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A.C.Ryan XTOR Xilencer passive HDD-Kühlung und -Dämmung im Test - 1/4
24.10.2005 by doelf
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Vor gut zwei Monaten hatten wir uns A.C.Ryans Tanky, einen passiven Festplattenkühler aus der XTOR-Serie angesehen. Nun hatten wir Gelegenheit, den XTOR Xilencer zu testen, welcher passive Kühlung und Schalldämmung für Festplatten kombiniert.
Im Gegensatz zum Tanky besteht der Xilencer nicht aus einem Block, sondern aus mehreren Einzelteilen.
Zum einen wären da die beiden großflächigen Aluminiumprofile, welche die Ober- und Unterseite der 3,5-Zoll Festplatte umschließen werden und die Wärme abführen. Diese Aluminiumprofile wurden schwarz eingefärbt.
Weiterhin gibt es Dämmmaterial, welches die Laufgeräusche der Festplatte mindern soll. Dieses wird die Festplatte auf den vier Seiten umgeben:
Für die Vorder- und Rückseite gibt es zudem je einen Deckel. Diese werden mit jeweils vier Schrauben auf die Profile geschraubt und geben der Konstruktion ihren Zusammenhalt. Die Deckel bestehen aus zwei dünnen Blechen mit innenliegender Dämmschicht, der rückwärtige Deckel wurde bereits für die Durchführung von Kabeln vorbereitet.
Zudem packt A.C.Ryan einen Y-Kabel für Festplatten mit Molex-Anschluß bei. Ein Kabel für Serial-ATA Festplatten fehlte im Lieferumfang unseres Testmusters. Wie uns A.C.Ryan mitteilte, wird seit Anfang Oktober allerdings eine überarbeitete Variante des Xilencer ausgeliefert, welche auch von Hause aus für Serial-ATA Festplatten geeignet ist.
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24.10.2005 by doelf
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Konstruktion und Kompatibilität
Im Rahmen dieses Artikels haben wir den XTOR Xilencer mit einer Maxtor Maxline III 250 GB Serial-ATA Festplatte getestet. Da unsere Version des Xilencer noch nicht für Serial-ATA Festplatten angepaßt war, haben wir diese Anpassungen selber vorgenommen. Im Laufe des Tests haben wir folgende Festplatten mit dem Kühler verwendet:
Die Maxtor DiamondMax Plus8 6Y040LO ist eine ziemliche Ausnahme unter den handelsüblichen Festplatten, da sie ca. 4 mm flacher ist. Dieses Modell kann daher nicht mit dem XTOR Xilencer verwendet werden. Bei den anderen Festplatten hatten wir keine grundsätzlichen Probleme. Auf die Anpassungen für die Serial-ATA Festplatten kommen wir später zu sprechen, bei der neuen Variante des Xilencer sind diese sowieso nicht mehr notwendig, da eine spezielle Rückseite für Serial-ATA Festplatten mitgeliefert wird. Beginnen wir einfach Schritt für Schritt mit dem Zusammenbau. Zunächst befestigt man Strom- und Datenkabel an der Festplatte und setzt diese mittig auf eines der Kühlprofile:
Mit einem scharfen Messer schneidet man einen der beiden kürzeren Dämmklötze zu, um die Kabel durchführen zu können:
Die beiden Dämmklötze platzieren wir vor und hinter der Festplatte:
Jetzt kommt das zweite Kühlprofil oben auf die Festplatte:
Auf der Vorder- und Rückseite werden danach die Deckel an den Kühlprofilen verschraubt:
Den rückwärtigen Deckel unseres Xilencers der ersten Revision mußten wir noch für die Verwendung mit der Serial-ATA Festplatte anpassen. Das geht recht einfach mit einem scharfen Cutter oder einer Feile:
Seitlich noch die langen Dämmstreifen einlegen, fertig:
Und wie soll man die gedämmte Festplatte in ein Gehäuse einbauen? Man verschraubt sie! Die Schrauben werden einfach in die seitlichen Dämmstreifen gedreht - nicht unbedingt elegant, aber es funktioniert. Da es keinerlei Markierungen gibt, welche dem Benutzer zeigen, wo er die Schrauben ansetzen soll, kann es leicht geschehen, daß die Festplatte nicht ganz gerade im Gehäuse verschraubt wird. Bei der ersten Version des Xilencer, welche wir getestet haben, kann man dies nur mit Sorgfalt beim Einbau verhindern. Die neue Version, welche seit Anfang Oktober ausgeliefert wird, verfügt nicht nur über seitliche Schraublöcher, es werden auch Abstandshalter zur Entkopplung der Schrauben beigepackt. Es gelang übrigens problemlos, die Schienen eines CS601 Gehäuses seitlich am Xilencer zu montieren, die Festplatte in den 5 1/4 Zoll Schacht zu schieben und die Einschubabdeckung wieder einzusetzen.
