre Kühler sowie die Zugaben unterscheiden werden.
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Im Gegensatz zur Radeon 9700Pro wird die zusätzliche Stromversorgung der Karte nicht mit einem kleinen Stromanschluß (Floppy-Bauform) sondern mit einem großen (wie bei Festplatten) realisiert. Dieser sitzt am hinteren Rand der Karte.
Der Kühler aus Aluminium wurde feingliedrig gestaltet und ist - im Vergleich zu GeForce4Ti- oder gar GeForceFX-Kühlern - sehr unauffällig. Der Lüfter verrichtet seinen Dienst zwar hörbar, aber nicht auffällig laut. ATi hat alle Funktionen im Grafikcore integriert, so daß der Einsatz zusätzlicher Chips (z.B. für den TV-Ausgang oder den DVI-Anschluß) nicht nötig ist.
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Auf der Karte gibt es zwei weitere, kleine Kühlkörper im Bereich der Stromversorgung. Auf der Ober- und Unterseite der Sapphire 9800Pro Atlantis finden sich jeweils 4 Speicherbausteine von Samsung in BGA-Bauform. Diese werden nicht gekühlt und benötigen auch keine Kühlung.
Die Karte bietet einen VGA- sowie einen DVI-Anschluß, beide arbeiteten einwandfrei und auch der Dual-Monitorbetrieb war problemlos möglich. Der TV-Ausgang liefert ein gutes Bild, er erreicht die Qualität des Philips SAA7108E, der auf der MSI 4600VTD zum Einsatz kommt, kann sich aber nicht vom Philips-Chip absetzen.
Die Sapphire 9800Pro Atlantis zeichnet sich durch ein kompaktes und durchdachtes Layout aus. Sie ist nicht besonders lang geraten und die Kühlung ist kompakt und effektiv. Der Einbau sollte somit in keinem Rechner zu Problemen führen. Da die Karte dennoch erhebliche Abwärme an die Umgebung abgibt, erscheint der Einsatz in schlecht belüfteten Computern oder gar Mini-PC Gehäusen problematisch. Dies gilt jedoch für alle leistungsstarken Grafikkarten.
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PowerColor Evil Commando2 (ATi Radeon 9700Pro, 128MB)
Betrachten wir nun die PowerColor Evil Commando2 mit ATi Radeon 9700Pro. Diese Karte ist zwar recht preiswert, bringt aber dennoch einen beachtlichen Lieferumfang mit:
Das Layout der PowerColor Evil Commando2 ähnelt dem der Sapphire 9800Pro Atlantis doch sehr, letztere ist jedoch ein wenig länger und wurde besonders im Bereich der Stromversorgung deutlich überarbeitet. Die Anordnung der Speicherbausteine sowie der Anschlüsse ist jedoch gleich geblieben.
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Der Kühler entspricht der Standard-Lösung von ATi, er hat ausreichende Kühlleistung und läuft zwar deutlich hörbar, wird aber nicht aufdringlich laut.
Die PowerColor Evil Commando2 wird durch einen Floppy-Stecker mit zusätzlichem Strom versorgt. Auf der Unterseite der Karte findet sich ein dünner, profilloser Heatspreader unterhalb der Stromversorgung. Dieser wird jetzt von zwei Pins gehalten, bei den ersten Radeon 9700Pro-Karten war er nur verklebt.
Auf der PowerColor Evil Commando2 kommen die gleichen BGA-Speicherchips von Samsung zum Einsatz wie auf der Sapphire 9800Pro Atlantis. Auch hier werden die Speicherbausteine weder aktiv noch passiv gekühlt.
VGA-, DVI- und S-Video-Anschluß entsprechen in Anordnung und Qualität denen, die wir auf der Sapphire 9800Pro Atlantis vorgefunden haben.
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MSI 4600VTD (GeForce4 Ti4600, 128MB)
Die MSI 4600 VTD wurde bereits getestet und sei hier nur der Vollständigkeit halber kurz vorgestellt.
Diese GeForce4 Ti4600 basierende Grafikkarte bietet weder AGP 8x noch DirectX 9 Unterstützung, doch haben diese beiden Features derzeit kaum Bedeutung. Das 128-Bit breite Speicherinterface stellt für die Karte schon eher eine Engstelle dar. Wie wir aus den bisherigen Tests wissen, kann der GeForce4 Ti4600 nicht mit dem Radeon 9700Pro mithalten. Dennoch dient die Karte für viele Leser als ein wichtiger Vergleichswert und zeigt, wie stark sich die 3D-Leistung im Laufe des letzten Jahres hat steigern können.
