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VGA-Kühler mit Heatpipe im Test - 1/7
19.09.2006 by doelf
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UPDATE 19.10.2006:
Obwohl Revoltec den Graphic Freezer Pro für AGP-Grafikkarten mit NVIDIAs GeForce 6600 GT freigibt und diesen sogar einen eigenen Abschnitt in der Montageanleitung widmet, passt der Kühler zumindest nicht immer. Unser Leser Atomic hat anhand einer Leadtek 6600 GT AGP dokumentiert, dass der Kühler bei Verwendung der mitgelieferten Montageklammern über das Soltblech hinausragt und sich die Grafikkarte nach dem Umbau daher nicht mehr einbauen lässt.
Es ist schon einige Zeit her, dass wir uns mit dem Zalman VF700-AlCu einen Grafikkartenkühler angesehen haben. In den letzten Monaten hat sich in diesem Sektor so einiges getan und auf leistungsstarken Grafikkarten finden wir heute vermehrt Kühler, die mit Heatpipes arbeiten. Auch die Hersteller von VGA-Kühlern haben diesen Trend erkannt und Heatpipes in ihre Modelle integriert, die dabei deutlich leistungsstärker und leiser als die Standardkühler arbeiten sollen. Wir werden dies heute anhand des Revoltec Graphic Freezer Pro und des Zalman VF900-Cu überprüfen.
Die Kandidaten
Verschaffen wir uns zunächst einen Überblick der wichtigsten Eckdaten:
| Revoltec Graphic Freezer Pro |
Zalman VF900-Cu |
|
| Abmessungen Kühlkörper in mm (LxBxH) |
162 x 112 x 44 | 96 x 96 x 30 |
| Material | Kupfer, Aluminium |
Kupfer |
| Heatpipes | 2, Kupfer | 2, Kupfer |
| Gewicht | 300 g | 185 g |
| Abmessungen Lüfter in mm | 80 x 80 x 10 | 80 x 80 x 15 |
| Lüfterblätter | 11 | 11 |
| Umdrehungen/Minute | 2000 (+/-10%) | 1350-2400 (+/-10%) |
| Fördermenge in m3/h | 40,06 | k.A. |
| Geräuschentwicklung in dB(A) |
22,0 | 18,5-25,0 |
| Anschluß | 3-Pin | 3-Pin |
| kompatibel mit ATi | Radeon 9000(PRO), 9200(PRO), 9500, 9550, 9600(SE/PRO/XT), 9700(PRO), 9800(PRO/XT), X300, X600, X800, X850, X1300, X1600, X1800, X1900 | Radeon 9000(PRO), 9200(PRO), 9500, 9700(PRO), 9800(PRO/XT), X300, X600, X800, X850, X1300, X1600, X1800, X1900 |
| kompatibel mit NVIDIA | GeForce 4 MX420, 440(SE/8X), 460, GeForce 4 Ti 4200(8X), 4400, 4600, 4800, GeForce FX 5600(ULTRA), 5700(ULTRA), 5900(XT), 5950(ULTRA), GeForce 6600(GT), 6800(GT/ULTRA), 7600(GT), 7800(GT/GTX), 7900(GT/GTX) | GeForce 4 MX420, 440(SE/8X), 460, GeForce 4 Ti 4200(8X), 4400, 4600, 4800, GeForce FX 5200, 5500, 5600(ULTRA), 5700(ULTRA), 5800, 5900(XT), 5950(ULTRA), GeForce 6600(GT, kein AGP), 6800(GT/ULTRA), 7600(GT), 7800(GT/GTX), 7900(GT/GTX) |
| Besonderheiten | inkl. 4 Speicherkühler, Wärmeleitpaste, Molex-Adapter, Montageanleitung |
inkl. 8 Speicherkühler, Lüfterregelung, Wärmeleitpaste, Molex-Adapter, Montageanleitung |
| Preis in Euro |
19,90 € |
35,90 |
| Hersteller | Revoltec | Zalman |
Revoltec und Zalman verwenden jeweils zwei Heatpipes aus Kupfer und einen Lüfter mit 80 mm Durchmesser, doch damit hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Während Zalman beim VF900-Cu auf das typische Fächerdesign setzt und als Material ausschließlich Kupfer verwendet, liefert Revoltec eine gewaltige Hybridkonstruktion ab, die zudem 115 g mehr auf die Waage bringt. Beim Preis dreht sich das Blatt: Zalman verlangt 16 € mehr, womit der VF900-Cu beinahe doppelt soviel kostet wie der Graphic Freezer Pro.