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24.10.2005 by doelf
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Temperaturmessungen
Betrachten wir nun in der Praxis, was der XTOR Xilencer leisten kann. Wir nutzen das Setup, welches auch beim XTOR Tanky zum Einsatz kam. Als Festplatte wird eine Maxtor MaxLine III 250 GB SATA verwendet. Wir betreiben die Festplatte extern mit und ohne passiven HDD-Kühler und jeweils ohne Lüfter:
| Temperaturen: 60 min IDLE, Raum (niedriger ist besser) | ||
| XTOR Xilencer extern | 34°C 23°C | |
| XTOR Tanky extern | 35°C 23°C | |
| ungekühlt extern | 41°C 23°C | |
Im IDLE-Betrieb sehen wir einen Unterschied von immerhin 7°C zwischen dem ungekühlten Betrieb und dem Einsatz des Xilencer. Aufgrund der beidseitigen Kühlprofile arbeitet der Xilencer sogar noch etwas effektiver als der Tanky.
| Temperaturen: 60 min Zugriffe, Raum (niedriger ist besser) | ||
| XTOR Xilencer extern | 40°C 23°C | |
| XTOR Tanky extern | 40°C 23°C | |
| ungekühlt extern | 49°C 23°C | |
Bei Lastbetrieb sehen wir dann jedoch keinen Unterschied zwischen Xilencer und Tanky. Im Vergleich zur ungekühlten Festplatte erzielen die XTOR Kühler einen Vorteil von 9°C.
Wir haben den XTOR Xilencer - wie bereits erwähnt - versuchsweise in ein CS601 Gehäuse eingebaut. Abgesehen vom CPU-Lüfter, einem zur Rückseite des Gehäuse orientierten Titan Vanessa S-Type auf einem Intel Pentium 4 Northwood 2,4 GHz, kam kein weiterer Lüfter zum Einsatz (das System wird für Schallmessungen verwendet). In Kombination mit dem Antec Phantom 350 Watt heizte sich die Festplatte bei Schreibzugriffen auf 45°C auf, kühlte im IDLE Modus allerdings auch nicht wieder herunter. Deutlich besser war das Ergebnis beim Einsatz des ichbinleise Power NT 400 Watt: Der unhörbare 120 mm Lüfter des modifizierten Fortron FSP400-60THN-P erzeugte einen geringen, aber stetigen Luftstrom, welcher die Festplatte auf 40°C hielt.
Schalldruck
Betrachten wir zum Abschluß die Geräuschentwicklung unserer Maxtor MaxLine III 250 GB SATA mit und ohne Xilencer:
| Schalldruck in dB(A), Abstand 1 Meter (niedriger ist besser) | ||
| XTOR Xilencer IDLE | 23,48 | |
| ungekühlt IDLE | 25,58 | |
| XTOR Xilencer Random | 29,68 | |
| ungekühlt Random | 32,28 | |
Bei einem leisen System sinkt die Lautstärke merklich: Im Leerlauf verschwindet das hochfrequente Peifen der Festplatte weitgehend, und auch die zufälligen Lese- und Schreibzugriffe, die ein deutliches Klackern verursachen, werden spürbar gemindert.
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24.10.2005 by doelf
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Fazit
Der XTOR Xilencer macht das, was A.C.Ryan verspricht: Er kühlt die Festplatte lautlos und dämmt Festplattengeräusche spürbar. Im Praxistest zeigte sich, daß unser Xilencer der ersten Revision noch nicht für Serial-ATA Festplatten angepaßt war - A.C.Ryan hat dies mit der aktuellen Version behoben. Zudem fehlten uns seitliche Bohrlöcher für die gerade Verschraubung des Xilencers im Gehäuse - auch diesen Mangel hat A.C.Ryan zwischenzeitlich behoben. Die Argumente für eine deftige Meckerei sind uns also schnell ausgegangen ;-)
Bleibt also der Preis: 59,90 €.
Den finden wir ein wenig hoch gegriffen, denn andere Lösungen sind hier etwas preiswerter. Dennoch: Auch der A.C.Ryan XTOR Xilencer kann uns überzeugen und ist ein stimmiges Produkt, welches in der neuen Revision sogar noch stimmiger geworden ist.
Bester Preis: Den A.C.Ryan XTOR Xilencer gibt es bei Caseking für
59,90 €
Unser Dank gilt A.C.Ryan für die Teststellung des A.C.Ryan XTOR Xilencer.
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