Test Setup: Intel Pentium 4 2.8 GHz
Das verwendete Test-System geizt nicht gerade mit CPU-Power und holt aus den Grafikkarten einiges heraus. In wenigen Tagen werden wir noch Ergebnisse nachliefern, die zeigen, wie sich die Sapphire Radeon 9800Pro Atlantis in Computern mit weniger CPU-Power macht.
Hier die Details zum Test-Setup:
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Mit 3DMark2000 betrachten wir zunächst einen DirectX 7 Benchmark:
| 3DMark2000; AA: aus; AF aus | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 15453 | 12865 |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 15025 | 10801 |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 13974 | 8435 |
Der Radeon 9800Pro erreicht bei 1600x1200x32 ganze 19 Prozent Vorsprung auf den 9700Pro, das ist beachtlich, soviel hatten wir nicht erwartet! Mit 52 Prozent ist der Vorsprung auf den Überflieger des letzten Sommers - die Ti4600 - schon gewaltig.
| 3DMark2000; AA: 4x; AF 8x | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 10362 | 6191 |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 8108 | 4582 |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 4877 | 1916 |
Bei 4-fachem Anti-Aliasing und 8-facher Anisotroper Filterung wird der Unterschied noch deutlicher: bei 1600x1200x32 liegt der Radeon 9800Pro erstaunliche 35 Prozent vor dem 9700Pro - und das bei nur um 17 Prozent gesteigertem Core-Takt! Der Unterschied zur GeForce4 Ti4600 beträgt gar 223 Prozent! Wird AA aktiviert, bricht die GeForce4Ti-Familie schon bei niedrigen Auflösungen schnell ein. Die Kombination aus hoher Auflösung und AA/AF entpuppt sich jedoch als pures Gift für die Performance der Ti4600.
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Weiter geht es mit 3DMark2001SE und DirectX 8.1:
| 3DMark2001SE; AA: aus; AF aus | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 15772 | 12153 |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 14211 | 10074 |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 13363 | 8601 |
Gut 20 Prozent liegt der 9800Pro bei 1600x1200x32 vor dem 9700Pro, zudem ganze 41 Prozent vor dem Ti4600. Die Ergebnisse gleichen denen aus 3DMark2000.
| 3DMark2001SE; AA: 4x; AF 8x | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 11266 | 6749 |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 9000 | 4872 |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 5237 | 2168 |
Und auch bei 4-fachem Anti-Aliasing und 8-facher Anisotroper Filterung erkennen wir ein Muster: Bei 1600x1200x32 beträgt der Vorsprung der 9800Pro auf die 9700Pro deutliche 38,5 Prozent und schwindelerregende 211 Prozent auf die Ti4600.
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CodeCreatures ist ebenfalls ein DirectX 8.1 Benchmark und zeichnet sich durch besonders komplexe Darstellungen aus:
| CodeCreatures; AA: aus; AF aus | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 45.5 fps 16.3 mio. | 28.2 fps 11.3 mio. |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 37.1 fps 13.3 mio. | 23.1 fps 9.3 mio. |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 29.6 fps 10.5 mio. | 18.9 fps 7.7 mio. |
Wieder betrachten wir die 1600x1200x32 Auflösung, da sich bei der hohen Leistung aktueller 3D-Beschleuniger erst hier die Spreu vom Weizen trennt. 22 Prozent beträgt der Vorspung auf die 9700Pro und 49 Prozent auf die Ti4600, die Leistung des Radeon 9800Pro erweist sich in den ersten drei Benchmarks als sehr konstant.
| CodeCreatures; AA: 4x; AF 8x | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 24.4 fps 9.8 mio. | -* |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 19.0 fps 7.8 mio. | 7.7 fps 5.8 mio. |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 19.0 fps 7.5 mio. | 7.2 fps 3.7 mio. |
Bei 4-fachem Anti-Aliasing und 8-facher Anisotroper Filterung verweigert der Radeon 9800Pro seine Kooperation. Vielleicht, weil der GeForce4 Ti4600 in diesem Test noch ganz gut mithalten kann?