In Sachen Kompatibilität geben sich beide Hersteller Mühe, einen möglichst universell einsetzbaren Kühler abzuliefern. Betrachten wir an dieser Stelle nur die Unterschiede bei den Freigaben der beiden Hersteller: Revoltecs Graphic Freezer Pro unterstützt ATis Radeon 9550 und 9600 Serie sowie AGP-Grafikkarten mit einer GeForce 6600 GT GPU von NVIDIA, Zalmans VF900-Cu kann im Gegenzug auf einer GeForce FX 5200, 5500 und 5800 montiert werden. Beide Kühler unterstützen Modelle mit NVIDIAs GeForce 7800 GS nicht. Die Freigabe des Revoltec Graphic Freezer Pro für AGP-Grafikkarten mit GeForce 6600 GT sollte man allerdings mit Vorsicht genießen, wie unser Leser Atomic anhand einer Leadtek 6600 GT AGP dokumentiert hat.
Testaufbau
Für unseren Test verwenden wir eine Asus Extreme AX800XL/2DTV. Das ist zwar nicht die schnellste Grafikkarte, die uns zur Verfügung steht, dafür aber eine der wenigen, die derzeit nicht in Mainboardtests involviert ist.
Asus setzt auf der Extreme AX800XL/2DTV einen 260 g schweren Kupferkühler ein, der über eine Heatpipe und einen Lüfter mit 65 mm Durchmesser verfügt.
Der Originallüfter dreht ungebremst mit satten 3850 Umdrehungen in der Minute. Angesichts dieser Eckdaten fällt es schwer zu glauben, dass Revoltec und Zalman die Leistung des originalen Asus Kühlers deutlich übertreffen können. Nun, dieser Test wird es zeigen ;-)
VGA-Kühler mit Heatpipe im Test - 2/7
19.09.2006 by doelf
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Revoltec Graphic Freezer Pro: Konstruktion
Der Graphic Freezer Pro steckt in einer Plastikverpackung, die man mit Vorsicht öffnen sollte - sonst schneidet man sich genau wie wir in die Finger. Da die Verpackung beim Öffnen zerstört werden muss, kann sie später nicht mehr zum Aufbewahren des Zubehörs dienen. Hat man den Kühler erst einmal berfreit, findet man dies:
Zum Lieferumfang gehört eine Tube Wärmeleitpaste, ein Molex-Adapter, vier passive Kühlkörper für die Speicherchips sowie einige Schrauben, Unterlegscheiben und Federn.
Da viele aktuelle Grafikkarten acht Speicherchips verwenden, sind die vier Kühler etwas knapp bemessen. Die Pappe aus der Verpackung dient zugleich als Anleitung und ist beidsetig bedruckt. Die Anleitung ist mehrsprachig gestaltet, es findet sich auch eine deutsche Version. Die Bilder sind zwar etwas klein geraten, dennoch sollte man mit den Anweisungen gut zurecht kommen.
Der Graphic Freezer Pro besteht aus einer Kontaktplatte aus Kupfer, welche die Wärme vom Grafikchip aufnimmt und an zwei Heatpipes, die ebenfalls aus Kupfer gefertigt wurden, weiterreicht. Die Heatpipes transportieren die Abwärme in einen Radiator aus 36 Aluminiumblechen, welche sich in einem 90° Winkel zur Platine der Grafikkarte aufreihen. Ein 80 mm Lüfter bläst durch diese Finnen in Richtung der Platine und der Speicherchips der Grafikkarte. Eine schwarze Kunststoffabdeckung sorgt hierbei für die Ausrichtung des Luftstromes.
Der ausladende Radiator blockiert den an die Grafikkarte angrenzenden Steckplatz. Erwischt man eine ungünstige Kombination aus Grafikkarte und Mainboard, ergibt sich ein Problem mit hohen Bauteilen, die sich unterhalb des Grafikkartensteckplatzes auf dem Mainboard befinden. Während unserer Kompatibilitätstests zeigte sich, dass beispielsweise die Spitze der rechten Heatpipe den Chipsatzlüfter des Biostar TForce 590 SLI Deluxe blockiert.