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Vulpine GL dient zur Messung der OpenGL Performance. Dies war eigentlich immer ein Heimspiel für die GeForce-Karten.
| Vulpine GL; AA: aus; AF aus | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 78.0 | 73.8 |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 77.3 | 70.7 |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 77.1 | 49.4 |
Hier kann sich der Radeon 9800Pro-Bolide lediglich 4,38 Prozent Vorsprung auf den Radeon 9700Pro sichern. Bei der 1600x1200x32 Auflösung bricht der GeForce4 Ti4600 stark ein und liegt abermals 49 Prozent hinter dem 9800Pro.
| Vulpine GL; AA: 4x; AF 8x | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 64.3 | 33.9 |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 57.2 | 28.1 |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 44.0 | 21.7 |
4-faches Anti-Aliasing und 8-fache Anisotrope Filterung erhöhen den Vorsprung des 9800Pro vor dem 9700Pro auf über 20 Prozent, mit 56 Prozent Rückstand hält der Ti4600 Anschluß.
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Quake III Arena ist das erste Spiel in diesem Testlauf, auch hier wird die OpenGL Performance gemessen.
| Quake III Arena 1.17; demo001; AA: aus; AF aus | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 266.0 | 218.1 |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 261.4 | 187.7 |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 261.8 | 159.3 |
16 Prozent beträgt der Vorsprung auf den Radeon 9700Pro und 37 Prozent auf den GeForce4 Ti4600. Und wenn wir die Filter einschalten?
| Quake III Arena 1.17; demo001; AA: 4x; AF 8x | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 234.7 | 114.6 |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 200.8 | 92.5 |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 137.2 | 49.9 |
Dann wird der Vorsprung vor dem 9700Pro mit knapp 24 Prozent etwas größer, mit beinahe 130 Prozent liegt der Ti4600 wieder sehr deutlich zurück.
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Startrek Voyager Elite Force basiert auf einer modifizierten Quake III-Engine und kann ebenfalls als Richtwert für die OpenGL Performance benutzt werden.
| Startrek Voyager Eliteforce 1.10; benchmark; AA: aus; AF aus | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 277.3 | 272.8 |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 278.0 | 258.1 |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 285.3 | 169.4 |
Liegen Radeon 9800Pro und 9700Pro lediglich 5,7 Prozent auseinander, so ist der Rückstand des Ti4600 mit 61 Prozent schon sehr deutlich!
| Startrek Voyager Eliteforce 1.10; benchmark; AA: 4x; AF 8x | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 269.9 | 158.7 |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 257.1 | 127.3 |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 191.0 | 66.5 |
Mit fast 25 Prozent kann der Radeon 9800Pro den Vorsprung auf seinen Vorgänger bei 4-fachem Anti-Aliasing und 8-facher Anisotroper Filterung wieder ausbauen, mit 138 Prozent Rückstand bleibt auch hier dem Ti4600 nur der letzte Platz.
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Unreal Tournament 2003 nutzt im Gegensatz zu den beiden anderen Spielen die DirectX 8.1 Schnittstelle.
| Unreal Tournament 2003 (Demo); AA: aus; AF aus | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 200.84 flyby 68.35 botmatch | 134.55 flyby 67.34 botmatch |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 193.84 flyby 68.61 botmatch | 111.44 flyby 65.60 botmatch |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 160.59 flyby 68.21 botmatch | 75.42 flyby 51.59 botmatch |
Bei UT2003 werden zwei Werte gemessen, Flyby und Botmatch. Während sich der 9800Pro im Flyby einen Vorsprung von 20 Prozent auf den 9700Pro und 78 Prozent auf den Ti4600 sichern kann, liegt der Vorsprung beim spielenahen Botmatch lediglich bei 2,6 Prozent (Radeon 9700Pro) bzw. 30,5 Prozent (Ti4600).