Augenscheinlich hatte Revoltec den Graphic Freezer Pro ursprüglich mit vier Heatpipes geplant, denn es befinden sich nicht nur die entsprechenden Bohrungen in den Aluminium Finnen, sondern die einzelnen Bleche wurden an diesen Stellen auch mit Heißkleber zusammengeklebt. Zusammen mit der Kunststoffabdeckung gibt diese Klebearbeit dem Graphic Freezer Pro eine eigenwillige Optik. Sagen wir es so: Schön ist anders.
VGA-Kühler mit Heatpipe im Test - 3/7
19.09.2006 by doelf
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Revoltec Graphic Freezer Pro: Montage
Vor der Montage des eigentlichen Kühlers sollte man die schwarzen Speicherkühler aufkleben. Diese Kühlprofile sind deutlich größer als die üblichen FBGA-Speicherchips und ragen daher über die Chips hinaus. Wenn sich auf der Grafikkarte SMD-Bauteile in unmittelbarer Nähe der Speicherchips befinden, ist eine Montage der selbstklebenden Kühlprofile nicht immer möglich. Leider sind die Speicherkühler auch höher als der Abstand zwischen der Platine der Grafikkarte und den Heatpipes des Graphic Freezer Pro - befindet sich ein Speicherchip unter einer Heatpipe, kann dieser nicht mit einem Kühlprofil versehen werden. Und genau dieser Fall trat bei uns ein:
Die beiden Pfeile markieren die Position des betroffenen Speicherchips. Daher lautet unser Rat, sich zunächst genau anzusehen, an welcher Stelle die Heatpipes verlaufen - die Speicherkühler sind zwar schnell aufgeklebt, sie wieder zu entfernen ist hingegen deutlich schwieriger! Zudem ist es in den meisten Fällen nicht notwendig, modernen GDDR3-Speicher mit einem Kühlprofil zu versehen, zumal der Lüfter des Graphic Freezer Pro sowieso in Richtung der Speicherchips bläst.
Wir lassen die Speicherkühler daher weg und montieren nun den Graphic Freezer Pro: Abhängig von der verwendeten Grafikkarte wählt man anhand der Anleitung die passenden Bohrungen aus und dreht zwei oder vier Sechskantschrauben in die benötigten Löcher.
Nun stülpt man jeweils eine Unterlegscheibe aus Gummi über die Sechskantschrauben:
Danach steckt man die Grafikkarte auf die Sechskantschrauben und schiebt auf diese wiederum eine Unterlegscheibe. Mit den Federschrauben wird der Kühler an der Karte befestigt.
Noch schnell die Federschrauben anziehen...
...und schon sind wir fertig:
Abgesehen von der Speicherhürde verläuft die Montage auf unserer Asus Extreme AX800XL/2DTV problemlos.
VGA-Kühler mit Heatpipe im Test - 4/7
19.09.2006 by doelf
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Zalman VF900-Cu: Konstruktion
Die ersten Punkte sammelt der Zalman VF900-Cu mit seiner Verpackung: Diese ist nicht nur wiederverwendbar, auch unsere Finger bleiben beim Öffnen unversehrt. Betrachten wir im Folgenden den Inhalt:
Zalman packt Wärmeleitpaste, das Montagematerial sowie acht Kühlprofile für die Speicherchips bei. Diese Kühlkörper passen exakt auf FBGA-Speicherchips und verjüngen sich nach unten, so dass es keine Probleme mit benachbarten Bauteilen gibt:
Die Anleitung ist zwar ganz gut gelungen, aber leider nur in englischer Sprache verfügbar. Dennoch ist die Montage aufgrund der Abbildungen gut nachvollziehbar. Im Lieferumfang befindet sich zudem eine FAN MATE 2 Lüftersteuerung, mit der sich die Drehzahl des 80 mm Lüfters stufenlos einstellen läßt:
Auch Zalman nimmt die Wärme der GPU über eine Kupferplatte auf, welche diese an zwei kupferne Heatpipes abgibt, die der koreanische Hersteller kreisförmig um den Lüfter führt. Im gewohnten Fächerdesign ordnet Zalman ca. 160 dünne Kupferbleche an, die ebenfalls den 80 mm Lüfter umschließen.
Der Lüfter bläst die Luft gegen die Heatpipes und die Kupferfinnen, ein Teil der Luft gelangt bei höheren Drehzahlen auch an die Platine der Grafikkarte und die dort befindlichen Speicherchips.
Auch Zalmans VF900-Cu blockiert den an die Grafikkarte angrenzenden Steckplatz, dennoch ist dieser Kühler deutlich kompakter und wirkt auch viel edler und eleganter als der Revoltec Graphic Freezer Pro. Die Verarbeitung ist ohne jeglichen Makel.
VGA-Kühler mit Heatpipe im Test - 5/7
19.09.2006 by doelf
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Zalman VF900-Cu: Montage
Die Befestigung des Zalman VF900-Cu gleicht der des Revoltec Graphic Freezer Pro: Zunächst dreht man zwei oder vier Schrauben in die benötigten Bohrungen:
Danach stülpt man Unterlegscheiben aus Gummi über jede der Schrauben:
Nun setzt man die Grafikkarte auf die Schrauben und steckt auf ihrer Rückseite Unterlegscheiben aus durchsichtigem Kunststoff über die Gewinde:
Danach steckt man die Federn auf die Konterschrauben...
...und fixiert mit diesen den Kühler auf der Grafikkarte:
Hier nun das fertige Produkt:
Die Montage des Zalman VF900-Cu verläuft ähnlich unkompliziert wie die des Revoltec Graphic Freezer Pro - Zalmans Speicherkühler hätten wir allerdings problemlos verbauen können. Zudem hat der VF900-Cu keine Probleme mit hohen Bauteilen auf dem Mainboard, da er einen ausreichend großen Abstand hält.
VGA-Kühler mit Heatpipe im Test - 6/7
19.09.2006 by doelf
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Temperaturmessung
Nun wollen wir uns ansehen, welche Temperaturen wir mit den unterschiedlichen Kühlern erreichen können. Zunächst läuft der Rechner 30 Minuten lang mit dem Windows Desktop, danach notieren wir die 2D Temperatur:
| Temperatur bei Standardtakt/2D: GPU, Speicher | ||
| Zalman VF900-Cu 2400 U/min | 39 39 | |
| Zalman VF900-Cu 1350 U/min | 39 42 | |
| Revoltec Graphic Freezer Pro 2000 U/min | 40 40 | |
| ASUS Standardkühler 3850 U/min | 42 41 | |
Die Unterschiede im 2D-Betrieb sind sehr gering, keiner der Kühler wird wirklich gefordert.
Nun wollen wir uns ansehen, welche Leistung die Kühler im 3D-Betrieb bringen. Wir starten 3DMark2001SE mit 1600x1200 Bildpunkten, 32-Bit Farbtiefe, 4-fachem Anti-Aliasing sowie 8-facher anisotropher Filterung und lassen den Test 30 Minuten lang in der Dauerschleife laufen. Der Asus SmartDoc überwacht in der Zwischenzeit die Temperatur von Grafikchip und Speicher:
| Temperatur bei Standardtakt/3D: GPU, Speicher | ||
| Zalman VF900-Cu 2400 U/min | 45 50 | |
| Zalman VF900-Cu 1350 U/min | 46 54 | |
| Revoltec Graphic Freezer Pro 2000 U/min | 47 50 | |
| ASUS Standardkühler 3850 U/min | 53 54 | |
Während der Zalman VF900-Cu und der Revoltec Graphic Freezer Pro noch eng beisammen liegen, fällt der Standardkühler der Karte bereits um 6 bis 8°C zurück. Sehr interessant ist auch die hohe Speichertemperatur beim Einsatz des Standardkühlers - schließlich liegt der Kupferkühler auch auf den Speicherchips auf.