| Unreal Tournament 2003 (Demo); AA: 4x; AF 8x | ||
| Grafikkarte | 1024x768x32 | 1600x1200x32 |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 154.50 flyby 67.69 botmatch | 75.39 flyby 46.56 botmatch |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 111.32 flyby 63.82 botmatch | 52.61 flyby 34.64 botmatch |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 42.76 flyby 29.67 botmatch | 17.51 flyby 12.63 botmatch |
UT 2003 zaubert recht anspruchsvolle 3D-Welten auf den Bildschirm, dabei kann sich der Radeon 9800 gerade bei 4-fachem Anti-Aliasing und 8-facher Anisotroper Filterung im Flyby wieder in Szene setzen: 43 Prozent Vorsprung vor dem 9700Pro und unglaubliche 330 Prozent vor dem GeForce4 Ti4600! Aber auch im Botmatch können sich die 34 Prozent (Radeon 9700Pro) bzw. 268 Prozent (GeForce4 Ti4600) durchaus sehen lassen ;-)
Sapphire 9800Pro Atlantis vs. PowerColor Evil Commando2 vs. MSI 4600 VTD - 16/17
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Betrachten wir mit Cinebench 2003 zum Abschluß noch die Performance im Zusammenspiel mit professioneller OpenGL-Software:
| CineBench 2003 | ||
| Grafikkarte | AA: aus; AF aus | AA: 4x; AF 8x |
| Sapphire 9800Pro Atlantis ATi Radeon 9800Pro 128MB | 2468 (8.59x) | 2421 (8.42x) |
| PowerColor Evil Commando 2 ATi Radeon 9700Pro 128MB | 2442 (8.49x) | 2257 (7.85x) |
| MSI Ti4600VTD GeForce4 Ti4600 128MB | 2157 (7.54x) | 1565 (5.48x) |
Wir hatten erwartet, daß hier die Ergebnisse deutlich enger beisammen liegen und eventuell sogar die GeForce4 Ti4600 punkten kann. Die Ergebnisse lagen zwar enger beisammen, dennoch blieb die Rangordnung im Grafikkarten-Rudel eindeutig: Der Radeon 9800Pro liegt 1 Prozent vor dem 9700Pro und 14 Prozent vor dem Ti4600. 4-faches Anti-Aliasing und 8-fache Anisotrope Filterung setzen den Radeon 9800Pro einmal mehr in Szene: Der Vorsprung vor dem 9700Pro steigt auf 7 Prozent an, auf den GeForce4 Ti4600 beträgt er klare 55 Prozent.
Sapphire 9800Pro Atlantis vs. PowerColor Evil Commando2 vs. MSI 4600 VTD - 17/17
01.05.2003 by doelf und trebar
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Fazit und Empfehlungen
Sapphire 9800Pro Atlantis 128MB
Der Startpreis der ATi Radeon 9800Pro Generation liegt zwischen 500 und 550 Euro. Das ist nicht gerade wenig, doch die Leistung der Sapphire 9800Pro Atlantis rechtfertigt diesen hohen Startpreis. Zudem zeigte die Karte eine bessere Kompatibilität als die 9700Pro - DirectX Abstürze auf dem Tyan Tiger MP gab es mit der Sapphire 9800Pro Atlantis jedenfalls keine. ATi hat den Radeon 9700Pro schneller und besser gemacht und Sapphire liefert mit der Sapphire 9800Pro Atlantis eine Grafikkarte auf sehr, sehr hohem Niveau. Dafür gibt es den Editor's Choice!
PowerColor Evil Commando2
Wie die Benchmarks zeigen, gehört aber auch der ATi Radeon 9700Pro noch lange nicht zum alten Eisen. Die PowerColor Evil Commando2 kann gut mithalten und ist mit einem Preis von nur 325 Euro etwa zweihundert Euro preiswerter, bietet jedoch ebenfalls eine sehr gute Ausstattung. Die DirectX-Abstürze auf dem Tyan Tiger MP nehme ich der Karte allerdings übel und somit gibt es "nur" ein Sehr Gut.
GeForce4Ti und Ausblick
Die GeForce4Ti-Karten sind in die Leistungs-Mittelklasse abgerutscht, dennoch liegen Modelle mit dem Ti4600 und dem gleich getakteten Ti4800 zumeist noch immer um die 300 Euro. In Anbetracht der gebotenen Leistung ist das zuviel. Wir werden uns in den nächsten Tagen der Grafikkarten Mittelklasse widmen und nach einem sinnvollen sowie preiswerten Upgrade Ausschau halten, denn wir wissen, daß nur wenige unserer Leser bereit sind, 300 oder gar 500 Euro in eine Grafikkarte zu investieren. Dabei wird sich dann auch zeigen, wie die Sapphire 9800Pro Atlantis mit langsameren CPUs zurechtkommt.
Wir bedanken uns recht herzlich bei Sapphire für die Teststellung der Sapphire 9800Pro Atlantis, bei MSI für die MSI 4600 VTD und bei HiQ Computer für die PowerColor Evil Commando2.
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www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-sapphire9800pro-print.phtml