In einem dritten Durchlauf heben wir den Takt des Grafikchips von 398 auf 425 MHz an, den Speichertakt steigern wir von DDR984 auf DDR1000. Diese Werte stellen die Limits unserer Asus Extreme AX800XL/2DTV dar. Wiederum starten wir 3DMark2001SE mit 1600x1200 Bildpunkten, 32-Bit Farbtiefe, 4-fachem Anti-Aliasing sowie 8-facher anisotropher Filterung. Nach 30 Minuten sehen wir folgende Werte:
| Temperatur bei 425/500 MHz/3D: GPU, Speicher | ||
| Zalman VF900-Cu 2400 U/min | 45 52 | |
| Revoltec Graphic Freezer Pro 2000 U/min | 48 52 | |
| Zalman VF900-Cu 1350 U/min | 48 57 | |
| ASUS Standardkühler 3850 U/min | 56 58 | |
Mit maximaler Lüfterdrehzahl ist der Zalman VF900-Cu unschlagbar und mit minimaler Drehzahl ist er unhörbar und hält die GPU immer noch 8°C kühler als der Standardkühler. Revoltecs Graphic Freezer Pro zeigt ebenfalls ein respektables Ergebnis, benötig für die selbe Chiptemperatur allerdings eine deutlich höhere Lüfterdrehzahl.
VGA-Kühler mit Heatpipe im Test - 7/7
19.09.2006 by doelf
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Schalldruck
Eine gute Kühlleistung ist allerdings nur die halbe Miete, wir wollen zudem eine möglichst leise Grafikkarte haben. Bei unserer Schallpegelmessung ist zu beachten, daß wir hier eine reine Vergleichsmessung durchführen und keinesfalls die Herstellerangaben verifizieren wollen. Zum einen mangelt es uns an einem schalltoten Raum, zum anderen kosten Messgeräte für die Bereiche unterhalb von 30 dB(A) deutlich mehr, als unser Budget verkraftet. Für diesen Test verwenden wir ein Mastech MS6701 Schallpegelmeter, welches die Anforderungen für die Normen IEC 651/EN 60651 Type 2 und ANSI S1.4 Type 2 erfüllt und einen Messbereich von 30 bis 130 dB(A) bietet.
Nun mag sich der eine oder andere Leser fragen, ob eine Empfindlichkeit von 30 dB(A) hier überhaupt ausreichend ist, wo leise Kühler doch mit weniger als 20 dB(A) angegeben werden. Dabei geben die Hersteller allerdings meist nur die Lautstärke des Lüfters an, nicht aber die des Kühlers. Bläst der Lüfter gegen den Kühlkörper, so ist dies natürlich lauter als ein Lüfter, der sich im freien Raum dreht. Zudem wird für solche Messungen ein Abstand von einem Meter gewählt, wir messen jedoch aus einem Abstand von nur 35 cm - das macht eine Steigerung des Schalldruckes um 9,12 dB(A) aus. Da wir zudem nicht in einem schalltoten Raum messen, sondern lediglich in einem leisen Keller (mitten in der Nacht), haben wir auch einen gewissen Hintergrundschall, der sich nicht vollständig eliminieren läßt.
| Schalldruck in dB(A), Abstand 35 cm (niedriger ist besser) | ||
| Zalman VF900-Cu 1350 U/min | 33,0 | |
| Revoltec Graphic Freezer Pro 2000 U/min | 39,8 | |
| Zalman VF900-Cu 2400 U/min | 43,4 | |
| ASUS Standardkühler 3850 U/min | 53,2 | |
Der Standardkühler ist leistungsschwach und viel zu laut, da greift man lieber ganz schnell zum Revoltec Graphic Freezer Pro und schont seine Ohren. Oder man investiert deutlich mehr Geld in einen Zalman VF900-Cu und hört die Grafikkarte gar nicht mehr.
Fazit: Revoltec Graphic Freezer Pro
Optik und Verarbeitung können noch verbessert werden, die Montage und die Kühlleistung überzeugen bereits jetzt. Revoltec sollte kleinere Kühlprofile für die Speicherchips beipacken und deren Anzahl im Gegenzug auf acht erhöhen. Zudem wäre eine Lüfterregelung wüschenswert. Doch was verlangen wir angesichts eines Preises von
19,90 €?
Der Revoltec Graphic Freezer Pro ist ein ganz klarer Preistip!

Fazit: Zalman VF900-Cu
Perfekte Verarbeitung, herausragende Kühlleistung, einfache und problemlose Montage aber auch ein hoher Preis von 35,90 €. Der Zalman VF900-Cu ist kein Schnäppchen, doch er ist derzeit der König der VGA-Kühler und auch unser Editor's Choice!

Unser Dank gilt:
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